Startseite

Harte Laub-Bandagen

Nissan drückt den Leaf mit aller Gewalt in den Markt. Jetzt bekamen Händler, die nicht mitziehen die Kündigung …

Bei der Elektromobilität hört bei Nissan offenbar der Spaß auf und zwar nachhaltig. Nachdem sich 15 deutsche Händler weigerten, eine Zusatzvereinbarung zu unterschreiben, die vorsieht, den Nissan-Leaf ins Verkaufsprogramm aufzunehmen, kündigte Nissan jetzt das Vertragsverhältnis zum 31. Dezember 2014.

Nissan kündigt 15 deutschen Händlern: Harte Laub-Bandagen
  Nissan Leaf

Nissan Leaf

Vincent Wijnen, Geschäftsführer des Nissan Center Europe, kann das Sträuben der Händler vermeintlich gut nachvollziehen. Schließlich gäbe es Regionen, in denen die Akzeptanz für Elektromobilität nicht besonders ausgeprägt sei. Die Zahlen des Kraftfahrzeug-Bundesamtes bestätigen diese Annahme: Derzeit sind in Deutschland nur etwa 75.000 Elektro-Fahrzeuge zugelassen. Selbst die Bundesregierung sieht das Vorhaben gefährdet, bis zum Jahr 2020 eine Million Stromer auf deutsche Straßen zu bringen.

Für Wiijnen ist das aber kein Grund, von seiner harten Linie abzuweichen. "Der Leaf ist für unsere Marke ein sehr, sehr wichtiges Auto. Händler, die das nicht verstehen, können unsere Marke nicht länger vertreten", lautet die klare Ansage des Niederländers. Letztendlich ließen sich 15 von 222 Händlern trotz mehrerer Versuche nicht überzeugen. Jetzt folgte konsequenterweise der blaue Brief. Für den Nissan-Manager ein verschmerzbarer Verlust, da die Abweichler lediglich für 2,5 Prozent des Umsatzes stünden.

Zudem seien die Investitionen für die Händler überschaubar: Zwei Ladestation für 6.000 Euro und ein Nissan Leaf, den man zu günstigen Konditionen bekommt, plus die Schulung der Mechaniker an jeweils fünf Tagen. Die gefeuerten Nissan-Vertragspartner sehen das anders und machen ihren Unmut Luft: "Jetzt werden wir wegen einem Fahrzeug, dass derzeit noch nicht reif für den Markt ist gekündigt," schreibt ein Händler und verweist gleichzeitig auf die hohen Anforderungen, die der japanische Autobauer an sein Händlernetz stellt. Demzufolge sollte man im Frühjahr eine größere Menge Autos abnehmen. Nissan-Händler Christoph Schaller stimmt dem nur teilweise zu: "Auf der einen Seite übt Nissan schon eine Diktatur aus, aber ich stehe hinter dem Leaf." Für den Landsberger ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich die Elektromobilität durchsetzt. "Sobald der erste deutsche Hersteller ein Elektroauto in seinem Portfolio hat, wird sich die Wahrnehmung ändern", prophezeit Schaller.

Der Protest der Händler verhallte bei Nissan nicht ungehört. Beim ursprünglichen Plan wären mindestens 75.000 Euro pro Händler fällig gewesen, um den Leaf einzuführen. Das ist vom Tisch. Außer Frage steht aber, dass der Leaf zum Erfolg verdammt ist und die Japaner nicht mehr zurück können. Immerhin hat man rund vier Milliarden Euro in die Elektro-Mobilität investiert und im April nächsten Jahres läuft die Produktion des Leaf in Sunderland (Großbritannien) an. Die Autos müssen unters Volk, damit die Investitionskosten wenigstens teilweise wieder hereinkommen. Zumal die Kapazität des englischen Werkes bei maximal 50.000 Einheiten pro Jahr liegt. Doch diese Zahl angesichts der E-Skepsis vieler Kunden und der nahenden Offensive der deutschen Autobauer, in naher Zukunft zu erreichen, scheint mehr als schwierig.

Die Zahlen zeigen, wie schwierig das Unterfangen hierzulande ist: Bis Ende November sind in Deutschland 421 Leaf zugelassen worden. Das entspricht einem Marktanteil von 0,7 Prozent. Rund 250 entfallen davon auf den Handel oder sind von Nissan selbst. Weltweit sind etwa 43.000 der E-Mobile auf der Straße. Doch der Druck wird nicht geringer: Im nächsten Jahr wird es vom Kleintransporter NV 200 als E-Variante auf den Markt kommen.

Press-Inform/pressinform

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Zu hohe Inkassogebühren, rechtens?
Hallo, ich habe am 20 März 15 einen Vertrag über 12 Monate mit einem Fitness-Studio abgeschlossen. Die Kosten (9,98 € 14-Tägig, 39,99€ Verwaltung einmalig, 19,99 Trainer und Servicepauschale Jährlich) sollten per Einzugsermächtigung abgebucht werden. Kürzlich bekam ich überraschend einen Brief von einem Inkassobüro mit der Zahlungsaufforderung für die gesamten 12 Monate inkl. der Verwaltung und Servicepauschale + Auslagen des Gläubigers (63,38€), Zinsen (1,42€), Geschäftsgebühr (45€), Auskunftskosten (5€) , Auslagenpauschale (9€) Hauptforderung 320,28€ Offene Forderung 444,08€ Nach dem ich mich bei der Firma erkundet habe, sagten sie mir, dass Zahlung zurückgegangen ist da mein Konto nicht gedeckt sei. Fakt war das sie einen Zahhlendreher in der Kontonummer hatten obwohl im meinem Durchschlag die Richtige Kontonummer angegeben wurde. Aber im Original hat jemand aus einer 3 eine 8 geändert. Nach Überprüfung konnte ich Feststellen das es diese Kontonummer gar nicht gibt und das diese vom System gar nicht angenommen wird. Spätestens da hätte man mich doch hinweisen oder fragen können was mit dem Konto sei. Es kam nie ein zu einem Zahhlungsrückgang, noch zu einer Zahlungserinnerung Mahnung seitens des Fitnessstudios. Die AGB´s habe ich nie zu Gesicht nie bekommen und auch nicht gelesen - diese stehen (nach meiner Recherche) im Internet aber auch nicht definiert wie man in Zahlungsverzug kommt. Leider habe ich unterschrieben das sie mir bekannt sind. Dies steht ganz kleingedruckt im Durchschlag. Ich habe der Firma vorgeschlagen die offenen Beiträge bis jetzt zu bezahlen und für die Zukunft eine neue Einzugsermächtigung zu erteilen, was sie aber abgelehnt haben und mir gesagt haben ich soll dies mit dem Inkassobüro klären. Der Fitnessvertrag ist somit gesperrt seit einem Monat. Da ich aber mit den Gebühren, Mahnspesen von dem Inkassobüro nicht einverstanden bin weiß ich nicht ob ich diese bezahlen muss. Ich habe dem Inkassobüro auch vorgeschlagen die offenen Beiträge zu begleichen und diese dann wie vertraglich vereinbart abgebucht werden. Sie haben mir angeboten diese in einem Jahr zu einem monatlichen Beitrag von 35€ abzuzahlen. Dies währen Mehrkosten von 100€, ist das rechtens? Bitte Antworten sie mir in einer Sprache die ich auch versteh - mit langen Gesetzestexten kann ich leider nicht umgehen Und was Sie denken was ich tun soll was rechtens ist. Vielen Dank im Voraus

Partner-Tools