Startseite

Diva aus der Mittelklasse

Eigentlich ist es nur eine aufgehübschte A-Klasse, aber trotzdem hat der CLA das Zeug zum großen Verführer. Gemessen an seiner Eleganz ist der schnittige Mercedes durchaus preiswert.

  Der CLA setzt auf Emotionalität und nicht auf Understatement.

Der CLA setzt auf Emotionalität und nicht auf Understatement.

Die elegante Mercedes-Limousine CLS hat sich für den reiferen Herrn schnell zum Verkaufsschlager entwickelt. Nun ist das jüngere Publikum dran, das Mercedes mit dem CLA bezirzen will. Der "kleine Bruder" des CLS basiert auf der frontgetriebenen A-Klasse und steht zu Preisen ab 28.977 Euro ab 13. April bei den Händlern. Die reine Vernunft hat beim CLA nichts zu suchen. Die bietet Mercedes in Form der B-Klasse an. Deutlich emotionaler geht es schon bei der A-Klasse zu. Am stärksten aber soll das Herz der Kunden bei dem Pseudo-Coupé schlagen. Hierfür hat sich Designchef Gorden Wagener mächtig ins Zeug gelegt und dem CLA markante Falten ins Blech gemalt. Der 44-jährige Entwickler spricht dabei gern von "skulpturalen Flächen" und "Charakterlinien". Puristen meinen, weniger wäre hier mehr gewesen. Das aber ist Geschmackssache und der Verkauf des CLA – übrigens windschlüpfigstes Serienauto der Welt – wird zeigen, wer am Ende Recht hat.

Knappe Kopffreiheit

Fakt ist, Form frisst Funktion. Das nach hinten stark abfallende Dach fordert seinen Tribut auf der Rücksitzbank. Erwachsene müssen hier mehr den Kopf einziehen als in der A-Klasse oder in der wenige Zentimeter kürzeren C-Klasse. Auch die Sicht des Fahrers nach schräg hinten ist konstruktionsbedingt eingeschränkter als bei einer normalen Limousine. Kleine Abstriche müssen Halter auch beim Kofferraum hinnehmen, aber 470 Liter sind für ein Auto dieser Art ein sehr guter Wert. Zudem lassen sich die Rücksitzlehnen umlegen und schaffen so weiteren Laderaum. Hinter dem Lenkrad entspricht das Interieur des 4,63 Meter langen CLA weitgehend der A-Klasse. Lediglich die Ziffern im Cockpit tragen eine andere Grafik und das Armaturenbrett geht stärker konturiert bis in die Türverkleidung über. Viel Mühe haben sich die Innenausstatter bei Materialauswahl und Verarbeitung gegeben. Alles fühlt sich gut an, ist sauber verlegt und leicht zu bedienen. Um jüngere Käufer nicht nur über das Design, sondern auch über das Thema Multimedia in den CLA zu locken, bietet Mercedes – wenn auch optional – alle Arten von Konnektivität an. Über das iPhone und spezielle Apps lässt sich unter anderem Facebook und Twitter bedienen. Auch besteht die Möglichkeit, Internet-Radio zu hören und Karten für Veranstaltungen zu buchen. Die Bedienung erfolgt über einen Drehdrücksteller auf der Mittelkonsole.

Top-Motor folgt später

Bei so viel Entertainment mag die Motorisierung fast zweitrangig erscheinen. Das getestete Fahrzeug war ein CLA 200 mit 115 kW/156 PS. Zum Marktstart hat der Kunde die Wahl zwischen drei Benzinern und einem Dieselmotor mit Leistungen zwischen 90 kW/122 PS und 155 kW/211 PS. Wem der Sinn nach mehr Leistung steht, der muss sich bis zum Herbst gedulden. Dann startet das Topmodell CLA 45 AMG 4Matic, in dem ein Zweiliter-Turbomotor über ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe 260 kW/354 PS an alle vier Räder weitergibt. Etwa zur gleichen Zeit rollt Mercedes den CLA dann auch mit dem Einstiegsdiesel an den Start. Der 100 kW/136-PS-Selbstzünder soll im Normzyklus lediglich 4,2 Liter verbrauchen.

Akzeptabler Aufpreis

Schon die A-Klasse ließ beim Fahren unmissverständlich durchblicken, auf was die Stuttgarter Autobauer setzen: Sportlichkeit. Auch den CLA kann der Fahrer mit einer spielerischen Leichtigkeit ums Eck scheuchen, ohne dabei in irgendeiner Weise Unruhe zu verbreiten. Das Sportfahrwerk aber ist nicht jedermanns Sache, Stöße kommen bisweilen zu trocken durch. Auf Dauer empfiehlt sich für den Alltag eher die Basis-Abstimmung. Sie überzeugt zudem mit angenehmem Langstreckenkomfort. Schönheit hat seinen Preis: Diesen Eindruck gewinnt, wer den Taschenrechner zu Hilfe nimmt. Gut 3.000 Euro trennen den CLA von einer identisch motorisierten und vergleichbar ausgestatteten A-Klasse. Angesichts des "größeren" Auftritts ein durchaus vertretbarer Aufpreis.

Michael Specht/MID/MID

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Zu hohe Inkassogebühren, rechtens?
Hallo, ich habe am 20 März 15 einen Vertrag über 12 Monate mit einem Fitness-Studio abgeschlossen. Die Kosten (9,98 € 14-Tägig, 39,99€ Verwaltung einmalig, 19,99 Trainer und Servicepauschale Jährlich) sollten per Einzugsermächtigung abgebucht werden. Kürzlich bekam ich überraschend einen Brief von einem Inkassobüro mit der Zahlungsaufforderung für die gesamten 12 Monate inkl. der Verwaltung und Servicepauschale + Auslagen des Gläubigers (63,38€), Zinsen (1,42€), Geschäftsgebühr (45€), Auskunftskosten (5€) , Auslagenpauschale (9€) Hauptforderung 320,28€ Offene Forderung 444,08€ Nach dem ich mich bei der Firma erkundet habe, sagten sie mir, dass Zahlung zurückgegangen ist da mein Konto nicht gedeckt sei. Fakt war das sie einen Zahhlendreher in der Kontonummer hatten obwohl im meinem Durchschlag die Richtige Kontonummer angegeben wurde. Aber im Original hat jemand aus einer 3 eine 8 geändert. Nach Überprüfung konnte ich Feststellen das es diese Kontonummer gar nicht gibt und das diese vom System gar nicht angenommen wird. Spätestens da hätte man mich doch hinweisen oder fragen können was mit dem Konto sei. Es kam nie ein zu einem Zahhlungsrückgang, noch zu einer Zahlungserinnerung Mahnung seitens des Fitnessstudios. Die AGB´s habe ich nie zu Gesicht nie bekommen und auch nicht gelesen - diese stehen (nach meiner Recherche) im Internet aber auch nicht definiert wie man in Zahlungsverzug kommt. Leider habe ich unterschrieben das sie mir bekannt sind. Dies steht ganz kleingedruckt im Durchschlag. Ich habe der Firma vorgeschlagen die offenen Beiträge bis jetzt zu bezahlen und für die Zukunft eine neue Einzugsermächtigung zu erteilen, was sie aber abgelehnt haben und mir gesagt haben ich soll dies mit dem Inkassobüro klären. Der Fitnessvertrag ist somit gesperrt seit einem Monat. Da ich aber mit den Gebühren, Mahnspesen von dem Inkassobüro nicht einverstanden bin weiß ich nicht ob ich diese bezahlen muss. Ich habe dem Inkassobüro auch vorgeschlagen die offenen Beiträge zu begleichen und diese dann wie vertraglich vereinbart abgebucht werden. Sie haben mir angeboten diese in einem Jahr zu einem monatlichen Beitrag von 35€ abzuzahlen. Dies währen Mehrkosten von 100€, ist das rechtens? Bitte Antworten sie mir in einer Sprache die ich auch versteh - mit langen Gesetzestexten kann ich leider nicht umgehen Und was Sie denken was ich tun soll was rechtens ist. Vielen Dank im Voraus

Partner-Tools