Experten haben spezielle Badezusätze bei Neurodermitis unter die Lupe genommen. Ihr Urteil fällt ernüchternd aus: Die optimale Pflege bleibt das Eincremen.

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Sorgsame Hautpflege ist das A und O für Menschen mit Neurodermitis. Ob dabei rückfettende Ölbäder etwas nutzen, haben Experten aus Großbritannien untersucht. Ihr Fazit: Die Wirkung derartiger Präparate ist sehr fraglich. Anders urteilen die Forscher über Pflegeprodukte zum Einreiben: Es gibt einige Studien, die belegen, dass Cremes bei Neurodermitis helfen.
Äußerlich auf die Haut aufgetragene Pflegeprodukte sind der Schlüssel in der Behandlung der Neurodermitis, auch atopisches Ekzem genannt. „Das belegen die umfangreichen klinischen Erfahrungen sowie Ergebnisse einiger veröffentlichter Studien“, schreiben die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift „Drug und Therapeutic Bulletin“, einem unabhängigen Informationsdienst für Arzneimittel aus Großbritannien. Für ihre Bewertungen recherchierten die Experten, was es bisher an wissenschaftlichen Erkenntnissen und Leitlinien zur Behandlung einer Neurodermitis gibt.
Bislang galten fettende Ölbäder als einfache Methode, um pflegende Stoffe großflächig auf die Haut zu bringen. Das soll etwa die Hautpflege bei Kindern erleichtern, die sich nicht gerne eincremen lassen. Allerdings bemängeln die Wissenschaftler, dass es bisher keine Studie gebe, die den erhofften Effekt der Ölbäder belegt. Ölbäder, die zusätzlich einen antimikrobiellen Wirkstoff enthalten, könnten auch allergische Reaktionen auslösen. Auch würden Ölbäder eine Unfallgefahr bergen, weil sie die Badewanne sehr glitschig machen und Betroffene ausrutschen können.
Sandra Jessel/mer