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Ratgeber Allergie
23. August 2010, 16:29 Uhr

Ozon macht Roggenpollen aggressiver

Höhere Ozonwerte in der Luft könnten für die Zunahme von Allergien mitverantwortlich sein. Wie Wiener Forscher herausgefunden haben, steigert stark ozonbelastete Luft das Allergiepotenzial von Roggenpollen.

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Höhere Ozonwerte könnten für mehr Allergien sorgen, schreiben Wiener Wissenschaftler© Colourbox

Hohe Ozonwerte in der Luft im Sommer belasten nicht nur die Atemwege, sondern können auch für mehr Allergien sorgen. Dies geht aus einer im "Journal of Allergy Cilinical Immunology" veröffentlichten Studie von Wiener Forschern hervor. Stark ozonbelastete Luft führt demnach zu einem höheren Allergengehalt in Pflanzen, wie die Experten um den Immunologen und Projektleiter Rudolf Valenta von der Medizinischen Universität Wien berichten. Damit deute sich ein Zusammenhang zwischen Umweltverschmutzung und der Zunahme von Allergien an, teilten die Wissenschaftler am Montag in Wien mit.

Versuche mit Roggen

Für ihre Forschungen hatten die Experten zwei Roggensorten in so stark ozonbelasteter Luft (79 Teile Ozon pro einer Milliarde Teilchen Luft) wachsen lassen, wie es in etwa den Spitzenwerten an einem heißen Tag in Wien entspricht. Zum späteren Vergleich züchteten sie auch Pflanzen bei normaler Ozonkonzentration (22 Teile Ozon pro einer Milliarde Teilchen Luft).

Nach der Untersuchung der gereiften Pollen zeigte sich: Bei beiden Roggensorten hatte die hohe Ozonbelastung einen Anstieg des Eiweiß- und des Allergengehalts zur Folge. Im Anschluss brachten die Forscher Roggen- Proteinextrakte mit Antikörpern des menschlichen Immunsystems von Allergiepatienten zusammen. Dabei zeigte sich, dass die Proteinextrakte der ozongestressten Pflanzen stärker mit den für die Entstehung von Allergien relevanten IgE-Antikörpern reagierten als die der Kontrollpflanze. Die Pflanzen seien somit allergener, schreiben die Wissenschaftler als Ergebnis der Studie.

DPA
 
 
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