. .
Familien & Verbraucher
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

Font

Sortieren nach: Relevanz | Aktualität |

Projekt bei Twitter
Projekt bei Twitter
Die Bibel sucht Follower

Wie bringt man den kompletten Bibeltext bei Twitter unter? Ein Engländer hat sich vorgenommen, die Heilige Schrift in Mini-Portionen zu veröffentlichen. Da er für jede Botschaft nur 140 Zeichen zur Verfügung hat, dauert die Veröffentlichung mehrere Jahre.

Reiseziel Mittelmeer, Teil 1
Reiseziel Mittelmeer, Teil 1
Perpignan - Die Stadt mit viel Drumrum

Heute bummeln und besichtigen, morgen auf die Skipiste und übermorgen an den Strand - Perpignan bietet im Frühling alles.

AlexanderPlatz
Blog "AlexanderPlatz"
Liebe und Leiden - es geht um den Fortbestand der Kirche

Wir Katholiken haben es dieser Tage nicht leicht. Bei aller berechtigten Kritik an unserer Kirche, darf die Berichterstattung nicht ausarten. Es läuft etwas schief, wenn Wegkreuze geschändet und Kirchen verwüstet werden. Oh ja, wir Katholiken leiden an der Kirche. Das liegt daran, dass wir uns nicht als unterdrückte Masse einer entrückten purpurgewandeten Hierarchie verstehen, sondern uns als Teil dieser Kirche erleben. Ich kenne keinen ausnahmslos keinen Katholiken, der sich im Moment nicht die Frage stellt, was in unserer Kirche los ist. /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:"Normale Tabelle"; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-parent:""; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin:0cm; mso-para-margin-bottom:.0001pt; mso-pagination:widow-orphan; font-size:12.0pt; font-family:"Times New Roman"; mso-ascii-font-family:Cambria; mso-ascii-theme-font:minor-latin; mso-fareast-font-family:"Times New Roman"; mso-fareast-theme-font:minor-fareast; mso-hansi-font-family:Cambria; mso-hansi-theme-font:minor-latin;} In der öffentlichen Diskussion zu den Missbrauchsfällen läuft einiges durcheinander: 1.) Schläge in der Schule: Frage ich meine Eltern, so erzählen sie, dass in der Schule früher immer und ausnahmslos geschlagen wurde: Das war die Sprache der Erziehung. Das ist heute nicht mehr so Gott sei Dank. Eine ganze Gesellschaft hat ihre Kinder gezüchtigt. Arbeiten wir als das als Gemeinschaft auf? Haben das unsere Eltern individuell für sich aufgearbeitet? Ob Domkapellmeister Ratzinger oder Bischof Mixa in einer Zeit, in der Züchtigung normal war, auch gezüchtigt haben, kann eine eigene Betrachtung verdienen - unter die Rubrik sexueller Missbrauch fällt das nicht. 2.) Worte der Entschuldigung: Johannes Paul II hat im Jahr 2000 Gott um die Vergebung der Sünden gebeten, die die Kirche im Lauf ihrer Geschichte begangen hat. Im Jahr 2002 wurden unter Kurienkardinal Ratzinger strenge Richtlinien im Umgang mit Pädophilen getroffen. Benedikt XVI. hat in den USA Missbrauchsopfer getroffen. Er hat an der Kirche von Irland ein deutliches Wort geschrieben. Wenn wir ein Bild über das haben, was in Deutschland an Schaden durch Priester und Ordensleute entstanden ist, wird der Papst auch hierzu nicht schweigen. 3.) Ach ja, der Papst: Peter Wensierski hat auf Spiegel Online ein paar Agenturen zusammengeschrieben und in dem Text die Frage gestellt, wann der Papst nun zurücktreten müsse. Es war ruhig geworden um die Kirche, die in den vergangenen Jahren der Lieblingsfeind von Rudolf Augstein, dem notorischen Katholikenhasser, war. Jetzt entwickelt der Spiegel im Netz wieder Kampagnenkraft. Matthias Matussek durfte als Replik seine, unsere, Kirche verteidigen und sich erklären, warum er noch nicht aus ih ausgetreten sei. 4.) Die politischen Kirchenfeinde Leutheusser-Schnarrenberger, Claudia Roth und Renate Künast werden nicht müde, die Kirche zu kritisieren. Dabei gehören sie alle drei dem Beirat der Humanistischen Union an, die sich für straffreien Sex mit Kindern stark gemacht hat. An Bigotterie kann die sicher nicht um Raffinessen verlegene katholische Kirche hier noch etwas lernen. Das Schlimme daran ist doch, dass es dem Auch dem politischen Personal nicht um die Opfer geht, sondern um ihre persönliche Abrechnung mit der Kirche. Sie wollen Kapital aus der Situation schlagen, um bei den Verbänden, denen sie sich verpflichten, wohl gelitten zu sein. Wer macht sich für die Opfer stark? Ein runder Tisch unter der Leitung von Frau Vollmer? Volker Zastrow erhebt gegen die Eignung dieser Politikerin Zweifel in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Aber zurück zur Kirche und unseren, der Katholiken, Leiden daran: Die Kirche war nicht perfekt, sie wird nie perfekt und sie hat auch nie behauptet, dass sie perfekt ist. Dennoch: Kindermissbrauch in ihren Reihen hat nichts mit fehlender Perfektion zu tun! Man möchte als Gläubiger kotzen, wenn man liest und hört, was sich mancher Kirchenmann im Schutz des Kreuzes alles erlaubt hat. Wir Katholiken müssen zusammenrücken und dürfen uns in dieser schweren Zeit nicht auseinander dividieren lassen! Denn es geht um nichts weniger als der Fortbestand der Kirche als gesellschaftlicher Prägekraft. Macht man die Kirche mundtot so wie sich das die Leutheussers, Roths und Künasts dieses Landes wünschen dann haben wir Katholiken keinen Interessensvertreter mehr, sind unsere Aussagen schon belacht bevor sie geäußert werden. Die kritische Öffentlichkeit muss genau hin schauen: Sie darf uns, den Katholiken, nichts durchgehen lassen, was sie anderen auch nicht durchgehen lassen würde. Aber: Mittlerweile werden Kirchen entweiht, Scheiben eingeworfen und Wegkreuze geschändet. Geht s noch? Nicht jeder Priester ist ein Kinderschänder und nicht alles, was im Spiegel steht, stimmt. Was machen wir Katholiken jetzt? Der Schriftsteller Honoré de Balzac beschreibt nach den Wirren der französischen Revolution in seinen Mystischen Geschichten einen großen erleuchteten und mit dem Himmel vereinigten Kathedralraum vor sich. Die gotischen Gotteshäuser Frankreichs, die als Abbild des himmlischen Jerusalems errichtet wurden, wird Balzac in ihrer vollen Pracht nie gesehen haben: Zu seiner Zeit waren die meisten Buntglasfenster eingeworfen, die Orgeln zerstört, die liturgischen Geräte weggeschleppt und die Altäre entweiht. Die Revolution hatte die Kirche beseitigt. Am Ende der Geschichte sagt Balzac: Man muss die Kirche verteidigen . Ja, das müssen wir, weil wir die Kirche lieben, an der wir leiden.

Der Weinlakai
Blog "Der Weinlakai"
Ein Dampfhammer aus Süditalien!

2006 Galardi "Terra di Lavoro" (Rotwein, Italien) Heutiger Wein ist bereits die dritte Weinlakai-Empfehlung, die die nur wenig bekannten Rebsorte Aglianico enthält. Beim "Terra di Lavoro" sind es 80% und die 20 übrigen Prozent steuert die Rebsorte Piedirosso bei. Diese Kombination lässt sein Aromaprofil in eine ganz andere Richtung gehen als die zwei in der Vergangenheit empfohlenen Aglianicos. So erinnert mich der Kultwein "Terra di Lavoro" mehr an einen greiften Bordeaux Grand Cru Classé als an einen Süditaliener. Zudem hat er einen fast überwältigenden Körper, der den Gaumen vollends in Beschlag nimmt. Beeindruckend. So beeindruckend, dass Robert Parkers Italien-Experte Antonio Galloni 97 Punkte vergibt. Nur in einem Jahr hat das Parker-Blatt diesem Wein weniger als 95 Punkte gegeben. 2005 waren nicht mehr als 93 Punkte drin. Dafür waren es 2001 auch schon einmal 99 Punkte. Der 2006er verdiente sich aber nicht nur 97 Parker-Punkte, sondern auch die Höchstwertung von drei Gläsern im aktuellen Gambero Rosso und sogar 99 Punkte im Veronelli . Dass der Wein aus diesen Gründen nicht einfach zu haben ist versteht sich von selbst insbesondere da pro Jahrgang weniger als 2.000 Kisten weltweit verfügbar sind. Das Weingut Galardi liegt ganz im Norden Kampaniens . Hier gedeihen auf einer Höhe von 400 Metern und einer Fläche von 10 Hektar ausschließlich die autochtonen Rebsorten Aglianico und Piedirosso. Wie häufig in hoch gelegenen Weinbergen ist auch hier die Bewirtschaftung mühsam, denn die Reben wachsen auf steilem, felsigem und vulkanischem Untergrund. Dieser vergleichsweise unfreundliche Boden sorgt zudem dafür, dass sich die Rebstöcke um Nährstoffe streiten müssen. Ein solcher Zustand ist in Bezug auf die Qualität der Trauben hervorragend, denn so müssen die Wurzeln tief in den Boden bohren. Resultat sind zwar wenige jedoch hervorragend versorgte Trauben mit perfekter Aromakonzentration. Die Trauben werden natürlich handgepflückt und -verlesen (5 Tonnen pro Hektar) und zudem findet die Vinifizierung auf höchstem Niveau statt. Gereift wird der Wein über einen Zeitraum von 12 Monaten in neuen Barriques. Eine raumgreifende Holznote ist ihm allerdings fremd. Aber zum Wein selbst: Überzeugte Spätburgunder- bzw. Pinot-Noir-Trinker würden wahrscheinlich daran zweifeln, dass der "Terra di Lavoro" überhaupt ein Wein ist. Er ist ein ungezügeltes Monster mit tiefen, erdigen und dreckigen Aromen, der durch eine schöne schwarzbeerige Note einen verlockenden Schein von Fruchtigkeit suggeriert. Der Wein zeigt sich momentan sehr zugänglich, doch ändert sich das beim "Terra di Lavoro" oft schlagartig. Sobald er sich verschließt, sollte man mindestens 5 Jahre die Finger von dem Wein lassen man wird für die Geduld mit einem noch besseren, noch komplexeren Wein belohnt. Also: Mindestens 2 Flaschen kaufen, eine Flasche probieren und die andere in den kühlen Schönheitsschlaf legen. Der Wein hat seinen Preis, bewegt sich aber auf einem Niveau, das in anderen Gegenden der Welt Preise aufruft, die in Zeiten der Finanzkrise geradezu naiv wirken. Alle Leser, die z.B. mit dem Jahr 2006 etwas Besonderes verbinden (Hochzeit, Geburt etc.), sollten sich diesen auf jeden Fall Wein zulegen. Nicht viele Weine in diesem Preissegment sind auch noch in 30 Jahren fabelhaft zu trinken. Aber Achtung: Wenn der Wein bereits jetzt getrunken wird, sollte er unbedingt dekantiert werden. Eine Maximaldauer gibt es dafür eigentlich nicht. Mir hat die geöffnete Flasche am dritten Abend am besten gefallen. Wenn noch etwas übrig gewesen wäre, hätte der Wein sicher am vierten Tag noch etwas zugelegt. /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:"Table Normal"; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-parent:""; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin:0cm; mso-para-margin-bottom:.0001pt; mso-pagination:widow-orphan; font-size:12.0pt; font-family:"Times New Roman"; mso-ascii-font-family:Cambria; mso-ascii-theme-font:minor-latin; mso-fareast-font-family:"Times New Roman"; mso-fareast-theme-font:minor-fareast; mso-hansi-font-family:Cambria; mso-hansi-theme-font:minor-latin;} 2006 Galardi "Terra di Lavoro" (Rotwein, Italien) Auge: Dunkles Violett. Nase: Vielschichtige Aromen von Blumen, Veilchen, Graphit, Teer, Rauch und schwarzen Kirschen. Eine Kombnation aus Kraft und Finesse. Mund: Unglaublich frisch mit hervorragendem Detailgrad. Obwohl er noch jung ist und eine unglaubliche Kraft bietet, wirkt er zur Zeit überraschend zugänglich. Sonstiges: Mindestens 2 Stunden dekantieren. Bis 2036 zu genießen. 97 Punkte (Quelle:The Wine Advocate, Antonio Galloni, April 2009) Meine Einkaufsempfehlung: Weinpalais ca. 300 Flaschen 49,80 EUR /Fl. (ehemals 47,00 EUR), 5,50 EUR Versandkosten, ab 6 Fl. frei. Hier klicken! Stand: 18.11.2009. Nur solange der Vorrat reicht. Der Weinlakai übernimmt keine Verantwortung für die angegebenen Händler. Händler können gerne günstigere Angebote (inkl. Versandkosten) als Kommentar posten. Rein werbliche Posts werden sofort gelöscht.

Der Weinlakai
Blog "Der Weinlakai"
Ein Riesling, geliebt von Jancis!

2008 Dönnhoff Riesling QbA trocken (Weißwein, Deutschland) Langsam ist der Sommer in Deutschland angekommen und es musste endlich eine Weißwein-Empfehlung her. Natürlich nicht irgendein weißer Saft, sondern ein deutscher Riesling von dem weltbekanntesten Weingut an der Nahe : Dönnhoff. Heutige Empfehlung ist der trockene Standard-Riesling von Helmut Dönnhoff und bekam unlängst von Jancis Robinson die hervorragende Bewertung von 17 von 20 Punkten. In dieser Preislage ein extrem gutes Ergebnis, denn Jancis Robinson ist der wahrscheinlich punktegeizigste Mensch überhaupt. Stichwort Preis: die britischen Leser von Jancis müssen für den Wein das Doppelte auf den Tresen legen. Jancis Robinson schreibt am 10. Juni 2009 über die heutige Empfehlung "This is the best inexpensive dry Riesling I have tasted for a long time". Das soll etwas heißen, denn Jancis ist eine wahre Riesling-Expertin und -Liebhaberin. Meine Leser, die der DVD-Empfehlung gefolgt sind, wissen von ihr selbst, dass sie Rieslinge für die besten Weißweine überhaupt hält angeführt von den Exemplaren aus Deutschland. Helmut Dönnhoff gehört zweifelsfrei zu einem der renommiertesten Riesling-Produzenten weltweit. Insbesondere durch seine restsüßen Rieslinge erlangte er im In- und Ausland enormes Ansehen. In den USA leckt man sich insbesondere nach seinen Auslese-Weinen die Finger. Aber auch die trockenen "Grossen Gewächse" gehören zu den besten ihrer Art. Lesern, die sich schon länger mit deutschem Riesling beschäftigen, werde ich mit Dönnhoff keinen neuen Namen am deutschen Weinhimmel präsentieren können, doch gibt es aus meiner Sicht noch zu viele Menschen, die diesen "Referenzpunkt" von der Nahe noch nicht kennen gelernt haben. Diese möchten sich doch bitte mit heutiger Empfehlung motiviert fühlen ihrem Entdeckertrieb freien Lauf zu lassen. Im Grunde kann man alle Weißweine in Dönnhoffs Programm ohne Bedenken kaufen, doch sind Rieslinge eben sein Spezialgebiet. Dass bereits sein "kleiner" trockener Riesling so beeindruckt ist wirklich außergewöhnlich. In Jancis Robinsons aktuellem Tasting-Bericht über Deutschlands Weißweine in 2008 erhalten nur wenige Weine 17 oder mehr Punkte. In dieser Preisregion ist der heute empfohlene Wein der klare Gewinner im Segment der trockenen Rieslinge. Helmut Dönnhoff macht nun bereits seit über 35 Jahren Wein an der Nahe. Trotz seines Erfolges ist er ein zurückhaltender Mensch, der keinen Hang zum Marketing hat. Er lässt die Qualität seiner Weine sprechen. Auch möchte er nicht nur Wein machen von dem er weiß, dass er bei einem großen Publikum gut ankommt. Viel lieber macht er Wein, der "seinen Freunden schmeckt". Diese bodenständige Haltung ist sicher ein großer Teil des Erfolgs der Dönnhoff-Weine. Es ist die 100%ige Konzentration auf das Produkt. Vor 1920 gehörte die Weingegend Nahe noch offiziell zum Rheingau. So ist diese Gegend offiziell noch verhältnismäßig jung, obwohl hier bereits die Römer die ersten Reben pflanzten. Lange Zeit besaß die Nahe keine wahren Zugpferde, um sich gegen die populären deutschen Weingegenden zu behaupten. Mittlerweile repräsentiert natürlich nicht nur Dönnhoff die ausgezeichnete Qualität der Riesling-Weine von der Nahe, doch hat er sich um das internationale Renomée der Gegend besondere Anerkennung verdient. Über Riesling in Deutschland im Allgemeinen und Helmut Dönnhoff im Speziellen könnte man sicher ganze Bände füllen, doch möchte ich mich bei meinen Empfehlungen wie gewohnt kurz fassen. Jedoch kann ich bereits versprechen, dass es in Zukunft einen Lakaidoskop-Artikel über den Besuch eines deutschen Riesling-Weinguts geben wird, der dann etwas ausführlichere Details bereit halten wird. Der hier empfohlene Wein ist zwar einer der Basisweine von Dönnhoff, doch bietet er ein enorm gutes Preis-/Genussverhältnis. Des Weiteren wird man an diesem Wein bestens feststellen können, ob man ein "Riesling-Typ" ist oder doch lieber bei den cremigen Chardonnays bleiben möchte. Aus meiner Sicht sind die Frische und die Frucht eines so guten Rieslings in der jetzigen Jahreszeit genau das Richtige. Also, Wein bestellen, Freunde einladen, Grill anschmeißen und as Leben genießen! /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:"Table Normal"; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-parent:""; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin:0cm; mso-para-margin-bottom:.0001pt; mso-pagination:widow-orphan; font-size:12.0pt; font-family:"Times New Roman"; mso-ascii-font-family:Cambria; mso-ascii-theme-font:minor-latin; mso-fareast-font-family:"Times New Roman"; mso-fareast-theme-font:minor-fareast; mso-hansi-font-family:Cambria; mso-hansi-theme-font:minor-latin;} 2008 Dönnhoff Riesling QbA trocken (Weißwein, Deutschland) Auge: Helles, strahlendes Gold. Nase: Unmengen reiner mineralischer Frucht. Insbesondere Birne, Pfirsich und Limone. Mund: Wunderbare Balance. Schöne reife Früchte, gefolgt von einem trockenen und langen Abgang. Sehr sauber gemacht mit toller Integrität. Sonstiges: Über die nächsten 2-3 Jahre zu trinken. 17 Punkte (Quelle: Purple Pages, Jancis Robinson, Juni 2009) Meine Einkaufsempfehlung: AUSVERKAUFT Stand: 29.09.2009. Nur solange der Vorrat reicht. Der Weinlakai übernimmt keine Verantwortung für die angegebenen Händler. Händler können gerne günstigere Angebote (inkl. Versandkosten) als Kommentar posten. Rein werbliche Posts werden sofort gelöscht.

AlexanderPlatz
Blog "AlexanderPlatz"
Furor auf den Fluren des Zweiten

"Zentrum der Freude" so nennen die Mitarbeiter des Zweiten Deutschen Fernsehens ihre Sendeanstalt mit einer liebevollen, einer augenzwinkernden und einer spitzen Nuance. Rund 3600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hält das öffentlich-rechtliche Programm auf dem Mainzer Lerchenberg beschäftigt. Man kennt sich untereinander recht gut; die Abgeschiedenheit auf dem Acker oberhalb der Bischofsstadt am Rhein befördert das. Man kommt in der Mittagspause zusammen. Eine wirkliche Ausweichmöglichkeit zur hauseigenen Kantine gibt es nicht, wenn man einmal vom Landwirt Appel Happel absieht, der im Sommer Leckeres fünf Autominuten "vom Sender" entfernt im Freien auftischt. Personalentscheidungen und Beförderungen spielen bei den mittäglichen Unterhaltungen, wie vielen anderen Orts auch, eine nicht unbedeutende Rolle. Schon seit geraumer Zeit kam dabei die Frage auf, wie es wohl um eine weitere Amtszeit für Chefredakteur Nikolaus Brender bestellt sein würde. Sein Vertrag läuft Anfang 2010 aus. Hinter den Kulissen bastelten politische Interessensvertreter, die bei der Bestellung des hohen Personals auf dem Lerchenberg immer mitsprechen, an Allianzen. Öffentlich wurde dieses Geschacher um den journalistischen Chefposten des ZDF nun erstmals durch einen Brief, von heute-journal-Moderator Claus Kleber. Darin monierten er und andere prominente Gesichter des Senders die Einmischung von Hessens Ministerpräsident Roland Koch in dieser Personalentscheidung. Über seine Position im ZDF-Aufsichtsrat hat der CDU-Mann zu beginnen versucht, eine weitere Amtszeit für Nikolaus Brender zu verhindern. Die Verquickung von Politik und Fernsehen ist in der über 45-jährigen Geschichte des ZDF schon häufiger ein Thema gewesen. Die Bestellung von Intendant Markus Schächter ist ein Kapitel in diesem Buch: Das Gezerre der Parteien um die Besetzung des höchsten Postens des Hauses Anfang 2002 war so peinlich, dass sich nicht wenige auf dem Lerchenberg geschworen haben, so eine Posse nie wieder zuzulassen. Vor diesem Hintergrund lässt sich der Furor erst richtig deuten, der sich derzeit auf den Fluren des Zweiten Bahn bricht. Der Proporz beim Personal des Senders ist der Politik wichtig: Einem CDU-Mann entspricht ein SPD-Mann auf derselben Ebene an einer anderen Stelle. So ging das, und so würde es wohl auch weitergehen, wäre es, wie gesagt, einigen Journalisten jetzt nicht zu bunt geworden. Parteipolitisch pikant ist an der Causa Brender, dass nach alter Lehre der Intendant des ZDF eher der CDU, der Chefredakteur eher der SPD zuzuneigen habe. Der CDU-Frontmann Koch macht also Stimmung für eine Neubesetzung, die auf keinen Fall von einem seiner Getreuen wird ausgefüllt werden können. Umso mehr fragen sich die Beobachter, warum Roland Koch die Auseinandersetzung um den Chefredakteursposten im Zweiten Deutschen Fernsehen sucht. Geht es Roland Koch um einen anderen Deal? Wird er am Ende einer weiteren Amtszeit für Nikolaus Brender zustimmen und sich im Gegenzug Zugeständnisse bei der Besetzung anderer Posten sichern? In einem großen Interview mit der FAZ gibt Roland Koch darauf seine Antwort: Es gehe ihm um die Qualität des ZDF-Programms. Die Quoten der von Nikolaus Brender verantworteten Sendungen der Aktualität seien seit dessen Amtsantritt stetig gesunken und hinter Konkurrenzprodukte der ARD und, was in Roland Kochs Augen noch viel schlimmer wirkt, von RTL gefallen. Via Süddeutsche Zeitung kontert Brender, Koch vergleiche Äpfel mit Birnen: Das ZDF-Auslandsjournal und die ARD-Tagesthemen könnten nicht direkt miteinander in Bezug gesetzt werden. Beide Formate haben in den vergangenen Jahren in der Tat ihre Gestalt und ihren Sendeplatz verändert. Roland Kochs zweites Argument gegen Nikolaus Brender ist, dass die Journalisten sich unter seiner Ägide nicht in dem von ihnen gewünschten Maße entfalten könnten. Dies wird als Chiffre dafür gesehen, dass Koch sagen möchte, dass Brender nicht beliebt sei bei den Kollegen. Wenn dem so wäre, müsste doch eigentlich vielen der ZDF-Journalistinnen und -Journalisten die Offerte aus Wiesbaden, das viele mondäne Jung- und Altredakteure aus unerfindlichen Gründen der schönen Stadt Mainz als Wohnstatt vorziehen, gerade recht sein. Ist es aber nicht. Denn die Journalisten vom Lerchenberg möchten bei einer solch wichtigen Personalfrage keine Einmischung der Politik. Roland Koch hingegen lässt das nicht gelten: Er vermutet, dass diese Sympathiebekundungen für Nikolaus Brender einem Gruppenzwang geschuldet seien. Die Befürworter Nikolaus Brenders kontern: Geht es dem politischen Strippenzieher Koch wirklich um die Qualität und den Erfolg des Programms oder nutzt er diese Argumente, um Brender loszuwerden? Immerhin sei er in der Vergangenheit bei den Sitzungen nicht gerade durch eine prägnante Analyse der ZDF-Quoten aufgefallen. Und: Ist das Credo der Politik nicht, dass Quote eben doch nicht alles sei gerade bei den Öffentlich-Rechtlichen? Politische Informationssendungen sind auf dem Sendeplan des ZDF in einem Maße zu finden, wie es sich die Politik von einem gebührenfinanzierten Haus nur wünschen kann. Die Politik erwartet auch, dass diese Formate erhalten werden, selbst wenn sie mit der Quote der Dschungel-Camps und Superstarsuchen nicht mithalten können. Ist das Argument von der freien Entfaltung der Journalisten ein Anzeiger für die Beliebtheit des Chefredakteurs? Umgekehrt fragen die Koch-Kritiker zurück, woran sich genau die Beliebtheit eines Ministerpräsidenten ablesen lässt? Roland Koch zumindest steht nicht in dem Ruf, der beliebteste CDU-Politiker zu sein. Kompetenz bescheinigen ihm seine Kontrahenten innerhalb und außerhalb der Union dennoch. Letztendlich müssen beide Seiten zu einem Kompromiss finden. Ohne das Einvernehmen mit dem ZDF-Aufsichtsrat wird Intendant Markus Schächter keine Lösung in der Causa herbeiführen können. Eine erfreuliche Nebenwirkung hat die Auseinandersetzung: Sie wird nicht mehr in Hinterzimmern ausdiskutiert und gelöst, sondern coram publico, vor der Allgemeinheit. Anders als bei Kontroversen in der Vergangenheit ist der Streit durch den Schritt Klebers und seiner Kollegen an die Öffentlichkeit getragen worden. Die größere Frage, die durch die Personaldebatte illustriert wird, ist die nach dem Zueinander von Politik, Gesellschaft und Journalismus in den öffentlich-rechtlichen Medien in der Zukunft. Die Politik hat in den öffentlich-rechtlichen Sendern Ansprechpartner, die das Handeln der Regierenden erklären, die aber auch aufklären. Eine Nähe zwischen Journalismus und Politik ist deshalb nicht zu begrüßen. Schon gar keine strukturelle, die durch Gremien geprägt ist, in denen zuvor kritisch interviewte Politiker über die berufliche Zukunft des Journalisten entscheiden, der sie im Sinne und Interesse der Allgemeinheit vor der Kamera zur Brust genommen hat. Öffentlich-rechtliche Medien erfüllen einen Auftrag in einer demokratischen, offenen und pluralistischen Gesellschaft. Sie erfüllen keinen Auftrag einer bestimmten Partei oder anderer gesellschaftlicher Interessengruppen. Natürlich muss sich das ZDF die Frage gefallen lassen, warum jetzt erst der Klüngel zwischen parteipolitischer Zugehörigkeit und Karrierechance aufgebrochen wird, ein Proporzdenken, das lange nicht nach journalistischer Begabung sondern nach Lagerzugehörigkeit gefragt hat. Die Informationssendungen, deren schwindenden Quoten Herr Koch beklagt, haben einen schweren Stand in einer Gesellschaft, die es sich abgewöhnt hat, politisch zu sein und zu denken. Abgewöhnt hat sie es sich zum Teil auch deshalb, weil Politikberichterstattung ein langweiliges, absehbares und bisweilen auch abgekartetes Spiel ist. Zum einen, weil die Verquickung von Politik und Berichterstattung bekannt ist, zum anderen, weil die Qualität der Darbietung leidet, wenn nicht das journalistische Talent maßgeblich für den Einsatz von Redakteuren und Hauptredaktionsleitern ist. Der Sender und seine Journalisten werden aus dieser Kontroverse etwas für die Zukunft ableiten im Hinblick auf ihr Selbstbild und ihre Aufgaben. Wenn mittags der Tross aus dem Sendebetriebsgebäude und dem Hochhaus in Richtung Kantine über einen Gang, der gemeinhin als Schnitzelpiste bekannt ist zieht, wird es wohl weiterhin um Personalgeschichten und Beförderungen gehen, aber nicht mehr um Parteizugehörigkeit. Zumindest, wenn das ZDF nun in der Sache Brender gewinnt und nicht Roland Koch. Mehr Infos auf www.cicero.de Mehr über den Autor: www.a-goerlach.com Normal 0 21 false false false MicrosoftInternetExplorer4 /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:"Normale Tabelle"; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-parent:""; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin:0cm; mso-para-margin-bottom:.0001pt; mso-pagination:widow-orphan; font-size:10.0pt; font-family:"Times New Roman"; mso-ansi-language:#0400; mso-fareast-language:#0400; mso-bidi-language:#0400;} Thomas Schuler: Die im Zweiten sieht man nicht Normal 0 21 false false false MicrosoftInternetExplorer4 /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:"Normale Tabelle"; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-parent:""; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin:0cm; mso-para-margin-bottom:.0001pt; mso-pagination:widow-orphan; font-size:10.0pt; font-family:"Times New Roman"; mso-ansi-language:#0400; mso-fareast-language:#0400; mso-bidi-language:#0400;} Interview mit Markus Schächter: Ein Bildschirm für alles Normal 0 21 false false false MicrosoftInternetExplorer4 /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:"Normale Tabelle"; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-parent:""; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin:0cm; mso-para-margin-bottom:.0001pt; mso-pagination:widow-orphan; font-size:10.0pt; font-family:"Times New Roman"; mso-ansi-language:#0400; mso-fareast-language:#0400; mso-bidi-language:#0400;} Alexander Kissler: Die Kernerisierung des Fernsehens Normal 0 21 false false false MicrosoftInternetExplorer4 /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:"Normale Tabelle"; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-parent:""; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin:0cm; mso-para-margin-bottom:.0001pt; mso-pagination:widow-orphan; font-size:10.0pt; font-family:"Times New Roman"; mso-ansi-language:#0400; mso-fareast-language:#0400; mso-bidi-language:#0400;} Cicero-Bildergalerie: Der Streit ums Netz Cicero-Dossier: Die klassischen Medien Cicero-Dossier: Die digitalen Medien

Kiek´ ma
Blog "Kiek´ ma"
Nur noch einmal schlafen...

...dann endlich ist es soweit. Deutschlands erster Lomography Gallery Store wird in der Hauptstadt seine Türen öffnen. Los geht es um 18:00 Uhr in der Friedrichstraße 133 ~ mit Live-Musik und jeder Menge zu trinken. Und mit fröhlichen Leuten uuuuund Currywurst ,) Na dit is' doch mal wat!° Ein großartiger Tag für alle Freunde der analogen Fotografie und der Lomographie ,) Mehr Informationen gibt es hier und da . # Just one more night and things get going. Germanys first Lomography Gallery Store celebrates its opening right in Berlin. Starting at 6 pm, Friedrichstrasse 133 ~ drinks and music are offered. Plus happy people and curious curried sausage. Any more need specifying?° /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:"Normale Tabelle"; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-parent:""; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin:0cm; mso-para-margin-bottom:.0001pt; mso-pagination:widow-orphan; font-size:10.0pt; font-family:"Times New Roman"; mso-ansi-language:#0400; mso-fareast-language:#0400; mso-bidi-language:#0400;} A brilliant day for photographers and lomography lads ,) /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:"Normale Tabelle"; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-parent:""; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin:0cm; mso-para-margin-bottom:.0001pt; mso-pagination:widow-orphan; font-size:10.0pt; font-family:"Times New Roman"; mso-ansi-language:#0400; mso-fareast-language:#0400; mso-bidi-language:#0400;}

AlexanderPlatz
Blog "AlexanderPlatz"
Mit Vollgas in die Vergangenheit? Benedikt XVI. und das Konzil

Mit der Frage nach der Anerkennung des Konzils durch die abtrünnigen Lefebvre-Brüder setzt sich ein uralter Streit fort darüber, wer die Oberhoheit in der Kirche habe. Was in der heutigen Zeit nach einer Detailfrage klingt, hat in den vergangenen Jahrhunderten Menschen auf den Scheiterhaufen gebracht, die abendländische Kirchenspaltung begünstigt und, weit in der Neuzeit, zur Erklärung der Päpstlichen Unfehlbarkeit in Lehr- und Sittenfragen geführt. /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:"Normale Tabelle"; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-parent:""; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin:0cm; mso-para-margin-bottom:.0001pt; mso-pagination:widow-orphan; font-size:10.0pt; font-family:"Times New Roman"; mso-ansi-language:#0400; mso-fareast-language:#0400; mso-bidi-language:#0400;} Das Konzil ist die Versammlung aller, die in der Kirche etwas zu sagen haben. Das konnten sowohl Fürsten, Kaiser und Könige, als auch Bischöfe und Äbte und bisweilen sogar Laien sein. Der Papst war in dieser Versammlung der pimus inter pares, der erste unter den vielen, mit einem Ehrenprimat, nicht aber mit einer vollen Jurisdiktionsgewalt ausgestattet. Das Papsttum hat schon früh, spätestens aber auf der Schwelle zum 13. Jahrhundert, seine Machtfülle auszubauen gesucht, vor allem gegenüber starken Landeskirchen und weltlichen Herrschern. Die Ausweitung der päpstlichen Vollmacht hat zu einer Schwächung des konziliaren Moments in der Kirche geführt. Diese neue Vormachtsstellung des Papstes und seiner Kurie wurde vor allem in der Beeinflussung politischer Prozesse und machtstrategischer Fragen evident. Da die Papstkirche durch ihr Gewicht in Glaubens- und Sittenfragen auf das Leben ihrer Gläubigen einwirken konnte, wurde sie zu einem machtpolitischen Faktor, dessen immensen Möglichkeiten bis in die heutige Zeit reichen. Das Zweite Vatikanische Konzil ist eine Wiederbelebung des konziliaren Elements in der Kirche. Es ist eine Kirchenversammlung gewesen, die den Anspruch des Papsttums zugunsten der Kollegialität in der Kirche zurückpriorisierte. Bei den Verfechtern der auf ein Zentrum ausgerichteten Papstkirche hat diese Neuakzentuierung Unmut hervorgerufen. Einen Unmut, der bis heute anhält. Dass das konziliare Prinzip als Leitungsprinzip der Kirche viele Jahrhunderte älter ist, als der im Mittelalter formulierte Machtanspruch Roms sehen diese Kritiker nicht. Bei den Konzilsverächtern ist die Lefebvre-Bewegung, die Pius-Bruderschaft, ganz weit vorne. Auch nach der Rehabilitierung von vier Bischöfen, die der Gruppe angehören, sieht es nicht danach aus, als ob die Jünger von Marcel Lefebvre die Lehren des Konzils, die übrigens für jede Katholikin und jeden Katholiken bindend sind, der oder die sich in der vollen Gemeinschaft der Kirche wähnen will, anerkennen würden. Der Vorwurf, Benedikt XVI. sympathisiere heftig mit den am rechten Rand seiner Kirche ansässigen Gruppen, wird genau durch das Verhältnis, das der Papst zwischen seinem Amt und der Lehrhoheit des Konzils herausstellt, vollends entkräftet. Denn: Die vier Bischöfe müssen nun, so der Vatikan, das Konzil anerkennen: Das bedeutet unter anderem die Anerkennung der religiösen Pluralität, die Aussöhnung mit den Juden, die Bejahung der Moderne als dem Lebensumfeld der Kirche. Jeder, der bei Sinnen ist, hätte vorher von den betreffenden Männern erfragt, ob sie, als Bedingung für die Rücknahme der Exkommunikation, bereit sind, das Konzil und seine Beschlüsse anzuerkennen. Dem Papst wäre auf diese Weise eine große Blamage erspart geblieben, die nicht nur ihn als Person, sondern auch seine Kirche auf der ganzen Welt trifft. Der Vatikan betont nun, dass die volle Eingliederung in die Kirche nicht durch die Aushebung der Exkommunikation vollzogen ist, sondern durch die Annahme der Aussagen des Konzils. Zwar wird seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil in den sechziger Jahren des Zwanzigsten Jahrhunderts über die Verbindlichkeit der einzelnen Dokumente für die Gläubigen diskutiert. Der Papst selbst macht sich aber diese kirchenrechtlich und dogmatisch spitzfindigen Fragen nicht zu Eigen, sondern pocht darauf, dass die Lehren des Konzils nicht und für niemanden umgehbar sind. Somit mach Benedikt keinen Schritt hinter das Konzil, sondern einen Schritt nach vorne zu dessen vollständiger Verwirklichung. Dieser Beitrag ist auch erschienen auf www.cicero.de/alexanderplatz Mehr über den Autor: www.a-goerlach.com Mehr Beiträge und Hintergrundinformationen finden Sie unter www.cicero.de /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:"Normale Tabelle"; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-parent:""; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin:0cm; mso-para-margin-bottom:.0001pt; mso-pagination:widow-orphan; font-size:10.0pt; font-family:"Times New Roman"; mso-ansi-language:#0400; mso-fareast-language:#0400; mso-bidi-language:#0400;}

Neue Browserversion
Neue Browserversion
Mozilla veröffentlicht Firefox 9

Die Mozilla Foundation hat eine neue Version ihres Browsers veröffentlicht: den Firefox 9. Die neue Browserversion ist zwar noch nicht offiziell freigegeben, kann aber schon heruntergeladen werden.

Fahrbericht BMW 3er
Fahrbericht BMW 3er
Ruppig per Knopfdruck

Der BMW 3er geht in die sechste Generation. Der neue sollte wieder der Sportlichste seiner Klasse werden und schafft das mit einem Knopfdruck.

Suche als Feed abonnieren

Hinter diesem Link steckt ein RSS-Feed, über den Sie bequem in ihrem Newsreader informiert werden, wann immer ein neuer Artikel auf stern.de zu Ihrem Suchbegriff erscheint.

Was sind RSS-Feeds?
 
VIEW Fotocommunity
Bilder zum Thema "Font"
 
 
 
 
Sie haben eine Frage zum Thema "Font"?

Dann stellen Sie sie in unserer Wissenscommunity "Noch Fragen".

Noch 70 Zeichen
 
 
 
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...