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12. Mai 2009, 20:48 Uhr

Fast and Furious mit Zulassung

Porsche Boxster, BMW Z4 und Audi TT Roadster bekommen Konkurrenz aus Fernost. Nissan bringt 2010 die offene Version des 370 Z mit 336 PS und automatischem Stoffverdeck. In den USA startet der Wagen schon im Sommer.

Nissan 370 Z Roadster, Stoffverdeck, Coupé, Sportwagen

In Nordamerika steht der offene Z im Spätsommer in den Startlöchern© Hersteller/PressInform

Reichlich Power, üppig ausgestattet und viel Nippon-Flair: Das Nissan 370 Z Coupé bietet eine Menge Sportwagen - und das für deutlich weniger Geld, als deutsche Premiummarken für vergleichbare Boliden verlangen. Nun rollt die offene Version des Z an und sie ist die seltene Möglichkeit, einen offenen japanischen Hochleistungssportler zu fahren. Mazdas MX-5 bietet zwar auch viel Freude an der Kurvenjagd, leistet aber maximal 160 PS. Honda hat seinen S2000 in die Wüste geschickt und in Toyotas Produktpalette ist schon lange kein Platz mehr für schicke Freiluft-Flitzer.

Unter der Haube des Z lauert ein 3,7 Liter großer V6-Motor mit 243 kW/331 PS und einem maximalen Drehmoment von 366 Newtonmetern (Daten vom Coupé, beim Roadster gibt es bislang nur die Daten der US-Version). In Nordamerika, schon immer der wichtigste Markt für Nissans Z-Modelle, steht zudem eine ab Werk getunte Variante namens Nismo zur Verfügung. Die Leistung steigt dann auf 355 PS, das maximale Drehmoment auf 374 Newtonmeter bei 5.200 Umdrehungen.

Zur Mehrleistung kommen größere Felgen, ein dickerer Frontstoßfänger mit integriertem Kinnspoiler, massivere Seitenschweller und ein großer Heckflügel – die Kino-Reihe "The Fast and the Furious" mit ihren gedopten Reiskochern lässt grüßen.

Wie das Coupé verfügt auch der Roadster über Hinterradantrieb, ein Lamellen-Sperrdifferenzial und mit Sechsgang-Handschaltung optional über ein System namens "Synchro Rev Control", das man bereits im Coupé testen konnte. Der Nissan gibt dann beim Herunterschalten automatisch Zwischengas, um die Drehzahl optimal anzupassen. Das ist zu Beginn ungewohnt, bringt aber weniger Hektik in den Gangwechsel, so dass sich der Pilot mehr aufs Lenken und Bremsen konzentrieren kann. Alternativ verfügen Coupé und Roadster über eine neu entwickelte Siebengang-Automatik mit Schaltwippen am Lenkrad. Auch der Automat passt mit automatischem Zwischengas die Drehzahl an, um den Schaltvorgang zu optimieren.

Plexiglas gegen den Wind

Den Trend zum Hardtop-Roadster, dem zuletzt selbst der Z4 erlag, macht Nissan nicht mit. Der 370 Z Roadster hat ein elektrohydraulisches Stoffverdeck, das den geschlossenen Wagen nach einem 20-sekündigen Striptease zum Sonnenanbeter macht. Das Verdeck bedient man mit einem Schalter an der Mittelkonsole. Je nach Ausstattung kann man es auch mit einer Drucktaste am äußeren Türgriff aktivieren.

Das gläserne Rückfenster ist beheizbar und zwischen den Überrollbügeln soll ein mit dem Z-Logo verziertes Plexiglas-Windschott Luftverwirbelungen im Zaum halten. Auch die beiden wulstförmigen Höcker am Übergang zur Kofferraumklappe sollen den Fahrtwind in geordnete Bahnen nach hinten lenken, um die Frisuren der Passagiere zu schonen.

In Nordamerika steht der offene Z im Spätsommer in den Startlöchern, die Europäer müssen sich noch bis 2010 gedulden. Zu den Preisen hat Nissan noch keine Angaben gemacht. Das Coupé ist ab 38.690 Euro zu haben. Der Roadster dürfte etwas teurer werden, aber wahrscheinlich deutlich günstiger als ein Porsche Boxster S (310 PS, 55.781 Euro), BMW Z4 sDrive35i (306 PS / 47.450 Euro) oder Audi TT RS Roadster (340 PS, 58.650 Euro).

Sebastian Viehmann / pressinform
 
 
KOMMENTARE (2 von 2)
 
michianso (13.05.2009, 08:04 Uhr)
Stark und böse ...
... da bin ich Fan von. ;-)
Trotzdem mag ich den Nissan nicht. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist sicher top und eine Ausfahrt im Nippon-Bomber zaubert einem sicher ein breites Grinsen auf's Gesicht.
Aber dennoch ist es einfach ein Wagen ohne jeglichen Stil und Eleganz, den eigentlich nur ein Jungspund fahren kann, für den solche Dinge nicht zählen - für den der Wagen aber i.d.R. viel zu teuer sein dürfte - und bei dem man ein Verständnis für derartige 'Werte' auch nicht erwarten kann.
Für einen berufstätigen Mittvierziger, der wohl allein schon aus finanzieller Sicht zur eigentlichen Zielgruppe gehören dürfte, aber gerade auch aus beruflicher Sicht Wert auf einen wenigstens halbwegs seriösen Auftritt legen muss, beschreitet Nissan den falschen Weg.
Der Z wird also vor allem Dank des krawalligen Designs und Gesamtauftritts - wie auch einst der S2000 - lediglich hinsichtlich der Fahrleistungen in Konkurrenz zu den Deutschen Produkten treten, in Sachen Image, Stil und Eleganz wohl kaum.
Greeper (12.05.2009, 21:15 Uhr)
@Pappnasen
Hey, waren unsere Pseudo-Energieexperten mit ihren Prius, Fiats und Fahrrädern zu langsam und sind noch nicht daheim am Rechner?
Keiner hat bisher geschrieben wie furchtbar böse und gemein stark motorisierte Autos sind!
Naja, ich schau später nochmal rein, sind wahrscheinlich alle noch mit 80 km/h auf der linken Spur unterwegs. Oder mit 50, regnet ja heute, gell?
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