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1. Dezember 2009, 09:54 Uhr

750 Millionen für den Audi-Maximus

Premiere Audi A8

© Audi

Acht Zylinder, acht Gänge

An den Start geht der A8 zunächst mit zwei überarbeiteten Achtzylinder-Motoren, einem 4,2-Liter-Benziner (FSI-Direkteinspritzer) mit 372 PS (zuvor 350 PS) und einem gleich großen Diesel mit 350 PS (zuvor 326 PS). Beide sind nicht nur mit einem neuen Achtgang-Automatikgetriebe gekoppelt, sondern auch wesentlich effizienter als ihre Vorgänger. Das Werk verspricht 9,4 Liter, was einem CO2-Ausstoß von 219 Gramm entspräche. Damit wäre der A8 FSI genauso sparsam wie der BMW-Siebener-Hybrid, und dies sogar ohne Stopp-Start-Funktion (folgt später). Beim TDI-Achtzylinder soll der Verbrauch bei 7,6 Liter liegen, entsprechend 199 Gramm CO2 pro Kilometer. Laut Stadler sind das gegenüber dem Vorgänger 20 Prozent weniger. Preislich beginnt der FSI bei 89 300 Euro, der TDI bei 90 800 Euro.

Sechs Liter Verbrauch

Im Sommer 2010 folgt dann ein Dreiliter-TDI (ab 72 200 Euro). Der 250 PS und 550 Nm starke Diesel-V6 verfügt über den gleichen Achtgangautomaten, eine Bremsenergierückgewinnung (Rekuperation) und eine Stopp-Start-Einrichtung. So sollen mit Frontantrieb ein Verbrauch von 6,0 Liter und ein CO2-Ausstoß von 159 Gramm pro Kilometer möglich sein. Auch einen Benziner-Sechszylinder will Audi im A8 bis Ende 2010 nachreichen. Das Dreiliter-Turbo-Triebwerk (TFSI) mit 290 PS wird den ehemaligen 2,8- und 3,2-Liter-V6 ersetzen und kommt ebenfalls in Kombination mit Frontantrieb. Krönung der Audi-Motoren bleibt der bekannte Sechsliter-W12, der allerdings auf Direkteinspritzung (FSI) umgebaut wurde und somit die geforderte Abgasnorm Euro 5 einhält. Optisch erhält der ausschließlich als Langversion (5,26 Meter) angebotenen Zwölfzylinder-A8 ein bisschen mehr Chromzierrat. "Besonders die Asiaten mögen so etwas", weiß Designchef Stefan Sielaff.

Hybrid kommt erst 2011

Obwohl BMW und Mercedes bereits einen Hybrid in ihren Luxus-Linern anbieten, muss Audi bei diesem Thema seine Öko-Kunden vertrösten. Erst 2011 will man damit kommen. Dann jedoch richtig. Denn während die Münchener und Stuttgarter auf Mild-Hybrid setzen, also nicht rein elektrisch fahren können, setzt Audi ausschließlich auf die Full-Hybrid-Technik, wie sie beispielsweise auch Lexus anbietet. Der A8 Hybrid fährt mit seiner Lithium-Ionen-Batterie (1,5 kWh) rund zwei Kilometer und bis zu Tempo 80 emissionsfrei mit Strom. Einen Hybrid-A8-Prototyp wollen die Ingolstädter im März auf dem Genfer Autosalon präsentieren. Sehr überzeugt ist man allerdings von der teuersten Art, Sprit zu sparen nicht. "Wir machen das, weil der Kunde dies von einer Marke wie Audi erwartet", sagt Entwicklungschef Michael Dick, "wirtschaftlich aber ist es Blödsinn. Ein Hybrid ist teuer und verbraucht mehr als ein gleichstarker Diesel."

Von Michael Specht
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KOMMENTARE (10 von 25)
 
Aquarius2 (03.12.2009, 19:14 Uhr)
@SpringbokCT
In allen Fällen, in denen Gewinne und Verluste
vollständig privatisiert oder
vollständig sozialisiert werden.
(Dumm macht die Kenntnis einiger Werke des K.M. übrigens auch nicht.)
SpringbokCT (03.12.2009, 06:40 Uhr)
Aquarius2
Bei welchem Thema bauen Sie denn keine Brücke zum Marxismus?
gesox (02.12.2009, 20:14 Uhr)
CO2-Ausstoß von 219 Gramm
Das nenne ich zeitgemäß - ein Wagen, der doppelt so viel Sprit verbraucht und doppelt so viel CO2 raushaut wie eine andere fünfsitzige Limousine, und einen Hybrid gibt es erst 2011, also lediglich 12 Jahre nach Markteinfühung des Toyota Prius. Unsere Autobauer sind wieder mal ganz vorne mit dabei...
Es mag ja sein, daß Asiaten und Amerikaner solche Dickschiffe mögen, aber geht da nicht noch was, liebe Audi-Ingenieure? Muß es denn unbedingt die Motorleistung eines Flugzeugträgers sein, wenn der Wagen denn so schön leicht geworden ist kann man doch als angemessene Beschleunigung von Null auf halbe Lichtgeschwindigkeit auch ein paar Sekunden mehr ansetzen.
Aquarius2 (02.12.2009, 18:17 Uhr)
"Audi-Maximus"
Der Titel ist gut.
Irgendwie baut sich in den letzten Monaten bei mir auch eine gedankliche Brücke zwischen Auto und Marxismus auf.
Woher kommt das nur?
mid63 (02.12.2009, 12:56 Uhr)
Im Exteriordesign eine Melange in Alu ...
aus Versatzstücken des A4/A5 gekreuzt mit dem abzulösenden A8. Gewürzt von den Leuchtenstylisten des A3 und R8, die nun mal was Großes machen durften, aber nicht konnten.

Vom Exteriordesign der Audis bin ich schon seit Jahren nicht verwöhnt, doch schlimmer geht wirklich immer. Herr Sielaff hat das Ziel erfolgreich erreicht, mit minimalstem Design größtmögliche Langeweile zu verbreiten! Er selber träumt zwar, wie an anderer Stelle zitiert, vom neuen A8 im Museum-of-Modern-Art. Egal was er für diese Vision vorher eingeworfen hat, er soll mehr davon nehmen, dann kommt auch möglicherweise wieder Bewegung in das festgefahrene Audi-Design!

Dumm nur, wenn die eigenen Händler wegen des benötigten Spezialwerkzeugsatzes zur Reparatur des in solchen Fällen heiklen Audi Space Frames und der Vermarktungsvorgaben in Sachen Showroom und Vorführfahrzeugen besonders viel Geld in die Hand nehmen müssen, um den A8 überhaupt verkaufen zu dürfen.Oder wird das beim neuen A8 anders gehandhabt - im Zeichen der Finanzkrise?
tomcat68 (02.12.2009, 12:35 Uhr)
im westen nichts neues....!!!
kommt mir beim betrachten des A8 in den sinn. man nehme einen A4, bläßt ihn auf, die front unverändert, nur die rückleuchten wurden designmäßig durchgestylt, fertig ist der neue A8. größer, teurer....etc.

mit den singleframegrill hat sich audi ein ei ins nest gelegt, von den die audianer nicht mehr so schnell wegkommen. es sei dann nur, wenn ein designer mut zeigt, das audigesicht zu verändern.
SeppJones (02.12.2009, 12:26 Uhr)
Irgendwie habe ich das Gefühl da wurde
die geplante Neuauflage des VW Phaeton ein wenig Richtung altem A8 abgeändert und fertig war der "Neue" A8.
Da gibt es wohl für den Phaeton keinen Nachfolger mehr?
jo--jo (02.12.2009, 12:25 Uhr)
Au ne
Sehr geschmäcklerisch und überladen... das Kunstwerk aus dem großen Baukasten ;-)
ks1301 (02.12.2009, 11:27 Uhr)
na, alles korrekt?
ein Schelm der da Böses denkt! Freiflug, 5-Sterne Hotel, tolle Bewirtung... Wer da nicht Positives berichtet ist beim nächsten Mal nicht dabei! Nehme den Artikel nicht ernst!
GKF1964 (02.12.2009, 10:55 Uhr)
Ein gelungenes Nachfolgemodell
Dass die Ingolstädter sehr gute und qualitativ hochwertige Fahrzeuge bauen, kann man an dem Nachfolgemodell sehr schön erkennen.

Hier wird deutsche Ingenieurskunst in reale Werte umgesetzt.
Man darf vermuten, dass man selbst bei diesem Fahrzeug, die Uhr noch im Stillstand ablesen kann. Dies ist bei Entwicklungsleistungen ausserhalb Deutschlands, nicht immer gegeben. ;-)
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