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22. August 2003, 13:11 Uhr

Leicht-Sinn

Sechs Neuvorstellungen in diesem Jahr - Sportwagenbauer Porsche bringt seine Modellpalette auf Vordermann. Vorerst letzter Akt des Rundum-Liftings: die Erneuerung des 911 GT2.

GT2 - der neue und alte Chef der Porsche-Familie© Porsche

Sechs Neuvorstellungen in diesem Jahr - Sportwagenbauer Porsche bringt seine Modellpalette auf Vordermann. Vorerst letzter Akt des Rundum-Liftings: die Erneuerung des 911 GT2. Der Über-Porsche mit dem XXL-Heckspoiler startet stärker, schneller und vor allem leichter ins neue Modelljahr.

Mehr Porsche geht (noch) nicht. Traditionell steckt im GT2 so ziemlich alles, was die Zuffenhausener aus dem Rennsport gelernt haben, kombiniert mit der verlockenden Wohlfühl-Atmosphäre eines echten Luxus-Schlittens.

Felgen-Detail

Geht es nach dem Karosseriedesign, hat man bei Porsche seit 1998 keine neuen Erkenntnisse gewonnen. Der neue GT2 erbt die blecherne Hülle seines Vorgängers. Wer die schwäbischen Flügel-Monster auseinanderhalten möchte, muss sie mit stehenden Rädern erwischen. Einziges Unterscheidungsmerkmal ist das Felgendesign!

Unverwechselbar auffällig

Von den übrigen Verkehrsteilnehmern unterscheidet sich der GT2 allerdings nach wie vor deutlich. Neben der wuchtigen Spoilerlippe mit den riesigen Lufteinlässen ist es vor allem der bügeltischgroße Heckspoiler, der den Zweisitzer so unverwechselbar wie auffällig macht. Im Kampf ums Idealgewicht lassen sich an dieser Stelle entscheidende Kilos einsparen. Wer sich für die Clubsport-Version entscheidet, bekommt die Abtriebshilfe aus unlackiertem Carbon aufs Heck geschnallt. Das treibt die Blickfang-Funktion auf die Spitze und macht den GT2 um 2,8 Kilo leichter.

Ein Porsche für Könner

Selbst wer sich seinen Spoiler lackieren lässt, wird sich kaum über mangelnde Fahrleistungen beklagen können. Die Porsche-Ingenieure haben sich bei der Überarbeitung der Rennflunder vor allem das Motormanagement des Sechszylinder-Boxers vorgenommen. Kleine Eingriffe mit großer Wirkung. Aus 3,6 Litern Hubraum schöpft das Kraftwerk unter Zwangsbeatmung von zwei Turboladern nun 483 PS. 21 Pferdchen mehr, als unter der Motorhaube des Vorgängers eingepfercht waren. Im Gepäck haben die schwäbischen Vollblüter 640 Newtonmeter, die ungezügelt an die Hinterachse ausgeliefert werden. Elektronische Fahrhilfen gibt es nicht. Ein Porsche für Könner.

Die Zahlen sind eindrucksvoll. In vier Sekunden sprintet der GT2 auf 100, nach 12,5 Sekunden fällt die 200er-Marke. Erst bei 319 Stundenkilometern setzt der Luftwiderstand dem Vortrieb ein Ende. Der letzte GT2 brachte es nur auf 315 Sachen.

Gebremst wird keramisch

So viel Temperament will mit Nachdruck im Zaum gehalten werden. Gebremst wird keramisch. Porsches "Ceramic Composite Brake" (PCCB) wiegt gut 50 Prozent weniger als die Verzögerer der Konkurrenz, bei besseren Bremswerten.

Wer es noch sportlicher mag, muss sich bei der Konkurrenz umsehen oder auf Porsches Super-Sportwagen Carrera GT warten. Alle anderen sollten sich Gedanken machen, wie man die 184.674 Euro, die Porsche für einen GT2 überwiesen haben möchte, in der Finanzplanung der nächsten Jahre unterbringt.

Abstimmung

Angenommen, Sie hätten kein finanzielles Limit. Welcher Porsche wäre Ihre erste Wahl?

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Technische Daten
Motor Sechszylinder-Boxermotor mit zwei Turboladern
Hubraum 3.600 ccm
Leistung 483 PS / 355 kW
Bremsen Keramik-Scheibenbremsen rundum, ABS serienmäßig
Länge/Breite/Höhe 4.450/ 1.830/ 1.275 Millimeter
Leergewicht 1.420 Kilo
0-100 km/h 4 Sekunden
0-200 km/h 12,5 Sekunden
Höchstgeschw. 319 km/h
Grundpreis 184.674 Euro
Jochen Knecht
 
 
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