. .
News am 23.05.2012
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
14. Dezember 2001, 10:53 Uhr

Brummis - zur Kasse bitte!

Ab 2003 brechen für Spediteure und andere Betreiber von Lastwagen teure Zeiten an. Sie müssen dann für die Benutzung deutscher Autobahnen eine so genannte Lkw-Maut zahlen.

Brummi-Kilometer werden teuer© Mercedes

Ab 2003 brechen für Spediteure und andere Betreiber von Lastwagen teure Zeiten an. Sie müssen dann für die Benutzung deutscher Autobahnen eine so genannte Lkw-Maut an zahlen. Der Bundestag verabschiedete einen entsprechenden Gesetzentwurf von Verkehrsminister Kurt Bodewig. Im Schnitt 15 Euro-Cent pro Kilometer werden die Fuhrunternehmer für jeden, auf der Autobahn gefahrenen, Kilometer an den Fiskus überweisen müssen. Mit der Benutzungsgebühr soll der Schwerverkehr an den Kosten für Bau, Unterhalt und Betrieb der Autobahnen beteiligt werden. Als Nebeneffekt kann die Lkw-Maut nach Überzeugung der Bundesregierung dazu beitragen, Gütertransporte stärker auf die Schiene zu verlagern.

Sechs Milliarden Mehreinnahme

Der Verkehrsminister schreibt der Lkw-Maut »keinen wahrnehmbaren Einfluss auf das Preisniveau« in Deutschland zu. »Die preistreibende Wirkung der Maut ist ein Märchen«, sagte Kurt Bodewig. Negative Auswirkungen der Autobahngebühr für Lkw auf den Wirtschaftsstandort Deutschland seien »in jedem Fall auszuschließen«. Anderseits gebe es große Vorteile. So flössen die Mauteinnahmen überwiegend in den Erhalt und den Ausbau von Verkehrswegen. Dadurch würden ab 2003 Stellen in der Not leidenden Bauindustrie gesichert, Lücken und Mängel in der Verkehrsinfrastruktur würden behoben. Das sehen die Betroffenen natürlich ganz anders. So kündigen Möbelspeditionen jetzt schon deutliche Preiserhöhungen für 2003 an. Insgesamt erwartet sich die Bundesregierung Mehreinnahmen von bis zu sechs Milliarden Mark, durch die teuren Brummi-Kilometer.

Kfz-Steuer auf Mindestniveau

Die Errichtung und der Betrieb des neuen Erhebungssystems für die Maut soll nach dem Gesetz Privatfirmen übertragen werden. Etwaige Wettbewerbsnachteile für das deutsche Speditionsgewerbe will Bodewig nicht zulassen. So will er nach Angaben eines Sprechers die deutsche Kfz-Steuer auf das EU-Mindestniveau absenken. Falls andere Länder bestehende Mineralölsteuer-Subventionen nicht abbauten wolle Bodewig entsprechend nachziehen.

Der Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) forderte Entlastungen bei Kfz- und Mineralölsteuer, damit die deutsche Unternehmen im europäischen Wettbewerb keine Nachteile erlitten. Sorge Bodewig nicht schnell für diese Entlastungen, werde der BGL die Einführung der LkW-Maut mit seinen Mitgliedsfirmen boykottieren.

Seite 1: Brummis - zur Kasse bitte!
Seite 2: Ausdehnung auf alle Straßen?