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Breiter, tiefer, wilder

Mit dem 4er hat BMW eine reine Fahrmaschine gebaut. Kein Serienmodell besitzt einen tieferen Schwerpunkt. Doch dort, wo der Kunde nicht hinschaut, regiert der Rotstift.

  Das Fahrwerk des BMW 4er deklassiert alle Konkurrenten.

Das Fahrwerk des BMW 4er deklassiert alle Konkurrenten.

Der BMW 435i tritt in große Fußstapfen. Das bisherige 3er Coupé gilt vom Design und der Fahrdynamik als der gelungenste Vertreter der alten Modellreihe. Was das Äußere angeht, kann Entwarnung gegeben werden. Der 435i steht satt auf der Straße. Das lässt sich auch an Fakten festmachen: Obwohl das Auto 2,6 Zentimeter länger ist, sind die Überhänge vorne um 1,3 Zentimeter und hinten um 1,1 Zentimeter kürzer geworden. Gleichzeitig verläuft das Dach um 1,6 Zentimeter tiefer, wobei der Radstand um fünf Zentimeter angewachsen ist. Dass die Spur hinten um ganze acht Zentimeter und vorne immerhin noch 4,5 Zentimeter breiter ist, verstärkt den athletischen Eindruck. "Wir wollten den 435i breiter und flacher machen, nicht länger und schmäler", erklärt Projektleiter Martin Schweinhuber.

Das neue BMW-Coupé kauert förmlich auf der Straße. Zu diesem Eindruck tragen auch die, im Vergleich zur Limousine, schmaleren Scheinwerfer und die flachere Niere bei. Dass die Frontlichter für schlappe 1900 Euro zusätzlich in der Voll-LED-Version erhältlich sind, sorgt auch in der Nacht für gute Sicht, ist aber für einen Premium-Hersteller mittlerweile selbstverständlich.

Sparlösungen im Kofferraum

Beim 4er verbreiten die Münchener im Innenraum wertigen Flair. Etwa durch extra Klavierlack-Applikationen. Auch die Verarbeitung ist in Ordnung und das Leder fühlt sich fein an. Jedoch scheinen sich die Finanz-Controller mit ihrer "Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß"-Rotstift-Attitüde beim 445 Liter fassenden Kofferraum durchgesetzt zu haben. Denn dort steht die Qualität im diametralen Gegensatz zum hochwertigen und auch hochpreisigen Ansatz der Münchener: Die Unterseite der Hutablage ist nicht verkleidet. Wer Gepäck verstauen will, stößt im besten Fall gegen blankes Blech, im schlechtesten Fall reibt er sich die Haut an den Plastikschrauben, die in den Innenraum ragen. Auch die Scharniere des Kofferraums sind nicht sauber entgratet. Kleinigkeiten? Immerhin reden wir hier von einem Auto, das inklusive Automatikgetriebe und Sport-Ausstattungslinie mindestens 51.450 Euro kostet.

Unerreichte Fahrmaschine

Dafür bekommt man immer eine hervorragende Fahrmaschine. Der 4er BMW ist das erste Serienmodell, dessen Schwerpunkt die 50-Zentimeter-Grenze unterschreitet. Dazu kommt eine Achslastverteilung im perfekten Verhältnis 50:50. Durch Verfeinerungen an Fahrwerk, wie eine zusätzliche Torsionsstrebe vorne, eine steifere Anbindung des Fahrwerks und einer Fünflenker-Achse hinten, hat die Steifigkeit um 60 Prozent zugelegt. Zudem fliegt der 4er zehn Millimeter tiefer über den Asphalt. Im Zusammenspiel mit der 300-Euro-teuren variablen Sportlenkung, die die Übersetzung der elektromechanischen Lenkung je nach Geschwindigkeit und Lenkeinschlag variiert, lässt sich der 1510-Kilogramm-schwere Bayern-Sportler mit einer beeindruckenden Präzision um die Ecken feuern.

  Bis auf einigen Zierleisten entpricht der Innenraum dem des BMW 3er.

Bis auf einigen Zierleisten entpricht der Innenraum dem des BMW 3er.

Der gleichermaßen bekannte und gute Reihensechszylinder mit 306 PS und einem maximalen Drehmoment von 400 Newtonmetern, das bereits bei 1250 U/min bereitsteht, passt perfekt zum Kurvenkannibalen aus München. Die bekannte ZF-Achtgangautomatik garniert das sportliche Paket noch mit schnellen Gangwechseln. Wer sich die variablen Dämpfer für 1100 Euro leistet, kann den 4er mit dem Fahrerlebnisschalter noch zusätzlich nachschärfen. Allerdings ist das Coupé in Verbindung mit den 19-Zoll-Reifen durchaus straff unterwegs - selbst in der Komforteinstellung.

BMW-Fans wird es freuen, dass es neben dem ganzen konzerngetriebenen Hype um die i-Baureihe noch einen BMW vom alten Schlag gibt. Der einfach nur Spaß macht. Denn das tut der 435i uneingeschränkt, sobald man die Kofferraumhaube geschlossen hat.

Stefan Grundhoff/Press-Inform

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