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24. März 2010, 08:45 Uhr

Bürger rechnen mit Kirche und Papst ab

Duldung, Vertuschung, Schweigen - für das Verhalten der katholischen Kirche gegenüber den schwarzen Schafen aus dem eigenen Stall folgt nun die Strafe. Die Deutschen entziehen ihr und dem Papst, so ergab eine stern-Umfrage, das Vertrauen. Beichten hilft da nicht mehr.

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Papst Benedikt XVI. und seine Kirche sind für die Deutschen nicht mehr vertrauenswürdig© Jörg Koch/DDP

Das Vertrauen der Deutschen in den Papst und die katholische Kirche ist wegen des Skandals um den sexuellen Missbrauch von Kindern dramatisch eingebrochen. Nur noch 17 Prozent vertrauen aktuell der katholischen Kirche, und nur 24 Prozent dem Papst. Das ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag des stern. Sechs Wochen zuvor, Ende Januar, hatten noch 29 Prozent der Bundesbürger ungebrochenes Vertrauen in die Kirche bekundet, 38 Prozent in Papst Benedikt.

Auch unter den Katholiken vertraut in der Umfrage des Forsa-Instituts nur noch eine Minderheit Papst und Kirche. Das Vertrauen in den Pontifex sank von Ende Januar bis Mitte März von 62 auf 39, das in die katholische Kirche von 56 auf 34 Prozent. Von den konfessionslosen Deutschen bekunden nur noch fünf Prozent Vertrauen in die katholische Kirche.

Die evangelische Kirche dagegen hat den Rücktritt ihrer Ratsvorsitzenden Margot Käßmann praktisch unbeschadet überstanden. Ihr bekunden 42 Prozent aller Deutschen ihr Vertrauen, im Vergleich zu 44 Prozent Ende Januar. Betrachtet man nur die Protestanten, so blieb deren Vertrauen mit 65 gegenüber 64 Prozent sechs Wochen zuvor völlig stabil.

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KOMMENTARE (10 von 24)
 
Administrator (24.03.2010, 13:28 Uhr)
Liebe User,
vielen Dank für Ihre Kommentare.

Wir schließen jetzt die Debatte, da eine sachliche Diskussion an dieser Stelle offensichtlich nicht möglich ist. Es werden Tatsachenbehauptungen aufgestellt, die nicht anhand von Fakten belegt werden können. Verwendete Ausdrücke wie "kriminelle Vereinigung" lassen es an Sachlichkeit vermissen und wurden gemäß unserer Regeln gelöscht.

Mit freundlichen Grüßen,
Ihre stern.de-Admins
Bebuquin (24.03.2010, 12:57 Uhr)
Wow.
Man darf mal einen Artikel zur Kirche kommentieren? Erstaunlich. Naja... ich will die Gelegenheit nutzen, um ein Interview mit Deschner zu posten. Dieses wurde zwar von der dpa geführt, aber nicht veröffentlicht. Anscheinend war man von der doch deutlichen Kirchenkritik nicht so begeistert...

"Herr Deschner, Sie schreiben seit Jahrzehnten eine mehrbändige ?Kriminalgeschichte des Christentums?. Hat es Razzien wie im Kloster Ettal in der Kirchengeschichte schon mal gegeben?

Etwas wirklich Vergleichbares kaum, zumindest schweigt meine ?Kriminalgeschichte des Christentums? hierzu ebenso wie meine Sexualgeschichte ?Das Kreuz mit der Kirche?. Dazu muss man allerdings bedenken, dass die katholische Kirche ? aus bösem Grund ? über Jahrhunderte eine eigene Gerichtsbarkeit hatte, mit der man verhinderte, dass derart Belastendes vor den Gläubigen ausgebreitet wurde. Die Heuchelei gehört bis heute zu den widerlichsten, doch wesentlichen Charakterzügen des Christentums. Gemäß der alten Devise ?si non caste caute?, wenn schon nicht keusch, dann wenigstens vorsichtig, unterschieden viele Päpste zwischen einer heimlichen und einer bekannt gewordenen Sünde, bei der sie die Strafe verdoppelten, ja verdreifachten. Gegen das Sündigen im Allgemeinen hat man selbstverständlich nichts, im Gegenteil, es ist den Herren sehr willkommen; davon leben sie.


Haben Sie die immer mehr bekannt werdenden sexuellen Missbrauchsfälle an katholischen Einrichtungen überrascht?

Nein, keinen Augenblick, wie gewiss keinen Kenner der kirchlichen Sexualgeschichte. Und längst laufe ich weg oder höre weg, wird das Problem, etwa in den Nachrichten, thematisiert. Überrascht hätte mich dagegen, aufs Äußerste überrascht, der Rücktritt auch bloß einiger Herren in höheren Rängen, wo man immer tut, als seien sexuelle Verfehlungen nur eine Sache des gemeinen Fußvolks!


Ist sexueller Missbrauch ein neues Phänomen in der Kirchengeschichte?

Sexuelle ?Fehltritte? aller Art sind so alt wie die Kirchengeschichte und sie florierten, je christlicher die Welt wurde, desto mehr. Die Klöster waren oft die reinsten Bordelle, doch mussten die armen Nonnen, aus Sittlichkeitsgründen nicht selten sogar der Beichtväter beraubt, auch mit Kindern vorlieb nehmen, mit Vierbeinern. Wie denn nur beispielhalber die Ritter des Deutschen Ordens, verpflichtet, ein Leben ?allein im Dienste ihrer himmlischen Dame Maria? zu führen, alles vögelten, was eine Vagina hatte, Ehefrauen, Jungfrauen, kleine Mädchen und, wie wir nicht ohne Grund vermuten dürfen, weibliche Tiere. Wie es ja auch im Vatikan, lange, sehr lange, recht locker zuging, etwa ? einer für viele ? Papst Sixtus IV, Erbauer der Sixtinischen Kapelle und eines Bordells, noch seine Schwester und Kinder besprang, sein Neffe, Kardinal Pietro Riario, sich buchstäblich zu Tode koitierte und auch noch, Ehre wem Ehre gebührt, eines der schönsten Grabdenkmäler der Welt bekam.


Sehen Sie hier allein das Versagen einzelner Menschen oder gibt es kirchliche Strukturen, die sexuellen Missbrauch, also Straftaten begünstigen?

Die Hauptursache all der Missstände, um die es hier geht, liegt in der kirchlichen Moral selbst. Sie ist weitgehend widernatürlich, sie hemmt die Sexualenergie, setzt sie in Destruktivität um, und sie führt in letzter terribelster Konsequenz vom Lustmord zur Mordlust. Auch andere religiöse wie weltliche Diktaturen wussten und wissen davon zu profitieren. Die christliche Sexualrepression führt aber nicht nur zur Steigerung des Kampfgeistes im Krieg, sie führt auch zu einem permanenten Krieg gegen sich selbst. Viele Hunderte erschütternder Briefe von Opfern klerikaler Sexualrepression haben mich erreicht, Opfern oft von kaum vorstellbarer Not. Bei andern aber sucht sich der unaufhaltbar gestaute Trieb ein Ventil für den Überdruck ...


Was sollte die Kirche aus Ihrer Sicht als Kirchenhistoriker tun, um sexuellen Missbrauch in Zukunft den Boden zu entziehen?

Nicht nur, um dem sexuellen Missbrauch den Boden zu entziehen, denn der geistige ist oft noch viel schlimmer ? sie sollte verschwinden?"

Quelle: http://hpd.de/node/9114
lalatipsilala (24.03.2010, 12:52 Uhr)
Raus aus der Kirche !
Raus aus der Kirche !

Die Kirche hat sich von dem christlichen Verständnis soweit entfernt, dass jeder durchschnittliche Atheist mehr Menschlichkeit in sich trägt als die Kirche in Ihrer 2000 jährigen blutigen Geschichte je haben wird . Die Hardchor-Christen ziehen auch heute noch mit dem Kreuze in den Krieg. Glaubt wirklich irgend jemand ernsthaft, das es Jesus Philosophie war, mit Krieg schafft man Frieden? Ob Afghanistan, Irak oder Palästina. Die Kirche ist lächerlich.
enkelmann (24.03.2010, 12:17 Uhr)
Ekelhaft
Ich bin in den 50er/60er Jahren in einen tief schwaren Gegend aufgewachsen. In dieser Zeit habe ich im Kindergarten und Schule einige Nonnen, Pfarrer und Kapläne kennen gelernt. Durch die Bank waren diese Pädagogen verklemmte, brutale Schleimer, welche nur mit Angst gearbeitet haben. Alle hatten durch ihren Glauben einen pädagogischen Freifahrtsschein. Als Kind habe ich schon zutiefst gespürt, daß die Götter in Schwarz
Lügner sind. Es war besonders bei der Beichte ekelhaft. Wer nicht parriert hat, bekam Schläge und Demütigungen. Diese Hochneurotiker gehören nicht in pädagogische Einrichtungen!!!
iosono (24.03.2010, 11:29 Uhr)
Karnevalsverein Vatikan
Mir tut die vielzahl der christen Leid,die im In und Ausland wirklich tolle Arbeit leisten,Schulen,Krankenhäuse,Kindergärten .......betreiben.und oftmals irgendwelche pädophilie ,von denen sie nicht wissen, bei sich aufnehmen müssen weil von Bischöffen so gewollt u.ä.
Diese gut funktionierenden Kirchengemeinden sollten direkt das Geld der Kirchensteuer bekommen ohne dem Umweg über den Vatikan und sich natürlich den weltlichen Überprüfungen stellen.
Warum kein Wort zu den deutschen Missbrauchsfällen?Weil der Papst nicht nur für deutsche da ist-so die Begründung.
Warum dann das mea culpa in Australien und den USA?
Der Papst braucht ga nichts mehr zu sagen-ich persönlich verzichte.
kommt doch sowieso nur das gleiche gelabber ''ich spüre tiefen schmerz,es macht uns alle traurig,wir sind tief bewegt.....bla bla bla''
Administrator (24.03.2010, 10:41 Uhr)
Liebe User,
wir haben an dieser Stelle einige Kommentare gelöscht. Jeder kann seine Meinung hier gern posten, so lange diese sachlich bleibt.
Daher appellieren wir hier noch einmal an jeden von Ihnen: Diskutieren Sie - gern kritisch und kontrovers - aber ohne Schimpfworte und Beleidigungen - Kritik kann man auch anders ausdrücken.

Mit freundlichen Grüßen,
Ihre stern.de-Admins
spike19111 (24.03.2010, 10:33 Uhr)
Austritt als Lösung
Nach fast 45 Jahren Mitgliedschaft im Verein der katholischen Kirche habe ich mich nun nach den neuesten Vorkommnissen zum Austritt gezwungen gesehen.
Das erscheint mir der einzige Weg die Kirche zu einem Umdenken zu bewegen.
Bei aller Wertschätzung gerade auch der karitativen Arbeit der Kirchen etc. so geht es nicht weiter.

Die Kirchen sind nicht in der Lage sich an die schnellen Veränderungen in der Gesellschaft anzupassen, insbesondere die katholische.
Der fehlende offene Umgang mit den Missbrauchsfällen in nunmehr beiden deutschen Kirchen bestätigt mir das nur.

Religion mag für einige Menschen wichtig sein, je höher jedoch der Bildungsgrad, desto eher kann auch gegenüber den doch recht kindlichen/naiven Legenden der Bibel werden.

Knuffiman (24.03.2010, 10:26 Uhr)
wie lächerlich
da fährt mal angesäuselt eine aus dem anderen lager mit dem auto und ist dann noch wegen dieser bagatelle so konsequent und nimmt ihren hut. bei den katholen fehlen mir die worte. wenn ich schreiben würde was ich denke, würde man mich auf lebzeit hier beim stern bannen
re-aktor (24.03.2010, 09:55 Uhr)
Wer schweigt scheint zuzustimmen
hat schon Papst Bonifatsius gesagt. Hört auf zuzustimmen und tretet aus dem Verein aus.
valider60 (24.03.2010, 09:51 Uhr)
Bürger rechnen mit Kirche und Papst ab.

Ich bin schon immer ein Befürworter der Römische Republick gewesen. Ohne die Machtübernahme der christliche Religion konnten wir schon länger Fortschritt und Friede in Europa haben.
Seit 2010 sind die erste Christen kamen und haben systematisch für ihre Machtübernahme gekämft, die schliesslich nach 400 Jahre vollendet wurde. Dann kam die ?dunkleste? Kapitel der Mittelsalter die fast 1000 Jahre dauern..
Nur letzte 50 Jahre wird diese christliche Oberhand an die Grenze verwiesen mit allen ihren Übergriefen, Verlogenheit, Betrug, Mißhandlungen?
Die christliche Kirche besteht in West-Europa, weil sie die Politiker zu nützen schein, mit Unterstüzung von Kirchensteuern, Strom,- und Heizkosten, Gehalt der Prister, die nur von unserer Steuern finanziert.
Es muß mit allem Schluss sein, wenn sie nicht mehr selbst unterhalten können, dann soll man Insolvenzvervahren einleiten wie jeder Hart-4 Empfänger.
Glauben muß man, aber nicht von ?zwangsabgaben? der Steuerzahler
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