. .
News am 22.05.2012
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
22. Juli 2003, 09:33 Uhr

Vom Winde verweht

In Zukunft muss sich die solvente Kundschaft wohl auch Gedanken darüber machen, wie man die ungeliebten Ungeziefer-Überreste aus den Haaren und von den Gläsern der Sonnenbrille bekommt.

Nach 14 Jahren wieder ein offener Turbo© Porsche

Porsche Fahrer sind es gewohnt, an warmen Tagen ständig Scheiben und Scheinwerfer von klebrigen Insektenresten zu befreien. In Zukunft muss sich die solvente Kundschaft wohl auch Gedanken darüber machen, wie man die ungeliebten Ungeziefer-Überreste aus den Haaren und von den Gläsern der Sonnenbrille bekommt. Der offene Turbo ist das schnellste Cabrio, das Porsche auf die Straße lässt.

Turbo-Bumms

14 Jahre ohne Turbo-Bumms. Die Fans offener Sportwagen aus Zuffenhausen haben ein lange Durststrecke hinter sich. Da bezahlt man schon Unsummen für einen Porsche ohne Dach und muss sich unter Umständen von einem aufgebrezelten Boxster in die Schranken weisen lassen. Eine grauenvolle Vorstellung.

420 PS

Schluss, aus, fertig und vorbei. Ab sofort hat der legendäre Typ 930, der von 1987 bis 1989 die offene Turbo-Tradition begründete, einen Nachfolger. Einen würdigen, versteht sich. Musste sich der Ur-Turbo noch mit 300 PS aus 3,3 Litern Hubraum begnügen, blubbern unter dem obligatorischen Heckspoiler des aktuellen Turbo-Cabrios 420 PS, die der luftgekühlte Boxer aus 3,6 Litern Hubraum schöpft. Zwangsbeatmet. Zwei Turbolader versorgen das Kraftwerk pausenlos mit hoch verdichteter Atemluft.

Der Klassiker: ein Turbo-Cabrio aus dem Jahr 1987© Porsche

Alle Viere

Dabei springen maximal 560 Newtonmeter heraus, die von einer Visco-Kupplung je nach Situation auf beide Achsen verteilt werden. Die Fahrleistungen sind dementsprechend. Den Sprint von null auf 100 Sachen packt der geköpfte Turbo in 4,3 Sekunden, nach 9,5 Sekunden liegen 160 Stundenkilometer an. Die 300er-Marke ist kein Problem - wenn das Dach zu ist. 305 Sachen schafft der Turbo, bevor Roll- und Luftwiderstand der Beschleunigung ein Ende setzen. Mit geöffnetem Verdeck werden dem Porsche schon früher die Beine schwer. Ganz abgesehen davon, dass selbst Cabrio-Fetischisten bei solchen Geschwindigkeiten die Freude am offenen Fahren verlieren.

Spoiler müssen sein

Obwohl man bei Porsche nicht viel von Proll-Extras hält, der Überschuss an Muskelmasse ist nicht komplett zu verstecken. Ohne fest installiertem Heckspoiler darf kein Turbo aus der Garage. Die Abtriebshilfe hat zwar nicht ganz das Bügelbrett-Format vergangener Modelle, ist dafür aber zusätzlich ausfahrbar. Hinzu kommen diverse Löcher, die dem Turbo-Tier zwecks Beatmung des Sechszylinders in den Pelz geschnitten wurden. Die Einlassöffnungen im Seitenteil vor der Hinterachse beatmen die Ladeluftkühlung, während in der Frontschürze drei große schwarze Öffnungen Kühlluft zu den Wasserkühlern leiten und im Rückspiegel den Fluchtreflex der anderen Verkehrsteilnehmer auslösen sollen.

Souveränes Dach

Mit großen Experimenten hält man sich in Zuffenhausen nicht auf. Auch das Turbo-Cabrio hat ein Stoffmützchen im Verdeckkasten, dass sich im Bedarfsfall innerhalb von 20 Sekunden selbst auspackt. Anhalten muss man dafür übrigens nicht. Bis zu einer Geschwindigkeit von 50 Sachen geht der Deckel zuverlässig zu. Das kann keines der so hoch gelobten Blech-Klappdächer.

Stattlicher Preis

Die Extra-Portion Kraft lässt sich Porsche was kosten. 138.652 Euro sollte man schon haben, um sich ein 911 Turbo Cabrio bestellen zu dürfen. Dafür bekommt man seinen Zuffenhausener aber auch in Metallic-Lack gehüllt und mit Leder ausgeschlagen. Außerdem sind Alarmanlage, Bi-Xenon-Scheinwerfer, Zentralverriegelung, Alarmanlage, Navigationssystem, Telefon und CD-Player mit an Bord.

Abstimmung

Ist das Porsche 911 Turbo Cabrio ein Fall für Sie?

Abstimmen Ergebnis anzeigen
Technische Daten
Motor Sechszylinder-Boxermotor mit zwei Turboladern
Hubraum 3.600 ccm
Leistung 420 PS / 309 kW
Bremsen Scheibenbremsen rundum, ABS und PSM serienmäßig
Länge/Breite/Höhe 4.435/1.830/1.295 Millimeter
0-100 km/h 4,3 Sekunden
Höchstgeschw. 305 km/h
Leergewicht 1.660 Kilo
Grundpreis 138.652 Euro
Jochen Knecht
 
 
MEHR ZUM ARTIKEL
Porsche 911 GT3 RS Brutalstmöglicher Super-Käfer

Ausbaustufen für den 911er Porsche finden sich genug. Und alle sind sie durch mehr oder weniger logische Kürzel voneinander zu unterscheiden. mehr...