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12. März 2009, 08:38 Uhr

Angriff des Front-Schweins

Da reiben sich die Fans von Impreza WRX, Mitsubishi Evo und Co. erstaunt die Augen - ganz zu schweigen von Golf GTI-Besitzern: Mit 305 PS fährt ihnen ein Ford Focus davon. Und das mit Frontantrieb.

Ford Focus RS, Porsche Cayman, Golf GTI, Impreza WRX

Achtung, bissiger Fronttriebler: Der Ford Focus RS© Hersteller/PressInform

305 PS auf den Vorderrädern - kann das funktionieren? Es kann. Und wie.

Klar: So mancher andere Fronttriebler hat schon bei der halben Leistung seine liebe Mühe, die Kraft auf die Straße zu bringen, ohne dass man etwa beim Losfahren an der Ampel das auskeilende Lenkrad festhalten muss wie die Zügel eines bockenden Mustangs. Nicht ohne Grund haben alle leistungsstarken Sportwagen Allrad- oder Heckantrieb. Doch beim RS hat Ford "von Beginn an auf Frontantrieb gesetzt", sagt Dirk Densing, Chefingenieur des Ford TeamRS: "Allradsysteme sind teuer, schwer, bringen Reibungsverluste mit sich und treiben auch den Verbrauch in die Höhe." So ist der Focus RS das derzeit einzige Modell mit angetriebenen Vorderrädern, das mit mehr als 300 PS unterwegs und damit zu keiner Zeit überfordert ist.

Dass im Focus RS selbst bei Vollgasbeschleunigung nahezu keine Krafteinwirkungen auf die Lenkung spürbar sind, haben die Techniker nicht mit Hilfe elektronischer Regelsysteme erreicht. "Wir haben den Frontantrieb neu erfunden", sagt Jost Capito stolz. Der Siegerländer ist verantwortlich für alle Performance-Serienmodelle von Ford Europa - und hat wahrscheinlich nicht einmal Unrecht damit. Um die Lenkung auch bei voller Kraft ruhig zu stellen, haben die Ford-Ingenieure auf ein Patent zurückgegriffen, das in den Schubladen des Aachener Entwicklungszentrums schlummerte und dessen Grundzüge schon aus den 30er Jahren stammen: Die "Revo"-Achse.

Grob beschrieben: Das Drehmoment sorgt nicht nur für Vortrieb, sondern übt auch Kraft auf das Rad selbst aus. So beeinflusst es die Lenkung unter anderem umso mehr, je weiter entfernt sich das Radzentrum von der Lenkachse befindet und desto höher das Drehmoment ist. Je geringer also dieser Abstand, um so geringer der Lenkeinfluss. Der beim klassischen McPherson-Federbein sonst aus einem Stück bestehende Achsschenkel teilt sich bei der Revo-Achse deshalb in zwei Teile auf: Eines fixiert Federbein und unteren Querlenker und übernimmt so die grundlegende Führung des Rades und der Radgeometrie. Das andere rotiert um die Lenkachse des Autos, die näher an den Radmittelpunkt rückt.

Wie der Frontantrieb ist auch der aufgeladene Duratec-Motor des RS ein Prachtstück geworden. Aus dem 2,5-Liter-Fünfzylinder des Focus ST haben die Ingenieure noch einmal 80 PS heraus gekitzelt und lassen ihn bis 7050 U/min. drehen, bevor der Begrenzer eingreift. Mit seinen nun 224 kW/305 PS bei 6500 U/min. ist er der potenteste Motor, der bei Ford in Europa vom Band rollt.

Schaltfaul explosiv

Dafür ist er bis ins Detail überarbeitet worden. Die Zylinderkopfdichtung wurde der Leistung angepasst, die Zylinderwände sind speziell beschichtet, die Ventile ebenso komplett überarbeitet wie Nockenwellen und Pleuel. Vor allem aber wurden das Ansaugsystem und der Auspuffkrümmer modifiziert sowie ein größerer Turbolader in unmittelbarer Nähe der Zylinderbank eingebaut. Der übertrifft mit einem maximalen Arbeitsdruck von 1,4 bar den des Ford Focus ST um das Doppelte und ist damit vor allem für die 35-prozentige Leistungssteigerung verantwortlich.

Mit dem Motor lässt sich auf dem Supermarkt-Parkplatz ebenso fein dosierend und zivilisiert fahren wie aggressiv auf der Nordschleife. Schon bei 1500 Umdrehungen liegen 250 Nm an - das ist fast so viel, wie beispielsweise ein 200 PS starker Opel Astra Turbo überhaupt zustande bringt. Sein maximales Drehmoment erreicht der RS-Motor zwischen 2.300 und 4.500 Touren mit einem konstanten Wert von 440 Newtonmetern. "Man ist immer im maximalen Drehmoment", sagt Jost Capito.

Entsprechend schaltfaul lässt sich der 1467 Kilogramm schwere RS selbst aus niedrigen Drehzahlen heraus fahren. In der Stadt kommt bei normaler Fahrweise der Turbo meist gar nicht erst zu Werke. Anfahren aus dem Stand geht selbst noch aus dem dritten Gang ohne Probleme. Gibt man richtig Stoff, meldet sich der Turbo mit einem giftigen Zischen und einem satten Brüllen. Der RS schießt ohne Turboloch nach vorne, explodiert geradezu. Gas weg - im Auspuff tut es einen Schlag wie in einem WRC-Renner beim Abbremsen vor der Kurve.

Symposer-Kracher

Das ist vor allem das Werk der Klang-Designer. Ein "Sound Symposer" überträgt ausgesuchte Motorgeräusche und Frequenzen in den Innenraum und sorgt so für eine kantige Geräuschkulisse. Daher kommt dann auch die vom World Rally Car inspirierte Spätzündung, die bei einer Gaswegnahme den charakteristischen Plopp-Geräuschen der Rallye-Autos ähnelt.

Die Fahrleistungen sind der Geräuschkulisse entsprechend - und Jost Capito hat keinerlei Probleme, den Porsche Cayman als Vergleich heran zu ziehen. Der RS braucht 5,9 Sekunden für den Spurt von 0 auf 100 km/h - der Cayman ist gerade mal eine zehntel Sekunde schneller. Und mit 263 km/h Höchstgeschwindigkeit ist der Ford nur 2 km/h langsamer als der Zuffenhausener. Beim Durst herrscht Gleichstand: Beide verbrauchen nach der Normmessung im Schnitt 9,4 Liter auf 100 km - allerdings begnügt sich der Focus mit dem preiswerteren Super, der Porsche will SuperPlus.

Getriebe und Lenkung des Focus RS wurden aus dem ST übernommen, aber dem bulligen Temperament angepasst. Die griffige Lenkung ist noch einmal um 10% direkter und sorgt dafür, dass man den Wagen bei jedem Tempo präzise und mit wenig Lenkaufwand zirkeln kann. Trotz der neuen Vorderachs-Konstruktion gibt es immer eine sehr gute Rückmeldung. Die Schaltung hat kurze Wege, dürfte ein klein wenig knackiger sein. Die Gesamtübersetzung des Getriebes wurde um ein Prozent verlängert und soll so den größeren Abrollumfang der speziell für den ST entwickelten Sportreifen ausgleichen.

Hart und bequem

"Kein Karosserieteil ist unverändert geblieben", sagt Capito. Und das sieht man. So fiel der zentrale Kühllufteinlass rund 30 Prozent voluminöser aus als zum Beispiel beim Schwestermodell Ford Focus ST. Modifiziert wurden ebenso Front- und Heckschürzen und die neu modellierten Seitenschweller. In den weit ausgestellten Radkästen rollen extra von Continental für den RS entwickelte 19-Zoll-Niederquerschnittreifen mit der Dimension 235/35. Und den Abschluss am Heck bildet ein imposanter Dachspoiler, so groß wie die Theke einer Kölner Eckkneipe.

Bei alledem ist der RS ein alltagstauglicher Focus geblieben - wenn auch einer mit einem etwas unhandlichen Wendekreis von 12,2 Metern. In Kurven läuft der Ford gewohnt sicher wie auf Schienen und lässt sich selbst bei forscher Gangart kaum aus der Ruhe bringen. Das ESP regelt etwas später, lässt sich aber beim RS nicht ganz abschalten: Ein Druck auf den Schaltknopf am Armaturenbrett setzt nur den Reaktionspunkt noch ein Stück weiter zurück. Die Scheibenbremsen wurden dem Kraftpotenzial angepasst und sorgen für bissig kurze Verzögerungen. Der Tank wurde auf 62 Liter Fassungsvermögen erweitert und bietet damit nun eine größere Reichweite.

Das Fahrwerk des RS ist zwar gegenüber dem ST deutlich härter ausgelegt - dank der ebenso sportlichen wie bequemen Recaro-Sitze sorgt das allerdings kaum für Einbußen beim Komfort. Der RS ist nicht nur renn- sondern auch langstreckentauglich. Dabei sollte man sich nicht von der Firmierung als Viersitzer täuschen lassen: Die beiden Sitze hinten sind auf Dauer schon etwas eng und dank der abfallenden Dachlinie ist auch die Kopffreiheit nicht berauschend. Auch der Durchstieg nach hinten ist etwas mühsam - aber das ist im normalen dreitürigen Focus nicht viel anders. Der Kofferraum ist mit 385 Litern nur 11 Liter kleiner.

Teures Grün

Ab dem Frühjahr ist der in Saarlouis produzierte Focus RS mit sehr ordentlicher Serienausstattung ab 33.900 Euro zu haben. Bi-Xenon-Scheinwerfer gehören ebenso zur Ausstattung wie die Recaro Schalensitze vorne oder das RS-Sportfahrwerk. Die Aufpreisliste ist relativ kurz. Empfehlenswert sind vor allem Parksensoren für 400 Euro - wegen der Focus-typischen schlechten Sicht nach hinten. Das RS-exklusive "Ultimate-Green Metallic" allerdings kostet üppige 1230 Euro Aufpreis.

Auch, wenn der Focus bei dem Preis kein ausgesprochenes Schnäppchen ist: Wer vergleichbaren Fahrspaß will, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen - oder sich mit weniger Kraft bescheiden. Ein schwächer motorisierter Audi S3 etwa kostet ab 36.950 Euro, der Opel Astra OPC mit 240 PS beginnt bei 30.500 Euro. Der Subaru Impreza WRX STi mit 300 PS startet bei 43.770 Euro, der Mitsubishi Lancer Evo mit 295 PS bei 45.950 Euro.

Plus und Minus

  • Leistungen eines Sportwagens
  • grandioser Vorderradantrieb
  • rassiger und drehfreudiger Motor
  • souveräne Kraftentfaltung
  • klasse Sound
  • voll alltagstauglich
  • sicheres und sportliches Fahrwerk
  • langstreckentaugliche Sportsitze mit ausgezeichnetem Seiten
  • ingeschränkte Sicht nach rechts hinten
  • großer Wendekreis
  • mühsamer Durchstieg nach hinten
Jürgen Wolff / pressinform
 
 
KOMMENTARE (10 von 15)
 
gman537 (13.03.2009, 12:15 Uhr)
peinlich
Was für eine peinliche Poserkiste.
Fehlen nur noch Lufthutze und goldene Felgen.
Aber das wird der gewiefte Schrauber mit geschmackvoller Unterboden beleuchtung wieder Wett machen.
Da kann ich ja im Stadtverkehr wieder mit ein paar Verkehrshindernissen mehr rechnen.
PS noch und nöcher, böser Blick, tiefergelegt, aber beim erstbesten Gullideckel wird sich in die Hose gemacht, weil die Karre ev aufsetzt oder die Felgen Schaden nehmen könnten.
Wie gesagt, einfach nur peinlich.
rrohde (13.03.2009, 12:02 Uhr)
zu klein...
... fuer 300+ PS meiner Meinung nach.
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Irgendwie stimmt da das Verhaeltnis zwischen Autogroesse und Leistung nicht ganz - aber die Geschmaecker sind ja verschieden. Auch sieht mir der Focus zu sehr nach Rallyauto aus.
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Solche Leistung wuerde ich lieber in einem Auto mit Understatement sehen, wie z.B. dem Chrysler 300C mit Hemi V8, Automatik und Tempomat sehen, oder einem Auto, in dem man diese ernorme Leistung erwartet, wie z.B. dem neuen Dodge Challenger, Chevy Camaro oder Ford Mustang GT (aber auch da bitte mit Automatik).
hevosenkuva (13.03.2009, 00:45 Uhr)
@maxxx78
Sie dürfen den Zusammenhang zwischen Artikel und meinem Kommentar ruhig vernachlässigen. Vielleicht lesen Sie den Artikel ruhig noch einmal, diesmal unter dem Gesichtspunkt des vernünftigen Miteinanders und des gesunden Menschenverstandes :o)

Und: ja, Sie möchten nicht wissen, wie oft mich Autofahrer schon übel erwischt haben. "Ich muss doch meine Kinder nur schnell zur Tennisstunde bringen." "Ich hab Sie überhaupt nicht gesehen!"

Und ja, ich fahre vermutlich selbst länger Auto als Sie, maxx78.
Eisenbaer (12.03.2009, 17:47 Uhr)
300 PS bei Frontantrieb...
...sollten aber wirklich genug sein. Ich bevorzuge aber doch eher den Vierradantrieb in Verbindung mit einem Wolfsburger Produkt das zuvor in Siegen "zur Kur" war. Hier gibt es auch heutzutage für nur unwesentlich mehr Geld auf der Basis eines Golf R 32 glatt die doppelte Power wie in dem neuen Focus RS. Und ist der schon unscheinbar, wer vermutet schon schlappe 600 PS und 720 Nm in einem harmlosen Golf IV...;-))
maxx78 (12.03.2009, 14:43 Uhr)
Sinn oder Unsinn...
...solcher Dinge können doch die meisten Menschen nicht mehr wirklich objektiv bewerten. Nach dem Motto: Es ist nicht mein Lebensstil, also bin ich dagegen. Wieso muß es immer zu solch geistigen Tiefschlägen führen? Sehr geehrte/r hevosenkuva, sie müssen ja schon einiges erlebt haben. Vom Fahrrad geworfen, auf der Autobahn werden Sie auf jedem Kilometer genötigt und so weiter. Oder bedienen Sie hier nur die üblichen Klischees, welche mal irgendwo aufgeschnappt wurden. Muß in unserem Land immer alles schlechtgemacht werden, nur weil mal jemand anders denkt? Es ist in meinen Augen eine Frage des vernünftigen Miteinanders. Ich persönlich habe in all den Jahren noch nie einen Fahrraderfahrer von seinem Rad gestoßen oder auf der Autobahn andere Verkehrsteilnehmer genötigt. Im Gegenteil, ich stecke auch gern mal zurück. Das gehört sich einfach nicht. Egal was man fährt.
Und wenn jetzt gleich die ersten Umweltvorwürfe oder -argumente kommen: ich bin sehr für Umweltschutz und tue auch einiges dafür. Wir sollten aber die Kirche im Dorf lassen und immer den gesunden Menschenverstand benutzen. Blinder Eifer bringt selten den gewünschten Erfolg.
michianso (12.03.2009, 13:11 Uhr)
Sinn ...
... macht heutzutage so Vieles nicht. Aber ist ein wenig Unsinn nicht manchmal der einzige Weg sich sein Lächeln zu erhalten?
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Sicher macht es keinen Sinn mit solch einer auf Prolo-Schleuder gepimpten Biedermann-Kutsche durch die Gegend zu brettern. Aber es macht sicher ziemlich viel Spass. ;-)
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Grotesk finde ich daran allerdings, dass alle Hersteler wissen, dass die Zukunft des Automobils nicht bei spritvernichtenden Sportwagen - oder solchen, die gerne einer wären - liegt und sich entsprechend eigentlich alle bemühen, auch sparsame und somit wenigstens halbwegs umweltverträgliche Fahrzeuge und Motoren zu entwickeln, dann aber auf der anderen Seite immer noch mit solchen PS-Protzern für Leute aufwarten, die sich eigentlich keinen Sportwagen leisten können, aber unbedingt allen zeigen wollen, wie schnell sie Autofahren können.
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Und das ist das zweite, was mich an solchen Autos stört. Während die meisten Bentleys, Aston Martins und sonstigen Edelflitzer aus Status und Hang zur Noblesse bewegt, aber selten im Bereich des Drehzahlbegrenzers gefahren werden, ist das bei Autos der Gattung Focus RS ganz anders. Wer sich einen solchen Wagen zulegt, der will heizen und damit allen anderen - vor allem den dicken Benzen und BMWs - zeigen, wo der vermeintliche Hammer hängt. Vermutlich ist entsprechend das einzige Zubehör bei diesem Wagen eine gleissend helle Komfortlichthupe, die bei einmaliger Betätigung dreimal aufleuchtet. Praktisch sind allerdings die vielen Spoiler und Flügel, an denen man den Wagen dann aus dem Graben ziehen kann.
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Entsprechend sind beide zu bedauern: Der Hersteller, der solche Dinger fabriziert und der Käufer, der solche Dinger nötig hat.
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Da halte ich es dann doch lieber mit einem meiner Vorredner: Vom knackigen Hintern meiner Freundin habe ich mehr. Und umweltbewusst ist das auch noch. ;-D
hevosenkuva (12.03.2009, 12:46 Uhr)
Schöne neue Welt...
Ja Huxley_82, das ist exakt die richtige Einstellung: scheißegal. Das ist der Weg! Soll doch jeder machen, was er will. Eh alles gleich. Wozu dann also überhaupt Kommentare schreiben, wenn sowieso nix Sinn macht :o)
Huxley_82 (12.03.2009, 11:47 Uhr)
Sinnfrei
Was mich am weitesten Bringt ist eine Frau mit schönem Hintern UND 350 PS darunter :D
Nein mal im ernst. Fast alles ist irgendwie unvernünftig. Warum zum Italiener essen gehen? Von Trockenem Brot wird man auch Satt... warum ein Eigenheim wenn eine 50qm Wohnung auch reichen würde? Wozu Nike-Klamotten wenns warme Jacken auch bei Aldi gibt?
Es hat keinen Sinn Fernzusehen oder hier vor dem PC zu sitzen und einen Kommentar zu schreiben.
Im prinip hat überhaupt gar nichts einen Sinn...
Lassen wir doch den Leuten ihren Spaß, manche Leute graben gern ihren Garten um, andere gehen Reiten und manche fahren eben gern mit 305 PS durch die gegend, was solls? In nem 2er Golf mit 75 PS kann man genauso einen tödlichen Unfall verursachen und bläst wahrscheinlich um einiges mehr an Treibhausgasen in die Atmosphäre...
Dewerth (12.03.2009, 11:17 Uhr)
Huxley, schöne automobile Welt
„Sinnfrei? Ja! Aber ist ein wohlgeformter hintern bei einer Frau nicht auch sinnfrei?" Das ist nicht dein Ernst! Wenn ein schöner Hintern für dich sinnfrei ist, entging dir wohl, dass dessen Wohlgeformtheit sehr wohl einen Sinn hat. 100 Jahre Darwin. Schau da mal rein. Das bringt dich weiter als350 PS.
hevosenkuva (12.03.2009, 10:47 Uhr)
Genau solche Autos braucht die Welt!
Front-Schweine, die dank des rassigen Motors mit der Leistung eines Sportwagens und souveräner Kraftentfaltung die Fußgänger von der Straße fegen, die gutmenschlichen Fahrradfahrer nicht nur beim beim dynamischen Einparken (eingeschränkte Sicht nach rechts hinten) in ihre Schranken weisen. Auf der Autobahn werden die Gegner mit einem giftigen Zischen und einem satten Brüllen von hinten erst gedrängelt, und wenn der RS ohne Turboloch nach vorne schießt, explodiert geradezu das klitzekleine Ego des Besitzers und knallt, einem Airbag gleich, dem Vordermann um die Ohren, dass er nur noch auf die Standspur flüchten und dort jämmerlich verenden kann. Und für diese spätgezündete Rallye-Leistung begnügt sich der bei jedem Gaswegnehmen furzende Miniaturbolide (nach der ach so aussagekräftigen Normmessung) im Schnitt (oder im Schritt) mit 9,4 Liter des total preiswerten Super auf 100 km - wenn das kein Grund ist mal so richtig Stoff zu geben auch in der 30er Zone (gehören abgeschafft, kontrolliert sowieso keiner)!
"Kein Karosserieteil ist unverändert geblieben" dürfte sich dann auch der von den Bi-Xenon Raketenscheinwerfern gut beleuchtete Baum denken, an dem der voluminöse Kühllufteinlass und die Front- und Heckenschützen, pardon Heckschürzen, sowie der impotente Dachspoiler ihr alltagstaugliches Ende finden. Eine Tarnfarben-Lackierung in "Stumpfsinn-Metallic" ist im Kaufpreis enthalten, die auffällige Sonderlackierung "Tödlicher Terminator" kostet einen kleinen Aufpreis von 3500 Hirnzellen. Fahrspaß garantiert. Und mit viel Glück kann der Fahrer noch rechtzeitig die staatliche Umweltprämie abschnappen, bevor er mit seinem neuen Freund auf die Jagd geht. Darauf hat die Welt gewartet!
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