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18. September 2002, 14:19 Uhr

Ökologisch auf der Überholspur

Eigens für den Pariser Automobilsalon hat Opel einem neuen Diesel-Triebwerk eine attraktive Hülle verpasst.

Eco-Speedster: Heizöl im Tank© Opel

Was vor einigen Jahrzehnten gerade einmal für den Einbau in einen Traktor genügte, erfreut sich aktuell größter Beliebtheit. Diesel-Fahrer schätzen ihre Selbstzünder wegen ihres geringen Verbrauchs und der bulligen Leistungsentfaltung. Eigens für den Pariser Automobilsalon hat Opel einem neuen Diesel-Triebwerk eine attraktive Hülle verpasst. Im Opel Eco-Speedster stecken Rennsport-Gene und selbstzünderische Zukunftsaussichten.

Diesel-Rekordfahrt

So ein Speedster muss nicht erst aufwendig vom Übergewicht elektrischer Bauteile befreit werden. Wo nichts ist, kann man auch nichts einsparen. Deshalb lag es für die Rüsselsheimer Autobauer relativ nahe, sich mit einem umgerüsteten Speedster auf Diesel-Rekordfahrt zu begeben.

Der flache Opel bekam zu diesem Zweck ein verlängertes Heck, Flügeltüren und aerodynamische Helferlein verpasst. Für die nötige Gewichtseinsparung sorgt die Kohlefaser-Karosserie. Lohn der Mühe: der Eco-Speedster bringt gerade einmal 660 Kilo auf die Waage.

Respektable Fahrleistungen

Unter der Hightech-Hülle des Leichtgewichts nagelt ein recht unscheinbares Herz. Auf schlappe 112 PS bringt es der neue 1,3-Liter Common-Rail-Diesel, der ab Herbst 2003 erste Serieneinsätze bekommen soll. Klingt unspektakulär - reicht in Verbindung mit dem leichten Eco-Speedster jedoch zu respektablen Fahrleistungen. In ersten Test schob das Motörchen die Studie auf 250 Stundenkilometer und verbrauchte dabei im Schnitt nur gut 2,5 Liter Kraftstoff. Eine Marke, von der ein Serien-Speedster bisher nur träumen kann.

In Rüsselsheim steht die neue Diesel-Studie für eine umfassende Selbstzünder-Offensive. Bereits Ende 2003 will Opel vier neue Common-Rail-Dieselmotoren (bis 177 PS) im Programm haben. »Mit einem breiten Leistungsspektrum, geringem Gewicht und günstigem Verbrauch«, wie Opel-Chef Carl Peter Forster betont.

Jochen Knecht