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28. Januar 2009, 15:25 Uhr

Opel unter Strom

Die Autobranche ist derzeit elektrisiert. Kaum ein Autobauer hat sich nicht die Serienreife eines Elektrofahrzeugs ganz oben auf die Fahne geschrieben. Opel stellt jetzt den Ampera vor, der technisch und optisch auf dem Chevrolet Volt der amerikanischen Mutter GM basiert.

Opel Ampera, Elektroauto, Antrieb, Chevrolet Volt, GM, Ampera

Steht noch im Dunkeln: Man hält sich bei Opel mit optischen Details zum neuen Ampera bedeckt© Hersteller

In dieser Kompaktlimousine stecken die Hoffnungen des schwer angeschlagenen General-Motors-Konzerns – und auch ein bisschen die Zukunft der deutschen Tochterfirma. Auf dem Genfer Autosalon Anfang März will Opel das Elektroauto Ampera vorstellen. Der Ampera basiert auf dem US-Modell Chevrolet Volt, das bereits Ende 2010 marktreif sein soll. Techniker im Entwicklungszentrum von GM in Warren, Michigan, arbeiten mit Hochdruck an diesem Projekt.

Nur etwa ein halbes Jahr später, im Frühsommer 2011, will dann Opel das Schwestermodell für den europäischen Markt präsentieren. Bei dem Ampera handelt es um ein Mittelklasse-Fahrzeug, das weitgehend in den USA entwickelt wurde. Es wird von einem Elektromotor angetrieben und hat mit seiner gut 200 Kilogramm schweren Lithium-Ionen-Batterie eine Reichweite von 60 Kilometern – genug für Mehrheit der Berufspendler, so Opel.

Das Besondere an dem Volt-Konzept ist ein sogenannter range extender, ein Reichweitenverlängerer. Ein Vierzylinder-Benzinmotor, der in ähnlicher Form in den Opel-Modellen Corsa oder Astra läuft, produziert im Ampera Strom und kann die Batterie laden. So soll die Reichweite des Fahrzeugs auf die eines herkömmlichen Personenwagens mit Benzinmotor ausgedehnt werden. Von rund 350 Kilometern ist die Rede. Für den Ampera, für den Opel noch keine weiteren Details bestätigt, erwarten Branchenexperten einen Kaufpreis von rund 30.000 Euro.

Abgesehen vom europäischen Design mit deutlichen erkennbarer Opel-Herkunft wird dieses Elektroauto allerdings ein weitgehend amerikanisches Produkt sein – gebaut im GM-Werk Hamtramck in Michigan.

Frank Janßen
 
 
KOMMENTARE (7 von 7)
 
Joemiller (30.01.2009, 09:40 Uhr)
Innovation made by OPEL / GM
Allem Gerede zum Trotz, OPEL und GM entwickeln gemeinsam ein ELEKTRO-AUTO im Mittelklasse-Segment. Unter den Namen VOLT ( USA ) und AMPERA ( Europa )wird Anfang 2011 ein innovatives Fahrzeugmodell angeboten. Die geplante Reichweite mit ca. 350 Kilometer ist m.E. absolut ausreichend. Der angepeilte Verkaufspreis ca. 35 000 Euro kann sich im vergleich zu den Wettbewerbern sehen lassen. Mit diesem innovativen Fahrzeugkonzept ist OPEL auf dem richtigen Weg.
STR_EDDS (29.01.2009, 12:54 Uhr)
Neue Rohstoffe
Falls sich E-Autos auf LiIo-Basis durchsetzen, werden wir auf der Welt das nächste Gekloppe um Rohstoffe haben. Statt um Öl geht es um seltene Erden. Akkus und Neodym-Magnete wollen auch produziert werden. Und im Unterschied zum Öl, verknappen sich die Rohstoffe für Letztere schon jetzt.
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@DarkSpir: Wenn es nicht öffentlich wäre, würde ich Ihnen gerne mal die Erfahrungswerte aus zwei Hybrid-Toyotas aus unserem Fuhrpark weitergeben. Sie würden danach vermutlich lieber wieder zu einem kleinen Diesel greifen. Ebenso wie wir. Bleiben Sie dem guten Adam noch treu. Ist bestimmt kein Fehler. :-)
DarkSpir (29.01.2009, 08:26 Uhr)
Reichweite eines Benzin-Motors
"Wir haben ein Elektroauto entwickelt, dass die Reichweite eines Autos mit Benzinmotor hat. Dafür haben wir einen Benzinmotor eingebaut, der die Akkus wärend der Fahrt auflädt. Wer den nicht braucht, muss ihn nicht benutzen und schleppt ihn als totes Gewicht mit sich rum, hat dann auch nicht den Reichweitenvorteil"
Finde nur ich die Argumentation im Zusammenhang mit Elektroautos seltsam? Fand GM/Opel das Konzept vom Toyota Prius nicht interessant, der bereits länger schon auf dem Markt IST?
Ganz ehrlich? Als gebürdiger Rüsselsheimer finde ICH es interessant. Mein nächstes Auto wird von Toyota sein, sofern Opel bis dahin den Arsch nicht hochbekommen hat und selbst ein Hybridfahrzeug entwickelt.
gmathol (29.01.2009, 00:16 Uhr)
Der Preis wird bei mindestens: 30.000 Euro liegen.
Da wird die Luft schon sehr duenn um Kaeufer dafuer zu finden und glaubt man das man den Strom dafuer umsonst bekommt.
Es gibt bereits Berechnungen das die Kosten fuer 100 Kilometer nur fuer den Strom bei ueber 12 Euro liegen wuerden. Mal abgesehen davon das fuer die Langstrecke der am Bord befindliche Generator schon nach 100-120 km einspringen muss und der wird mit Benzin betrieben und der Verbrauch liegt auf Diesel-Niveau ohne das die gleiche Leistung erreicht wird.
Dieses Konzept gab es schon in den 90'igern - Corsa Selectra - und wurde als unwirtschaftlich verworfen. Bekanntermassen wiegen Batterien ja nichts - oder doch?
Pete87 (28.01.2009, 23:54 Uhr)
JAJA
wartet mal ab wenn sich die ganzen Leute um die letzten Tropfen Erdöl kloppen dann kommen ganz schnell die E-Autos.
Corazito3333 (28.01.2009, 22:51 Uhr)
immer schneller, immer größer...und dann???
Formel 1 für 220.000 Mios - gegenüber steht die Kurzarbeit. Opel hat dann auch ein neues Auto...innovative Technik??? oder wie??? Ah, Technik - die Spaß macht wie Toyota??? Stopp, Forschung in die andere Richtung......... wir brauchen nicht noch mehr Autos!!
nichtvergessen (28.01.2009, 16:31 Uhr)
gaehn
alle paar Tage will dann wiedermal irgendeiner ganz bald ein serienreifen Strom PKW auf den Markt bringen. Schon seit Jahren.... jaja und der faehrt dann so um die 400 Kilomter weit und kostet wahrscheinlich so ca. 30.Tausend Mark oder Euro. Wollten die eigetnlcih schon 1960,in den 70zigern, waehrend der Oelkrise, Ende der 80ziger, nachm Mauerfall, vorm Finanzchrash und danach dann sowieso, komisch nur dass die Technologie seit 50 Jahren zur Verfuegung steht aber der Haendler um die Ecke noch nie, auch nur ein einziges Modell angepriesen hat.
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