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Frischer Wind aus neuen Motoren

Optisch aufgehübscht starten Cabrio und Coupé in die zweite Lebensphase. Die echten Überraschungen lauern jedoch unter der Haube. Erstmals gibt es bei Mercedes ein Cabrio mit Diesel-Motor.

Von Gernot Kramper

Auch nach zwei Jahren überzeugen beide Varianten der CLK-Klasse durch ihre elegante Optik. Die Neuerungen sind in der Tat überschaubar: Der neue Fronstoßfänger sticht durch die Pfeilung hervor, eine neue Kühlermaske sorgt für mehr Frischluft. Die Front wird damit auf mehr Sportlichkeit getrimmt. Im Innenraum gibt es etwas Feinschliff bei der Mittelkonsole und dem Instrumententräger. Nebenbei wurden die Ausstattungspakete neu geschnürt. Die "Avantgarde"-Ausführung rollt nun auf lackierten 17-Zoll-Felgen mit fünf Doppelspeichen daher, das "Elegance"-Paket erhält 16-Zoll-Neunspeichenfelgen. Wer es flotter mag, kann auch zum AMG-Päckchen greifen, dort gibt es sogar 18-Zoll-Räder, außerdem gelochte Bremsscheiben und ein Sportfahrwerk.

Die Klasse der Eleganz

Der Verzicht auf die B-Säule beim Coupé hat noch immer nichts von seinem Reiz verloren. Sind alle Scheiben versenkt, fühlt man sich beschwingter als in jeder Limousine. Beim Cabrio blieb Mercedes beim klassischen Stoffdach. In Sachen Geräuschdämmung und Sicherheit kann es mit Stahlkonstruktionen ohne weiteres mithalten. Optisch wollte man dem eleganten, offenen Viersitzer kein Buckelheck zumuten, das nötig gewesen wäre, um ein Stahldach dieser Größe aufzunehmen. Das Verdeck verschwindet vollautomatisch und im Stand. Einmal geöffnet, besticht der Wagen durch seine elegante Linienführung. Fahrer kleinerer Cabrios spötteln manchmal über den Rentner-Charme der großen Brüder. Die tatsächlichen Kunden sind dagegen meist jünger als bei den hochpreisigen, reinen Zweisitzern. Der Grund ist ganz einfach: Hier sind noch Kinder mit im Haushalt, die auch mal die schöne Aussicht genießen wollen. Die Sitzverhältnisse reichen zu diesem Zweck aus. Die zweite Reihe ist vielleicht nicht die erste Wahl für ältere Herrschaften und lange Strecken, der eigene Nachwuchs sitzt aber mehr als gut. Auch bei geöffnetem Verdeck steht ein zufrieden stellender Kofferraum bereit.

Die Motoren-Offensive rollt

Ob Coupé oder Cabriolet, der CLK bleibt ein Showcar, das von der Optik lebt. Umso erstaunlicher, dass das Interesse beim Facelift sich auf die Innereien unter der Haube konzentriert. Denn dort tut sich Entscheidendes. Mercedes setzt auch in der CLK-Klasse seine neue Allzweckwaffe ein - den 3,2 Liter Sechszylinder-Dieselmotor mit 224 PS und 510 Nm. Dem Gentleman mit den Barbarenkräften gebührt die Ehre, als erster Diesel ein Stuttgarter Cabrio anzutreiben. Der erste Eindruck: Besser geht es nicht, Gratulation! Seidenweich der Lauf, überragend die Kraftentfaltung beim Tritt aufs Pedal, sonor und angenehm der Klang. Es ist zwar bekannt, aber man kann es nicht häufig genug sagen: Die Diesel dieser Generation dieseln und nageln nicht mehr, sie verbreiten einen zivilisierten Wohlklang, dem man auch ohne Dach gerne lauscht.

Der Belcanto-Diesel

Für den deutschen Markt ist der Sechszylinder-Dieselmotor sicher der spannendste Neuzugang, aber auch bei den Benzinern hat sich viel getan. Gleich drei neue Sechszylinder werten die Modelle auf. Alle neuen Motoren erreichen mehr Leistung bei geringerem Verbrauch als die Vorgänger. Die Diesel schaffen Euro 4 und werden in Deutschland, Österreich, Schweiz und in den Niederlanden mit Rußfilter ausgeliefert. Anstelle des alten 240er bekommt der Kunde nun den 280er-Motor ohne Preiserhöhung. Der 350er ersetzt den 320er. Der neue Sechszylinder im CLK 280 schöpft aus 2996 Kubikzentimeter Hubraum 231 PS. Das reicht für eine Beschleunigung auf 100 km/h von 7,4 Sekunden beim Coupé und 7,7 Sekunden beim Cabrio. Das maximale Drehmoment liegt bei 300 Nm. Mit Handschaltung langt das zum Erreichen der Abregelungsgrenze von 250 km/h. Das Cabrio schafft es nicht ganz. Der kleine Sechszylinder 230 besitzt 2496 Kubikzentimeter Hubraum (204 PS) und erreicht ein maximales Drehmoment von 245 Nm.

Für die Rennfraktion

Mehr Fahrspaß bietet allerdings der neue Diesel. Etwas mehr Temperament entwickelt erst der Sechszylinder im CLK 350 mit 272 PS. Mit ihm fahren beide Varianten an die Abregelungsgrenze. Die Tempo-100-Mauer wird nach 6,4 Sekunden bzw. nach 6,7 Sekunden erreicht. Der Hubraum liegt bei 3498 Kubikzentimeter. Das sollte mehr als genug sein, doch mit der Leistung geht es weiter nach oben. Top-Motorisierung bleibt der Achtzylinder im 500 mit 306 PS. Darüber hinaus geht noch der CLK 55 AMG. Sein Achtzylinder leistet 367 PS und produziert ein maximales Drehmoment von 510 Nm. Damit donnert der CLK in 5,2 Sekunden bzw. in 5,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h.

Unter allen Hauben zu Hause

Auch in der CLK-Klasse hinterlässt der neue Sechzylinder-Diesel den besten Eindruck. Erstaunlich, wie ein Triebwerk in so unterschiedlichen Fahrzeugen wie der neuen M-Klasse und dem CLK-Cabrio begeistern kann. Das Coupè wird auch noch als 220 CDI angeboten, die Mehrkosten von 2.800 Euro für den großen Diesel sollten aber investiert werden. Deutlich überlegen zeigen sich erst die Achtzylinder, die aber, was den Verbrauch und den Preis angeht, in einer anderen Liga angesiedelt sind.

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