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Ratgeber Allergie

Wie können Sie Ihrer kranken Haut Gutes tun?

Alle Neurodermitiker haben meist eine trockene und empfindliche Haut. Auch wenn es gerade keine Ekzeme gibt, braucht diese Haut viel Aufmerksamkeit.

Die wichtigsten Tipps:

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Hautpflegetipp bei Neurodermitis: nicht zu lange, heiß und oft baden (Colourbox.com)

  • nicht zu häufig, zu heiß oder zu lange baden und duschen, Hände nicht zu oft waschen
  • möglichst keine Hautdesinfektionsmittel verwenden
  • nur hautverträgliche atmungsaktive Kleidung tragen, da enge Kleidung und Schweiß die Haut reizen (keine Wolle direkt auf der Haut, nur Baumwolle, Seide oder atmungsaktive Stoffe)
  • extreme Temperaturen und Schwitzen vermeiden
  • viel trinken, um die Haut zu durchfeuchten (Erwachsene mindestens 1,5 bis 2 Liter pro Tag)
  • bei Putzarbeiten Baumwollhandschuhe tragen

So pflegen Sie Ihre Haut bei einer Neurodermitis richtig:

  • Im Krankheitsschub eher wasserhaltige Cremes oder fettfeuchte Umschläge, um die Haut zu beruhigen
  • Für die gesunde Haut eher fetthaltige Salben (vor allem nachts und bei Kälte)
  • Harnstoffhaltige Cremes und Salben verwenden
  • Rückfettende Ölbäder verwenden, aber maximal einmal in der Woche baden
  • Produkte verwenden, die möglichst wenig Konservierungsmittel, Farb- und Duftstoffe enthalten

Vorsicht bei "pflegenden" Zusätzen pflanzlichen Ursprungs. Sie können selbst allergische Reaktionen auslösen (zum Beispiel Ölbäder mit Erdnussöl) oder eventuell in hoher Konzentration zu aggressiv auf die Ekzemhaut wirken wie bei Teebaumölpräparaten - deren Nutzen ist bisher nicht wissenschaftlich erwiesen.

Was sollten Sie bei einem hautkranken Kind beachten?

  • Die Haut schonen: Kleine Kinder mit starkem Juckreiz sollten nachts weiche Baumwollfäustlinge tragen, um Verletzungen zu vermeiden.
  • Genug trinken: Zwei- bis Dreijährige sollten mindestens 700 Milliliter Flüssigkeit pro Tag zu sich nehmen, Sieben- bis Neunjährige 900 Milliliter und 13- bis 14-Jährige 1,2 Liter.
  • Hautpflege: nicht zu fette und zu zähe Cremes verwenden. Cremes mit geringerer Harnstoffkonzentration nehmen (drei- bis fünfprozentig) und ohne Milchsäure, da die Kinderhaut sonst nach dem Auftragen brennen kann.
Yamina Merabet (Mitarbeit: Arnd Schweitzer)
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