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5. Februar 2008, 15:00 Uhr

Neue Schiebetür

Eigentlich hätte es der Mazda 5 noch gar nicht nötig gehabt, das obligatorische Facelift. Niemand hatte sich beschwert. Neben etwas Kosmetik außen und im Cockpit wurde vor allem die Technik überarbeitet - und die Preise gesenkt. Von Michael Specht

In der Länge nicht gewachsen. Markant: die seitlichen Schiebetüren© Hersteller

Wir kennen das. Sobald ein Modell ein bisschen in die Jahre kommt, versuchen sich die Designer an einer optischen Auffrischung. Und wie jedes Mal ist es das gleiche "window dressing". Um dem Auto einen, wie alle Hersteller behaupten, "neuen dynamischeren Look" zu verpassen, werden meist die vorderen und hinteren Stoßfänger, der Grill, die Scheinwerfer und Rückleuchten überarbeitet. Als wenn das Modell zuvor wie eine barocke Schrankwand ausgesehen hätte.

Auch der Mazda 5, seit 2005 auf dem Markt und seit dem in Deutschland rund 34.000 Mal verkauft, musste sich dieser Kosmetik-Kur unterziehen. Am auffälligsten sind dabei noch die weiß umrandeten Rückleuchten. Schöner wurden sie dadurch aber nicht. Beim Rest müsste schon alt und neu nebeneinander stehen, um Unterschiede auszumachen. Die Finger ließ man jedoch vom bewährten wie funktionellen Innenraum-Konzept mit seinen insgesamt 45 Ablagen. Lediglich das Cockpit bekam eine leichte Überarbeitung: eine neue Mittelkonsole, eine andere Schrift der Instrumente und bessere Materialien.

Der Zweiliter-Benziner leistet 146 PS und überzeugt durch Laufruhe und niedrigen Verbrauch (7,9 Liter im Mix)© Hersteller

Seitliche Schiebetüren verhindern Beulen

In Sachen Audio-Elektronik gibt es jetzt MP3, Sprachsteuerung und Bluetooth sowie ein Touch-Screen-Navi. Beibehalten wurde das praktische Faltsystem der hinteren fünf Sitze. Mazda nennt es Karakuri. Liegen Reihe zwei und drei flach, passen bis zu 1678 Liter in den japanischen Van. Das reicht für zwei Mountain-Bikes oder den Großeinkauf bei Ikea.

Warum aber soll der Kunde überhaupt einen Mazda 5 kaufen, und nicht einen Touran, Zafira, C-Max oder Scenic? Gute Variabilität und Komfort bieten auch die Konkurrenten. "Für viele sind die seitlichen Schiebetüren wichtig", sagt Kenichi Fukunaga, der "Vater des Mazda 5". Erstens erlauben sie einen bequemeren Ein- und Ausstieg und zweitens schlägt der Nachwuchs dabei keine Beulen ins Nachbarblech. Für die Top-Version sind die Schiebetüren jetzt sogar in elektrischer Ausführung (770 Euro) zu haben.

Die wohl wichtigsten Änderungen am Mazda 5 betreffen die Technik. Schon kurz nach der Einführung vor knapp drei Jahren beklagte das Fachmagazin "AutoBild" gravierende Fahrwerksschwächen, die besonders bei Ausweichmanövern und voller Beladung auftreten konnten. Mazda reagierte sofort und hat sich für das jetztige Modell die Hinterachse nochmals zur Brust genommen, um Stabilität unter allen Umständen sicher zu stellen.

Neu: Sechsganggetriebe und Automatik

Auf der Antriebsseite erfuhr vor allem der 146 PS starke Zweiliter-Benziner eine gezielte Überarbeitung. Interne Vorgabe: mehr Kraft schon bei niedrigeren Drehzahlen (jetzt 185 Nm bei 4000/min) und geringerer Verbrauch. 7,9 Liter sind dabei heraus gekommen, vier Prozent weniger als zuvor. Beteiligt daran ist auch das neue Sechsganggetriebe, das sich etwas leichter und knackiger schalten lässt als die bisherige Fünfgangbox. Wer gar nicht eingreifen will und lieber schalten lässt, kann erstmals eine Automatik wählen (1380 Euro).

Diesel-Kunden bleibt dieser Luxus weiterhin verwehrt. Am 19. April rollt der neue Mazda 5 zu den Händlern. Freuen darf sich der Käufer dann über etwas ganz Ungewöhnliches: gesenkte Preise. Ja, auch so etwas gibt es! "Zwischen 200 und 600 Euro beträgt der Unterschied zum Vorgänger", sagt René Bock, bei Mazda der Leiter des Vertriebs. Der Einstieg beginnt damit statt einst bei 20 400 nun bei 20 200 Euro.

Von Michael Specht
 
 
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