Kaum zu glauben, aber das ist wirklich ein Golf! Das CC Coupé wird der Hingucker der neuen Golf-Flotte, die Ende des Jahres an den Start geht. Was VW noch alles mit seinem Bestseller plant. Von Gernot Kramper
Der VW Golf verkörpert die klassischen deutschen Tugenden im Automobilbau: robust, praktisch und zuverlässig. Die erste Baureihe sah sogar überraschend cool aus, das lag aber nur daran, dass ein Italiener, Giorgetto Giugiaro, diese Ikone zeichnete. Der Golf von heute, die Reihe VI, ist sicher ein gutes Auto, aber kein Meilenstein des Autodesigns. Der nächste Golf und seine Ableger sollen dagegen wieder Akzente setzen.
Heute reicht es nicht mehr, nur praktisch zu sein. Die Sperrspitze der nächsten Golf-Flotte wird dann auch nicht mehr ein patenter Fünftürer, sondern ein viertüriges Sportcoupé sein, der Golf CC. 2014 stellt VW das Coupé neben den Jetta. Die Länge bleibt gleich, der CC wird aber deutlich schlanker und flacher als die Limousine. Der CC folgt so dem alten Coupé-Rezept: weniger Auto für mehr Geld.
Beim Passat ist das CC-Konzept bereits aufgegangen, hier hat es VW bereits geschafft, auf Basis des langweiligen Vertreterautos Passat ein Designmodell im Markt zu etablieren. Attraktiv ist das CC-Konzept für den Konzern, weil es weder Einstiegsmotoren noch eine einfache Ausstattung gibt. CC gibt es nur in teuer. So wird es auch beim Golf CC sein. Er soll gegen Modelle wie die kommende Audi A3 Sportlimousine, der BMW 1er GT und Mercedes CLA antreten. In diesem Umfeld ist er dann immer noch die günstigere Alternative.