Golf GTI: 25 Jahre Muskeln zeigen

7. August 2001, 00:03 Uhr

Lange hatten BMW- und Porschefahrer den Bereich jenseits der 180 km/h für sich beansprucht. Da tauchte ein Golf auf, den die »Etablierten« auch bei 180 km/h nicht los wurden.

Klein, stark, schnell: Der Ur-GTI

Vor 25 Jahren konnte man auf den Autobahnen den Fall einer Bastion beobachten. Lange Zeit hatten BMW-, Mercedes- und Porschefahrer den Bereich jenseits der 180 Stundenkilometer für sich beansprucht. Wer sollte ihnen zu einer Zeit, als noch unzählige Käfer über die Straßen krabbelten, diese Domäne auch streitig machen? Da tauchte plötzlich ein VW auf, den die etablierten Schnellfahrer auch bei 180 km/h nicht los wurden. Zum ersten Mal hatten die bis dahin biederen Autobauer aus Wolfsburg 1976 einen Wagen auf die Räder gestellt, der Haare auf der Brust und Muskeln unter der Motorhaube hatte: den Golf GTI.

Opel-»Killer«

Der Wagen mit 110 PS und 182 km/h machte dem damaligen Platzhirschen, dem Rallye-Kadett von Opel, mächtig Dampf. Die Heckgetriebenen Opel-Gangs musste sich auf den Landstraßen immer öfter vom frontgetriebenen Golf »versägen« lassen. Der Opel stand technisch und optisch für einen überholten Stil, der GTI dagegen signalisierte allein schon durch das knallige Marsrot die pure Aggresivität.

GTI als Statussymbol

110 PS brachten den nur 800 Kilo schweren Wagen in neun Sekunden auf Hundert. Heutzutage sind solche Werte nicht mehr beeindruckend. Viele Kleinwagen wären heutzutage dem GTI überlegen und 200 km/h fährt bald jedes zweite Auto. Doch 1976 - der VW-Käfer war gerade zwei Jahre in die ewigen Jagdgründe enteilt - waren das kaum gekannte Fahrdaten. Der GTI wurde zum Kultauto für junge, rennlustige Käufer. Vor der »Disse«, den allgegenwärtigen Discotheken, konnte nur bestehen, wer einem Golf GTI entstieg.

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