Ende einer optischen Irrfahrt: Mercedes verpasst der E-Klasse im nächsten Jahr ein neues Gesicht. Außerdem fliegen Falze, Sicken und Schnörkel aus dem Blechkleid. Die Erlkönig-Bilder.
Der Golf VII ist ein komplett neues Auto - aber auf dem ersten Blick sieht der Neue aus wie der Vorgänger. Ganz anders die E-Klasse von Mercedes: Hier wird das aktuelle Modell nur überabeitet, es soll aber wie ein neues Fahrzeug wirken.
Vier Jahre nach der Markteinführung wird die E-Klasse Anfang 2013 optisch aufgefrischt, Facelift nennt man das in der Fachsprache. Und das ist bei Mercedes in der Regel fast unsichtbar. Doch dieses Mal gehen die Stuttgarter beim Flaggschiff der oberen Mittelklasse in die Vollen. Das Ziel ist klar: Mitten im Lebenszyklus soll die E-Klasse ein ganz anderes Lebensgefühl vermitteln und die Konkurrenz BMW und Audi in Schach halten.
Front- und Seitenansicht sollen von den überladenen Kanten des aktuellen Modells befreit werden. Motorhaube und Scheinwerfer werden dafür ausgetauscht. Die eckigen und zweigeteilten Leuchten haben sich als optischer Irrweg herausgestellt. Zugleich bekommt die E-Klasse neue Türen und Kotflügel verpasst, so erhält auch die Seitenansicht mehr Profil und Schwung. Insgesamt wirkt die E-Klasse dadurch deutlich geglätteter und geschlossener.
Technisch wird das Facelift mit zahlreichen neuen Assistenten aufgewertet, auch soll eine Neun-Gang-Automatik verfügbar sein. Außer den kostenpflichtigen Extras halten sich die Veränderungen im Inneren allerdings in Grenzen. Das Cockpit wird fast unverändert übernommen.