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Die Alfisti hatten gewählt: "Furiosa" solle der neue kleine Alfa heißen. Doch die Chefs bei Alfa haben anderes beschlossen: "Mi" soll an Milano, "To" an Torino erinnern. Furios dürfte der Alfa MiTo trotzdem werden.
Früher, als Heinz Maegerlein fragte: "Hätten Sie's gewusst?", spielte das Bildungsbürgertum als Bezugsgröße des Fernsehens eine Rolle. Berichte und seriöse Nachrichten sollten auch sprachlich korrekt sein. Inzwischen aber wird nicht nur mit der Sprache geschludert, sondern neuerdings auch mit der Aussprache.
Da es dem einen oder anderem hier zu banal erscheint, will ich doch gleich mal in das Horn stoßen und noch ein paar Exponentialstufen mehr Banalität zum Anlass nehmen, mit vollem Vorsatz dafür zu sorgen, dass die gepflegte Langeweile Einzug halten kann. Und mit was könnte man besser langweilen, als mit Geschichten über sich selber. Deshalb die Frage: „Hab ich euch schon mal die Geschichte von den absurdesten Konversationen zwischen Fotograf und Modell erzählt?“ Ein nimmer versiegender Quell an menschlichen Verfehlungen, Entgleisungen und Schrägheiten, der sich schwerlich ausdenken lässt. Denn man muss es quasi „live“ erleben. Andernfalls mutet es dem Reich der Märchen und Mythen an. Die Geschichte der Kommunikation ist also eine Geschichte voller Irrtümer und Missverständnisse. Grundsätzlich sollte sich jeder, der sich fernschriftlich auf elektronischem Wege mit anderen austauscht, vollkommen darüber im Klaren sein, dass das geschriebene Wort durchaus einen mehr oder weniger großen Interpretationsspielraum haben kann. Ergo sollte man erwarten, dass man, um eben diesen Spielraum so klein und gleichzeitig den Verständnisfaktor so groß wie möglich zu halten, klare unmissverständliche Formulierungen wählen sollte. Dass eine Erwartung in dem Fall einen völlige Fehlannahme ist, steht dann auf einem anderen Blatt. Begonnen mit reinen Formalien wie eine kleine, in der Bevölkerung wohlwollend betrachtete und etablierte Gruß- und Verabschiedungsfloskel, schafften die nötige persönliche „Atmosphäre“ und beweisen neben einer vermeintlich vorhandenen Sozialisierung, dass der Gegenüber simpelste Grundregeln nicht nur gelernt hat, sondern sie auch zweckgebunden einsetzen kann. Alles andere lässt nämlich auch wieder eine gewisse Interpretation zu. Und dabei kommt der Benutzungsscheue oder – unfähige in Sachen Aussenwirkung nicht unbedingt gut davon. Gewisse Schulabschlüsse, bzw. deren Abwesenheit sind garantiert kein Makel. Ich frage mich nur, warum so viele sog. Modelle, einem ständig versuchen, das Gegenteil zu beweisen. Stellt man sich nun darüber hinaus einer angemessenen Orthographie, Interpunktion und Groß- und Kleinschreibung gegenüber mal taub, dann steht einem gelungenen Meinungsaustausch so gut wie nichts mehr im Wege. Sollte man denken. Wäre da nicht der Faktor „Im Internet kann ich mich wie ein Vollidiot benehmen. Es ist ja so schön anonym und keiner kann mir was.“ Nun wird sich sicherlich keiner tatsächlich auf die Socken machen, um dem mopsbackigen Klugscheisser-Blondchen real die Meinung zu geigen, aber eben diese vergessen nur zu schnell, dass das Internet eben einfach doch kein rechtsfreier Raum ist. Vor allem dann nicht, wenn der Schlenkerpuppengleich gebaute Pickelgesicht-Interims-Betthase via Email den 5-Zentner-Silberrücken markieren will und mit ihren angeblichen „Kollegen“ aus einer kraftradbewegenden Vereinigung junger in schwarzes Rindsleder gehüllter Männer drohen. Argumentative Vollbrache begegnet einem genauso wie strandähnliche Flachheit in Sachen Satzbildung. Wer verstanden werden will, benutzt besser keine Sätze, in denen u. U. ein Komma zu finden ist. Denn das wird heutzutage nurmehr als symbolisches Augenzwinkern eingesetzt. Wenn nicht gar ein Semikolon. Strichpunkt für die Fremdwortverweigerer. Das Apostroph wird gar für einen von diesen Typen gehalten, die mit diesem komischen vollbärtigen Tischler abends in der Kommune an der Tapeziertafel nur trockenes Fladenbrot und Lambrucso immer zum letzten Mal weg pressten. Fängt man an irgendeiner Stelle an – weil man sich doch in einem schwachen Moment hat dazu hinreissen lassen – zu erläutern, warum man dieses oder jenes gerne dann so veranstalten möchte, wie man es sich auch nun selber überlegt hat, baut sich gerne mal eine Wand aus Fragezeichen vor einem auf. Wobei das ja noch die „harmlosere“ Variante ist, denn meistens legt sich reflexartig wie beim Schlag auf die Kniesehne ein Schalter in der synaptisch minder verknüpften Hemisphäre knapp unterhalb des Wasserstoffperoxid-Friedhofes um, und ein letztes Aufbäumen der Zynismus-Drüse ist zu erwarten. Das naheliegendste Prinzip – nämlich das der unmittelbare Nachfrage bei Nichtverstehen – sucht man vergebens. Als psychopathischer Irrer wird man da schon mal betitelt, wenn man nach einer nicht nachvollziehbaren längeren Pause in der Kommunikation nur eine einfache Nachfrage in Sinne der Wiederaufnahme der selbigen sendet. Gerne vergessen wir Taugenichtse ja, dass die Gattung Modell einen so brutal überfrachteten Terminkalender hat und deswegen auch nicht innerhalb von 14 Tagen ein Ja oder Nein tippen kann. Der Facebook-Status wird zwar akribisch alles 15 Minuten mit allen noch so redundanten Informationen erneuert, aber konkrete Anlässe wie die eventuelle Beschäftigung als Workshopmodell sind absolut nicht im Zeitmanagement unterzubringen. Nicht dass man selber drauf kommen könnte, dass die dusseligen Ausreden soviel Bestand haben wie ein Soufflé beim Aufreissen der Ofenklappe. Weil die geltungssüchtigen Teenie-Gören mit dem gänzlich verschobenen Selbstbewusstsein natürlich alles öffentlich „posten“, wundern sie sich dann aufgebracht darüber, dass man letztlich wen anders – wen zuverlässiges – gefragt hat, unterstützt auch durch Sätze wie „Boah....sitze seit zwei Stunden vor der Glotze, es kommt nur Mist. LAAAAAAAAAAAAAANWEILIG!“ Ganz keck wird es, sollte man die Unverschämtheit besitzen, Prinzessin Lillyfee gar eine Absage zu erteilen, wenn sie 100 % der Meinung ist, eine Bereicherung für das eigne fotografische Schaffen und das reale Leben zu sein. Da kann ich mich nur bei den rückgratlosen Eltern bedanken, die ihrer Göre ständig Puderzucker ins kleine Popöchen pusten und nicht mal beizeiten vermittelt haben, dass ein hübsches Gesicht keine royale Gnade ist, sondern lediglich das biologische Zufallsprodukt geboren aus der individuellen Abfolge mehrerer 1000 Nukleinsäuren. Auch hinter einem gefälligen Äusseren kann sich der hässliche Charakter verbergen. Und auch Abitur schützt vor Blödheit nicht! In diesem Sinne Es grüßt der Papendieck P.S.: Nur damit kein falsches Licht auf die abgebildeten Damen fällt. Die Bilder haben nicht mit dem hier geschilderten zu tun.
Als ich im Hotelzimmer in Dallas die "Dallas Morning News" aufschlage, springen mir Schlagzeilen entgegen wie: "Ike, der Monstersturm, Killersturm, Zerstörer". Wir waren am Vortag in das 220 Meilen nördlich gelegene Dallas gefahren, so wie wir es schon länger geplant hatten, denn wir hatten Karten für das 'Eagles Konzert' erstanden. Mein Bruder war glücklicherweise schon einen Tag vorher in Houston eingeflogen und so konnten wir alle Houston den Rücken kehren bevor "Ike" eintraf. Aber jetzt waren wir natürlich auf die neuesten Nachrichten in Fernsehen und Zeitung angewiesen. Die Bilder von Galveston waren schockierend. Da, wo sonst in Strandnähe ein beach house hinter dem anderen stand, sah man nur noch einen einzigen grossen Haufen mit Holzbruchstücken. Das Regengebiet, das am Samstag nach dem Sturm über Houston zog, brachte zusätzliche Regenmassen ueber die ohnehin schon arg gebeutelten Regionen. Viele Strassen und selbst Highways standen unter Wasser. Genauere Informationen bekamen wir über Handy von Freunden und Nachbarn, die in Houston geblieben waren: kein Strom, kein Benzin, die Strassen blockiert mit umgestürzten Bäumen oder abgebrochenen Aesten, die Wasserversorgung noch unklar. Bei der Rückfahrt von Dallas nach Houston wird uns schnell klar, mit welcher Intensitaet Wind und Sturm gewütet hatten. Ab Huntsville sind entwurzelte Bäume und umgeknickte Schilder zu sehen. In unserem Wohngebiet sind umgeknickte Bäume und Aeste am Strassenrand stumme Zeugen dafuer, dass "Ike" auch hier gewuetet hat. Der Park mit Spielplatz ist heller als sonst, da viele Baeume fehlen. Die Aufräumungsarbeiten sind im Gange, aber es gibt weder Strom, noch Gas, noch Telefon oder Wasser. Fernsehempfang gibt es nur ueber eine alte terrestrische Antenne und an Internet-Service ist nicht zu denken. Im Haus kontrolliere ich sofort, ob alles in Ordnung ist, jedoch der gewohnte Griff zum Lichtschalter bleibt unbeantwortet. Ich schmeisse als erstes den Generator an, um wenigstens etwas Strom im Haus zu haben, z.B. fuer den Ventilator, der etwas frische Luft ins Haus blaest um Schimmel vorzubeugen. Alles, was im Kuehl- und Gefrierschrank war, muss in den Müll. Die Schadensbilanz fuer Haus und Grundstück ist gering. Bis auf einen Zaun und 2 Baume steht alles noch. Ein paar Dachschindeln muss ich erneuern, aber ich war froh, dass es keinen Wassereinbruch gab. Mein Nachbar hatte weniger Glück. Auf seinem Haus liegt bislang immer noch eine ca. 30 Meter hohe Kiefer, die Dach und Fassade massiv beschädigt hat. Bei unseren Freunden landete ein Baum im Pool und anderen Bekannten fiel ein Baum auf's Auto. Was wie immer in so einer Situation auffällt, ist die Hilfsbereitschaft der Nachbarn. Jeder hilft jedem, egal ob Wasser oder Benizn fehlt oder der Stom vom Generator verborgt wird, um den Gefrierschrank mit den vielen Steaks zu retten. Es ist durchaus ueblich eine halbe Kuh zu kaufen und diese portioniert einzufrieren. Schule ist die ganze Woche nicht und wann der Strom wiederkommt, bleibt abzuwarten. Das Summen der Generatoren ist allgegenwärtig. Galveston hat es am Schlimmsten getroffen. Die Menschen, die dort ihr Zuhause hatten, warten immer noch darauf, zurückkehren zu dürfen. Viele haben alles verloren. Es wird Monate dauern, bis dort so etwas wie Normalität einkehrt. Ich hoffe für alle das beste und möge sich die lage schnell normalisieren. (Ich tippe bei Kerzenschein und hoffe ich kann dies bei meinem Kumpel Matthias posten in der Hoffnung man möge mir den einen falschen Apostroph oder grammatikalischen Fehltritt diesmal verzeihen... Selbst Downtown Houston wurde nicht von der Zerstörung verschönt. Matthias hatte das Foto vom Chase Tower gemacht. Die hellen Fenster sind mit Sperrholz vernagelt.
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