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News am 21.11.2009

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Ratgeber Allergie
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Expertenrat - Antworten auf Ihre Fragen

 

Hier finden Sie die neuesten Fragen und Antworten aus unserem Expertenrat:

 

Meine Tochter ist zwei Jahre alt, seit einem Jahr leidet sie unter Neurodermitis. Dass es diese Hautkrankheit ist, weiß ich aber erst nach dem Besuch beim Hautarzt. Mein Kinderarzt hatte immer nur pflegende Salben empfohlen und war auch dagegen, dass ich überhaupt zum Hautarzt gegangen bin. Nun habe ich eine Creme und Tropfen bekommen, damit meine Tochter nachts besser schlafen kann, aber es hilft nicht wirklich. Als ich noch einmal zum Hautarzt ging, sagte der, dass ich lernen muss damit umzugehen und dass die Neurodermitis nie wieder verschwinden wird. Ich fühle mich allein gelassen als Mutter. Für mich ist es schlimm, zu sehen wie sich das eigene Kind den ganzen Körper kaputt kratzt und nachts nicht mehr schlafen kann - und ich kann nichts machen. Es muss doch irgentwas geben, damit meine Tochter sich nicht den ganzen Tag am Körper kratzt! Können sie mir vielleicht weiter helfen und sagen, ob und wie ich meinem Kind anders helfen kann? Ich bedanke mich schon mal im Voraus.

Die Neurodermitis ist eine Hauterkrankung, die vielfach im Kleinkindesalter erstmals auftritt und in vielen Fällen bis zur Pubertät wieder verschwindet, also nicht zwangsläufig lebenslang andauert. Häufig verläuft die Neurodermitis in Schüben und kann sich durch Infekte, Stress oder auch bestimmte Nahrungsmittel verschlimmern. Sollte Ihnen beispielsweise auffallen, dass Ihre Tochter nach Genuss bestimmter Lebensmittel wie Kuhmilch oder Eier vermehrt Ekzeme und Juckreiz bekommt, dann ist eine allergologische Testung angebracht. Ansonsten ist bei der Behandlung der Neurodermitis die tägliche Pflege der Haut mit einer rückfettenden Creme sehr wichtig. Bei hartnäckigen Ekzemen können kurzfristig kortisonhaltige Cremes oder so genannte Calcineurininhibitoren (die kein Kortison enthalten) angewandt werden. Antihistaminika (bei Kleinkindern meist als Tropfen) wirken gut gegen den Juckreiz. Wenn Ihr Kind nachts trotz Behandlung mit Creme und Tropfen vor Juckreiz nicht schlafen kann, sollten Sie noch mal den Haut- oder Kinderarzt aufsuchen, um die Therapie zu optimieren.

Ich wurde gestern von einer Pferdebremse am Fußknöchel gestochen, es hat sogar geblutet. Innerhalb von Minuten schwoll der Stich stark an und wurde immer schlimmer. Mittlerweile ist der Fuß dick, rot und heiß. Ist es eine allergische Reaktion? Was kann ich tun, muss ich damit zum Arzt?

Eine wenige Minuten nach Insektenstich auftretende Schwellung und Rötung bezeichnet man als eine gesteigerte Lokalreaktion. Diese ist relativ häufig und verschwindet durch kühlende Maßnahmen und Hochlegen des Beins in der Regel nach max. 1-2 Tagen. Sollten die Symptome jedoch länger anhalten und Allgemeinsymptome wie Fieber zusätzlich auftreten, dann kann es sich um eine bakterielle Entzündung handeln und eine Vorstellung beim Arzt ist dringend anzuraten.

ich leide seit meinem 11. Lebensjahr einmal in der Woche unter Nesselsucht. Die Beschwerden kann ich nur mit Allergie-Tabletten wegbekommen. Nun bin ich 23 Jahre alt und frage mich, ob ich das für den Rest meines Lebens haben werde. Kann man Nesselsucht nicht irgendwie heilen?

Die gute Nachricht vorweg: eine Nesselsucht hält sicherlich nicht lebenslang an, ist jedoch mit nicht-müdemachenden Antihistaminikatabletten im Allgemeinen gut zu behandeln. Konkret die Frage zu beantworten, ob Ihre Form der Nesselsucht heilbar ist, ist nicht möglich ohne weitere Hintergrundinformationen. Die Heilungschance hängt direkt von der Unterform der Nesselsucht ab. Die Nesselsucht an sich ist ausführlich im Portal beschrieben. Vielleicht hilf es Ihnen weiter, um zunächst die Unterform Ihrer Nessensucht herauszubekommen. Danach sollten Sie sich nocheinmal an einen behandelnden Hautarzt wenden.

Ich habe seit zwei Wochen eine ständige Reizung im Hals, wie ein Kitzeln. Dadurch habe ich einen trockenen Hustenreiz, aber ohne erkältet zu sein. Kann das eine Allergie sein?

Eine 2 Wochen anhaltende Reizung im Hals wie Kitzeln und zusätzlich trockener Hustenreiz ist oft das Anzeichen einer allergischen Reaktion, eventuell mit Asthma. Es ist unbedingt ratsam, einen Allergietest durchführen zu lassen. Zusätzlich sollte eine Lungenfunktionsprüfung veranlasst werden.

Mein Sohn ist 25 Jahre alt und hat seit 12 Jahren mehrere Allergien. Am schlimmsten ist die Schimmelpilz-Allergie, zusätzlich reagiert er auf Gräser und Pollen, auf Beifuss, Entenfedern und auf Tierhaare. Er hat bis letzten Oktober eine zweijährige Immunisierung gegen Schimmelpilze gemacht, leider ohne Erfolg. Gegen die Gräserallergie nimmt er seit einem halben Jahr die Gräsertablette, die gut hilft, aber leider nur bei Gräsern. Was mir Sorgen macht: Er leidet auch seit fast zehn Jahren ein einen sehr hartnäckigem Husten, der nicht besser wird. Er hat schon viele Sprays bekommen und einige Allergie-Tabletten. Nichts hat geholfen. Sein Arzt meint, er müsste warten, bis es Asthma ist, dann können sie eventuell etwas machen. Da ich große Angst um meinen Sohn habe, möchte ich nicht warten und wende mich deshalb an Sie, in der Hoffnung, dass Sie uns vielleicht weiterhelfen können und sei es auch nur mit einem wirkungsvollen Medikament. Vielen Dank im Voraus.

Die von Ihnen geschilderten Beschwerden deuten auf einen Beginn des Asthmas hin. Es ist sehr wichtig zu erkennen, dass auch die Vorstufe eine bronchiale Hyperreaktivität, das heißt eine empfindliche Überreaktion der Lunge auf Reize, behandlungswürdig ist. Zum Beispiel ist es ohne eine Behandlung für die Betroffenen nicht möglich, sportliche Aktivitäten im vollen Umfang durch zu führen, und auch Kältereize können sehr unangenehm sein. In jedem Fall ist es daher sinnvoll, noch mal einen Facharzt für Lungenkrankheiten aufzusuchen und eine Lungenfunktionsprüfung zu veranlassen, die insbesondere auch die Überempfindlichkeit der Lunge umfasst. Ein Messverfahren hierfür ist die Bestimmung von NO in der ausgeatmeten Luft.

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Allergien bei Kindern

Erfahren Sie alles über Allergien auf Nahrungsmittel, Asthma oder Heuschnupfen bei Kindern.

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