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4. März 2005, 14:53 Uhr

Hochjubeln ohne Druckbetankung

Reinrassige Sportwagen, die wie eine Limousine wirken: Auf diese Gattung versteht sich auch Audi. Auf dem Genfer Autosalon wird der RS4 vorgestellt. Offiziell ist bei 250 km/h Schluss, aber praktisch geht dann immer noch etwas.

Außen gibt sich der RS4 noch dezent.© Audi

Der Preis der Straßenrakete wird noch geheim gehalten, aber billig wird der Allrad-Spaß im Formel 1-Leistungsbereich sicher nicht. Neu ist, dass es den RS4 als Limousine und als Kombi geben wird. Gestartet wird mit der Limousine, Transporteure mit Eilgepäck müssen noch ein Jahr auf den Avant warten. Wie es sich für die Gattung "Wolf im Schafspelz" gehört, ist der böse Kern des RS4 auf den ersten Blick kaum auszumachen. Die Lufteinlässe sind ein wenig größer, die Reifen etwas fetter und an der Heckklappe lugt keck ein Spoiler hervor. Freunde des "fett-geilen" Autotunings greifen schon in der 150 PS-Klasse zu stärkeren Mitteln. Optisches Posing hat ein RS4 nicht nötig, denn unter der Haube wird Druck wenn auch ohne Turbo gemacht.

Neue Konzepte bei Antrieb und Motor

Dort 4,2-Liter-V8-Motor stellt 420 PS und ein Maximaldrehmoment von 430 Newtonmeter bereit. Erstmals folgt Audi hier dem Hochdrehzahlkonzept, der Benzindirekteinspritzer darf bis auf 8.250 Umdrehungen pro Minute hochgejubelt werden. 90 Prozent des Drehmoments stehen zwischen 2250 und 7600 1/min zur Verfügung. Selbst bei forcierter Fahrweise kann, wer will, relativ schaltfaul agieren. Der Sprint von 0 auf 100 km/h geschieht in 4,8 Sekunden. Der elektronische Tempobegrenzer dreht bei 250 km/h den Hahn ab, diese Speere dürfte sich aber innerhalb kürzester Zeit beim Tuner deaktivieren lassen. 300 km/h sollten dann kein Ding der Unmöglichkeit sein. Ganz neu ist die so genannte "asymmetrische Drehmomentverteilung". Trotz Allrad-Tradition scheint man bei Audi den Geschmack des Heckantriebs entdeckt zu haben. Wird das Gaspedal forsch durchgedrückt, wird in der neuen Allrad-Generation deutlich mehr Kraft auf die Hinterräder gelenkt. So entsteht der begehrte Schwung aus dem Heck heraus.

Trotz der Renntechnik bleibt der Wagen komplett alltagstauglich, selbst eine Einparkhilfe für den Boxenstop wird mitgeliefert. Rennsporttypisch kann dem Gaspedal ein verschärftes Ansprechverhalten verordnet werden. Damit der Audi-Pilot auch in rasanter Kurvenfahrt auf seinem Platz bleibt, lassen sich die Seitenwangen der Sitze so aufblasen, bis der Fahrer zwischen Gaspedal und Lenkrad unverrückbar fixiert ist.

Kra

 
 
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