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3. Januar 2005, 16:00 Uhr

Gordon führt im VW-Touareg

Jutta Kleinschmidt kommt bei der Rallye Dakar immer besser in Fahrt: Sie kämpfte sich auf Platz fünf ihrer Klasse vor. Zugleich übernahm der VW-Fahrer Robby Gordon auf der ersten langen Wüstenetappe die Führung.

Der Amerikaner Gordon (r) ist sonst auf den amerikanischen Rundstrecken der NASCAR-Serie unterwegs© Albert Gea/Reuters

Jutta Kleinschmidt kommt bei der Rallye Dakar immer besser in Fahrt. Während die Kölnerin im VW-Race-Touareg am Montag bei der ersten Härteprüfung mit Platz fünf ihre Klasse zeigte, übernahm der amerikanische VW-Neuzugang Robby Gordon auf der ersten langen Dakar-Prüfung über 123 Kilometer in der marokkanischen Wüste mit seinem Tagessieg in Agadir wieder die Führung. «Das war ein sehr guter Auftakt für uns in Afrika», sagte VW-Motorsport- Direktor Kris Nissen.

Die Strecke der Wüsten-Rallye

Dakar-Debütant Gordon erzielte nach seinem Auftakterfolg bereits seinen zweiten Tagessieg und hat 59 Sekunden Vorsprung vor dem französischen Vorjahressieger Stéphane Peterhansel im Mitsubishi Pajero. Die Kölnerin Jutta Kleinschmidt kämpfte sich mit der fünftbesten Tageszeit im zweiten Race-Touareg vom neunten auf den fünften Gesamtplatz vor. Sie hat in der Gesamtwertung nach vier Etappen 2:32 Minuten Rückstand auf ihren Teamkollegen Gordon.

Der Franzose Bruno Saby im dritten Touareg beendete den vierten Dakar-Tag auf dem dritten Rang und liegt 1:14 Minuten hinter Gordon. Die letztjährige Fünfte Andrea Mayer (Hiemenhofen) behauptete im Mitsubishi L200 ihren 17. Platz - mit 8:03 Minuten liegt sie aber schon weit zurück. Die ehemalige DTM-Laufsiegerin und Dakar- Debütantin Ellen Lohr (Mönchengladbach) beendete ihre erste Wüsten- Prüfung im privaten Buggy auf dem 36. Rang. Ihr Rückstand beträgt 18:49 Minuten.

Gordon ist die Überraschung der Dakar-Rallye

Der Amerikaner Gordon, ansonsten als Profi auf amerikanischen Rundstrecken vorwiegend in der NASCAR-Serie unterwegs, ist bislang die Überraschung der Dakar-Rallye. Er setzte sich zusammen mit seinem deutschen Beifahrer Dirk von Zitzewitz (Karlshof) bei seiner ersten Prüfung in der afrikanischen Wüste auf Anhieb an die Spitze. Auch die zweite VW-Neuverpflichtung, der vierfache Rallye- Weltmeister Juha Kankkunen (Finnland), schaffte eine Platzverbesserung. Er fuhr vom 13. auf den siebten Platz (Rückstand: 2:59 Minuten) vor. Damit sind alle vier VW-Race-Touareg unter den besten Sieben.

Hingegen musste der bisherige Spitzenreiter Colin McRae (Schottland) auf der ersten Afrika-Prüfung einen Rückschlag einstecken. Der Rallye-Weltmeister von 1995 fiel in seinem Nissan Pickup vom ersten auf den zehnten Platz (Rückstand: 3:46 Minuten) zurück. Die erste ernstzunehmende Dakar-Prüfung wurde für die Motorräder wegen Nebels und zu schlechter Sicht abgesagt. Diese fuhren im Konvoi direkt ins Etappenziel in Agadir.

Von Toni Hoffmann/DPA

 
 
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