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"Eine Blutspur quer durch Deutschland": Reißerisch war das Thema seiner jüngsten Talkrunde aufgemacht - da konnte auch Günther Jauch schlecht auf eine allzu sachliche Ebene zurückkehren. Und so gab's denn Infotainment statt Diskussion.
Einmal die unendlichen Weiten des Weltalls erkunden und in Regionen vorstoßen, in denen nie ein Mensch zuvor gewesen ist - der jetzt erschienene "3D-Atlas des Universums" macht's (fast) möglich.
"VORN" - ist ein Magazin voller Überraschungen. Was es genau ist, weiß man erst, wenn man das neue Exemplar in den Händen hält.
Samsung und Intel haben mit Tizen ein neues Betriebssystem für Mobiltelefone angekündigt, das auf Open Source beruht und erfolgreicher als MeeGo werden soll.
VW schickt den Minivolkswagen Up auf die Straße. Der Kleinstwagen gilt als großer Hoffnungsträger des Konzerns. Wir sind ihn bereits gefahren.
Das Auto der Zukunft soll nicht nur emissionsfrei fahren. Sobald die Batterie den Verbrennungsmotor ablöst, muss die ganze Bordelektronik nachjustiert werden. Auf der IAA sind besonders platzsparende Akkus ein zentrales Thema. Neue Assistenzsysteme stehen vor dem Durchbruch.
Ministerpräsident Günther Oettinger, Koordinator der Medienpolitik der unionsgeführten Länder, will die Expansionspläne von ARD und ZDF bei den Digitalangeboten begrenzen. Im stern.de-Interview kritisiert er zudem den Trend zum Infotainment bei den Öffentlich-Rechtlichen.
Die erste Folge von "Tatort Internet" zeigte Kinderschänder auf der Teenie-Jagd. RTL 2 und Co-Moderatorin Stephanie zu Guttenberg wurden wegen der Reihe scharf kritisiert. Tatsächlich ging die Sendung erstaunlich sensibel mit dem Thema und den Opfern um - nur die Täter wurden hart angefasst.
Mehr als 500.000 mal wurde die kostenlose stern.de-App fürs iPhone bereits heruntergeladen. Die erfolgreiche Software ist jetzt moderner geworden und wurde komplett runderneuert. "stern.de 4.0" nutzt die beliebten iPhone-Features noch konsequenter aus.
Apple bringt den Spaß in das Computern zurück. Nachdem das iPhone bereits gezeigt hat, dass es tausendundeinen Grund gibt, ein Telefon auch für andere Dinge einzusetzen, macht das iPad nun den Net- und Notebooks den Garaus. Mein eigenes iPad liegt bereits auf dem Schreibtisch: Zeit für einen ersten Test. In den USA packte Apple den neuen Tisch-Rechner iPad zu Ostern aus. Über 500.000 Einheiten gingen so schnell über den Tisch, dass Apple die Einführung des Geräts in Deutschland mangels Masse um einen Monat verschieben musste - auf Ende Mai. Das hat viele ungeduldige Anwender dazu verleitet, das Gerät vorab in den USA zu bestellen. Ein alter Schulfreund von mir wohnt in Washington. Er bestellte mir ein iPad im amerikanischen Apple Store. Es wurde binnen weniger Tage portofrei zu ihm nach Hause geliefert. Er brachte es dann zu FedEx und in nur zwei Tagen konnte ich es bereits an meiner Haustür in Empfang nehmen. Zoll oder Einfuhrumsatzsteuer musste ich übrigens keine zahlen. So habe ich dank des halbwegs akzeptablen Dollarkurses in etwa so viel bezahlt, als hätte ich das Gerät Ende Mai in Deutschland gekauft. Nur dass die Garantieleistungen etwas schwieriger zu handhaben sind. Das iPad wird noch schnörkelloser und schlichter ausgeliefert als das iPhone. Es kommt in einer weißen Pappschachtel daher. Die birgt neben dem iPad selbst nur noch ein USB-Kabel mit Stromstecker und eine winzige Anleitung auf Papier. Es gibt keine Kopfhörer, was eine echte Unterlassungssünde ist. Und es gibt auch kein spezielles Putztuch. Denn eins zeigt sich sofort: Der Touchscreen des iPads ist binnen Sekunden mit hässlichen Fingerabdrücken übersät. Da sie wirklich stören, ist man als Benutzer ständig dabei, die Glasfläche zu putzen. Ich nehme immer ein Taschentuch mit hauchdünn aufgetragenem Glasreiniger. Das klappt super, hält aber immer nur für Sekunden. Das iPad selbst macht optisch einen superben Eindruck. Das Gerät sieht wirklich aus wie ein vergrößertes iPhone. Das Gerät ist nur 13,4 Millimeter dick und weist einen Bildschirm mit 24,63 Zentimetern Diagonale (9,7 Zoll) auf. Das Gewicht beträgt 680 Gramm. Das sieht nach wenig aus. Tatsächlich ist das iPad aber etwas schwerer als gedacht. Es lässt sich nicht mal so eben durch das Wohnzimmer transportieren - man trägt es sehr bewusst und immer in der Angst, es bloß nicht fallen zu lassen. Am liebsten nutze ich es liegend auf dem Sofa, wobei ich es auf dem Bauch abstütze. So klappt das am besten. Was ich erhofft habe, funktioniert. Man drückt den runden Knopf unter dem Bildschirm und schaltet das iPad auf diese Weise an. Kein lästiges Hochfahren mehr: Das Gerät ist sofort aktiv und kann umgehend verwendet werden. Das ist gut, wenn es darum geht, schnell mal was im Internet zu recherchieren, Termine nachzugucken oder den Wetterbericht zu lesen. Da hat unser Netbook, das extra dafür im Wohnzimmer steht, wohl ausgedient. Das iPad ist einfach benutzerfreundlicher. Beim ersten Start muss das iPad an den Rechner angeschlossen werden. Dabei meldet es sich bei iTunes an und schaltet die Benutzerführung auf die deutsche Sprache um. Bei mir gab es endlose Probleme beim ersten Anschließen. Ewig poppten Fehlermeldungen auf, iTunes erkannte das iPad nicht, Treiber wurden automatisch installiert. Nach endlosem Gefrickel fand ich heraus, dass es einen USB-Konflikt gab. Ich musste die USB-Speicherkartenleser aus dem System kicken, dann klappte alles. Glück gehabt. Komischerweise gibt es diesen Konflikt beim iPhone nicht. Das iPad bringt einen extrem hellen Bildschirm mit leuchtenden Farben mit. Fotos sehen sensationell gut auf dem Gerät aus - also weg mit dem alten Digital-Fotorahmen. Ich plane bereits, alle unsere Familienfotos mit dem iPad zu synchronisieren. Die Alben lassen sich übersichtlich sichten, man kann eine Diashow starten und außerdem ein Foto mit nur einem "Fingerwisch" gegen das nächste austauschen. Mit der berühmten 2-Finger-Geste werden Fotos außerdem ganz nach Wunsch verkleinert oder vergrößert. Auch Videos machen einen perfekten Eindruck. Ich habe schnell alle mit iTunes gekauften Kinofilme in das Gerät übernommen und probeweise "Transporter 3" und "The Ugly Truth" auf dem iPad gestartet. Im Quermodus kommen die Filme einfach perfekt zur Geltung, auch wenn das iPad keine 16:9-Ausrichtung des Bildschirms hat - und so beim Filmegucken schwarze Streifen neben dem Bild sichtbar bleiben. Auch der Sound des iPads ist sehr gut. Schade nur, dass er nicht in Stereo kommt. Es gibt nur eine versteckte Lautstärkebox am unteren Geräterand. Die Lautstärkeregler sind rechts oben am Geräterand zu finden. Mit hauseigenen Apps ist das iPad überraschend sparsam ausgestattet. Es gibt einen neuen Kalender und eine neue Kontakte-App, die perfekt die neue Auflösung des iPads nutzen und hier für den maximalen Überblick sorgen. Es gibt eine neue Video-App zur Verwaltung der Filme, die bewährte Google-App Karten in der Maxi-Version, ein neues YouTube, den AppStore, iTunes und die Notizen. Im Dock finden sich außerdem die angepassten Apps Safari, Mail, Fotos und iPod (nun ohne Videos). Viele bekannte und auch beliebte Apps fehlen. Ich vermisse vor allem die Uhr, den Taschenrechner, den Wetterbericht und die Sprachaufzeichnung, auf Aktien und Kompass kann ich verzichten. Gerüchte besagen, dass Steve Jobs mit den iPad-Versionen dieser Apps noch nicht zufrieden war und sie erst mit dem iPhone OS 4.0 nachreichen möchte, das für den Sommer anvisiert ist. Ich vermisse auf meinem iPad auch das iWork mit den versprochenen Produktivitäts-Tools aus dem Hause Apple. Hoffentlich werden die ebenfalls nachgereicht. Aber ich habe ja inzwischen 543 Apps für das iPhone, die kann ich ja auch auf dem iPad nutzen. Ich synce alle Programme und freue mich, dass das iPad 5x4 Icons auf einer Bildschirmseite zeigen kann - und nicht nur 4x4 wie auf dem iPhone. Nach einer Stunde Synchronisation ist alles perfekt. Die iPhone-Apps starten in ihrer originalen Auflösung in der Mitte des Bildschirms. Das bedeutet, dass sich ein extrem breiter schwarzer Rahmen um die App-Fenster zieht. Das sieht doof aus. Vergrößert man die App-Fenster künstlich auf volle iPad-Auflösung, so wirken die Apps sehr pixelig und Texte lassen sich kaum noch lesen, weil sie verschmieren. Ich bin etwas schockiert und auch frustriert - das hätte ich mir besser vorgestellt. Ich bin konsequent und lösche alle Apps wieder. Kompromisse möchte ich nicht eingehen. Das neue iTunes 9.1.1 sortiert mir meine Apps völlig neu - und getrennt nach den Geräten, für die sie geeignet sind. Die meisten Apps laufen nur auf dem iPhone. Es gibt aber auch welche, die in sich auch schon die iPad-Auflösung tragen und so auf beiden Geräten laufen können. Die hole ich mir gezielt auf das iPad. Im deutschen AppStore suche ich nach "iPad" bei den Apps. So finde ich weitere Gratis-Programme zum Ausprobieren, ein paar kaufe ich auch, darunter einen Wetterbericht. Noch gibt es im deutschen AppStore keine Trennung in iPhone- und iPad-Programme. Im US-Store kann man bereits per Mausklick umschalten und sich dann nur noch die iPad-Programme anzeigen lassen. Hier hole ich mir mit meinem US-Account noch einige Apps, die es hier noch nicht gibt oder die ich nicht finden konnte. Ich denke, das Angebot an echten iPad-Apps wird bald explodieren, noch empfinde ich es als mager und überschaubar. Auch sind viele iPad-Apps deutlich teurer als die iPhone-Varianten. Das wird sich geben, sobald der Konkurrenzdruck anzieht. Die Frage, die sich mir nun stellt: Wofür ist das iPad gut? Filme gucken, Fotos ansehen, im Internet surfen, Spiele spielen: Hier bekommt das iPad eine glatte Eins. Als Konsum-Konsole ist es komfortabel, cool, stylisch und vom Display, von der Performance und vom Sound her bestens aufgestellt. E-Mails lassen sich auch sehr gut bearbeiten. Die On-Screen-Tastatur lässt sich für kurze Texte bestens bedienen. Ich denke, dass ich auf Geschäftsreisen das Notebook in Zukunft Zuhause lassen werde. Mails kann ich unterwegs auch mit dem iPad bearbeiten. Das iPad wird auch problemlos die e-Book-Reader verdrängen, die es jetzt schon auf dem Markt gibt. Ich habe mir bereits die iPad-Apps für USA Today und BBC News aus dem Netz geholt. Die speziell für das iPad angepassten Texte dieser Apps lassen sich wunderbar auf dem großen iPad-Bildschirm lesen, ganze Artikel passen hier zweispaltig in die Ansicht hinein. Ich denke, das wird auch mit Büchern perfekt aussehen. Die Gratis-App Marvel zeigt jedenfalls, dass die kultigen USA-Comics im iPad besser aussehen als im Original. Sobald die ganzen deutschen Tageszeitungen und Wochenmagazine in eigenen iPad-Versionen verfügbar sind, wird das iPad mit Sicherheit die Lesemaschine Nummer 1 in diesem Feld werden. Es ist einfach ein toller Zusatznutzen. Auch die vielen Infodienste lassen sich auf dem iPad bestens verwenden. Wetterberichte abrufen, Kochrezepte nachschlagen, Apotheken suchen, Kino- und TV-Programm sichten, Fußball-Tabelle abrufen, Formel-1-Ergebnisse listen: Es gibt unzählige informative Apps, wie jeder iPhone-Anwender weiß. Sobald diese ganzen Apps endlich für das iPad adaptiert sind, geht es rund auf dem Gerät. Schon jetzt fällt mir auf, dass mir immer häufiger durch den Kopf schießt, wie klein der Bildschirm auf dem iPhone doch ist. Zuhause nutze ich ab sofort nur noch das iPad, das ständig griffbereit ist. Hier fehlen mir nur meine gewohnten Apps, die ich im iPhone täglich aufrufe. Was ich mir nicht vorstellen kann: Das iPad ist einfach kein Arbeits-Rechner. Lange Texte schreiben, Präsentationen machen, Tabellen bearbeiten - das kann ich mir nicht vorstellen. Zwar wird es über kurz oder lang viele produktive Apps geben. Da hat mein klassisches Windows-Notebook aber einfach noch mehr zu bieten. Eine echte Tastatur etwa. Und einen größeren Bildschirm. Für mich ist das iPad der Freizeit-Computer für den Wohnzimmer-Tisch. Mal eben was spielen, im Web surfen, eine Info besorgen: Hier spielt das Gerät seine Stärken aus. Enttäuschend ist das Angebot an Schnittstellen. USB- oder HDMI-Schnittstellen sucht man hier ebenso vergeblich wie einen Slot für eine SD-Speicherkarte. Immerhin wird Bluetooth unterstützt. Mal schauen, ob Apple hier bei zukünftigen Modellen mehr bietet. Gerade HDMI wäre ein echter Vorteil, um das iPad an den großen Fernseher anschließen zu können. Überwältigend ist dann wieder die Akku-Leistung. 10 Stunden soll der Akku bei voller Helligkeit und ordentlich Action auf dem Schirm aushalten. Das ist gut für lange Reisen in Bahn oder Flugzeug. Dann reicht der Saft auf einmal für drei Kinofilme nacheinander: Unsere alten Geräte für unterwegs machten immer schon nach einem Film schlapp. Ein echtes Problem: Ist das eingeschaltete Gerät via USB an meinen Windows-Rechner angeschlossen, so lädt der Akku nicht auf, wie ich das vom iPhone her gewöhnt bin. Am Mac soll es gehen, hab ich gehört. Egal, dann kommt das Gerät eben an die Steckdose. Oder es wird ausgeschaltet, wenn es am PC hängt, denn dann geht das Laden auf einmal. Das iPad wird es in sechs Variationen geben und zwar in den Speicherausstattungen 16, 32 und 64 Gigabyte wahlweise mit oder ohne internem 3G-Modem. Alle Geräte können über WLAN ins Internet gehen und bieten einen GPS-Chip. Das Einsteigermodell (16 GB WiFi) wird schon jetzt im Web für 549 Euro angeboten. Mein Fazit: Ich bin schwer begeistert und beeindruckt. Die flache Flunder wird sich bei mir schnell unentbehrlich machen, sobald ich alle meine Lieblings-Apps in iPad-Versionen beisammen habe. Ich bin sehr gespannt, wie sich das iPad in den kommenden Jahren entwickeln wird. Ich denke, vor allem im Spiele-Bereich, als Lesegerät für Texte und als Infotainment-Angebot fürs Wohnzimmer wird das iPad schnell Akzente setzen und zum Standard werden. ( Carsten Scheibe )
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