Ein Insektenstich ist für viele Menschen zwar lästig, aber harmlos: An der Einstichstelle juckt und brennt es, manchmal entsteht eine kleine Schwellung. Bei Bienen- oder Wespengiftallergikern sieht das anders aus: Die Schwellung ist deutlich größer oder es kann zu gefährlichen Allgemeinreaktionen kommen.

Die häufigsten Verursacher für Insektengift-Allergien sind Bienen und Wespen© Colourbox
Sie leben in allen Teilen der Welt. Ihr Stich löst bei Allergikern schwere Reaktionen aus. Er enthält etwa 200 Mikrogramm der allergenen Proteine, darunter Phospholipase, Hyaluronidase und Mellitin. Allerdings sind Bienen recht friedlich. Sie stechen nur, wenn sie sich oder ihren Bienenstock bedroht sehen.
Kreuzallergien können mit dem Gift von Feuerameisen, Hummeln und Wespen, aber auch mit Bestandteilen aus Honig entstehen.
Das Gift der Papier- oder Feldwespen löst zwar schwere allergische Reaktionen aus - die Tiere stechen jedoch so gut wie nie. Die Art ist vor allem an ihrer schlanken Form erkennbar, außerdem ist ihr Körper schwärzer als der anderer Wespen. Besonders häufig kommen die Insekten im Mittelmeerraum, in den Subtropen und Tropen vor. In Europa leben sie von April bis Oktober.
Bei den seltenen Stichen sind Kreuzallergien mit dem Gift von Feuerameisen, Wespen und Hornissen möglich.
Weißkopfwespen (Amerikanische Hornissen) leben vor allem in warmen Regionen. Ihre Körper sind hellgelb bis cremeweiß und schwarz gestreift. Ihre Stiche lösen auch bei Allergikern nur selten schwere Reaktionen aus.
Allerdings kann es zu Kreuzallergien mit dem Gift von Papier- oder Feldwespen, Wespen und Hornissen kommen.
Wespen (Paravespula germanica, Paravespula vulgaris, inklusive Hornissen): Besonders schwere Stichreaktionen löst das Gift der sogenannten echten Wespen aus, die in Deutschland am häufigsten vorkommen. Zu ihnen gehört auch die größte deutsche Wespenart, die Hornisse. Die Tiere leben von Juni bis September. Ihr Stich enthält nur drei bis zehn Mikrogramm der allergenen Proteine (Hyaluronidase und Phospholipase).
Kreuzallergien gibt es mit dem Gift von Papierwespen, Hornissen und Bienen.