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Ratgeber Allergie
7. April 2011, 10:05 Uhr

Klimawandel lässt Allergiker länger leiden

Die Klimaerwärmung hat den Pollenflug verändert: Die Pflanzen fangen früher an zu blühen, auch die Blühzeit hat sich insgesamt verlängert. Das erhöht die Belastung der Allergiker.

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Da die Pflanzen heute früher und insgesamt länger blühen, leiden Pollenallergiker stärker als noch vor 25 Jahren© Colourbox

Forscher beobachten seit Jahren, dass die Klimaerwärmung auch Allergikern schwer zu schaffen macht: Der Pollenflug beginnt eher und dauert länger, somit erhöht sich die Belastung für die Betroffenen. Darauf haben Experten der Freien Universität Berlin zum Start der diesjährigen Birkenpollensaison aufmerksam gemacht. "Aufgrund der in den vergangenen 25 Jahren gestiegenen Temperaturen beginnt die Blüte bei der Birke im Februar und März im Mittel zehn Tage früher. Sie blüht insgesamt auch acht Tage länger", berichtet Sandra Kannabei vom Institut für Meteorologie. Die Forscher des Instituts analysieren seit 27 Jahren den Berliner Birkenpollenflug. Ihre Daten lassen sich aber auf ganz Deutschland übertragen, sagt ihr Kollege Thomas Dümmel.

Auch insgesamt verlängere sich die Pollensaison, sagen die Wissenschaftler. Würde sie normalerweise Anfang September mit dem Beifuß enden, leiden die Betroffenen heute teilweise noch bis in den Oktober hinein, weil sich seit einigen Jahren die hochallergene Ambrosia, eine aus den USA eingeschleppte Pflanze, immer stärker verbreitet.

Früh erkennen und behandeln lassen

Damit bleibt nur noch der November pollenfrei, denn in milden Wintern würden Frühblüher wie Hasel und Erle teilweise schon im Dezember ihre Pollen freisetzen. Die Meteorologen schätzen, dass aufgrund der längeren Belastungszeit die Anzahl der Pollenallergiker voraussichtlich weiter steigen wird.

Betroffene sollten bei entsprechenden Symptomen möglichst früh einen Arzt aufsuchen und ihre Allergie behandeln lassen. So verhindern sie, dass sich zusätzlich zu dem Heuschnupfen ein allergisches Asthma entwickelt.

spo/DPA
 
 
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