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18. Dezember 2008, 11:20 Uhr

Durstiger Präsidenten-Panzer

Als Präsident der USA lebt man gefährlich. Spätestens seit John F. Kennedy fährt kein US-Staatschef in einem Cabrio. Für Barack Obama baut General Motors eine gepanzerte Cadillac-Limousine, der sogar Handgranaten und Sprengsätze nichts ausmachen sollen.

Obama, Cadillac, Panzer, Bush, Secret Service

Auf den ersten Blick ein normales Auto. Doch der Cadillac DTS ist in Wirklichkeit eine Festung auf vier Rädern© Cadillac/mid

Die Sicherheit des Präsidenten der Vereinigten Staaten ist für den Secret Service oberstes Gebot. Um diese auch unterwegs zu gewährleisten, fährt das Staatsoberhaupt der USA stets in gepanzerten Fahrzeugen, die traditionell von heimischen Herstellern stammen. Auch für Barack Obama wird ein solcher Koloss gebaut, vom krisengeschüttelten Automobilkonzern General Motors (GM).

Was aussieht wie ein schwarzer Cadillac DTS ist in Wirklichkeit eine Festung auf vier Rädern. Stahl, Aluminium, Titan und Keramik sollen laut "Sunday Times" die Karosserie für Munition aller Art undurchdringlich machen. Auch in unmittelbarer Nähe explodierende Handgaranten oder Sprengsätze sollen dem Vehikel nichts anhaben können. Das Hochdachfahrzeug basiert auf dem GMC 2500, einem gigantischen Pick-up.

Obama, Cadillac, Panzer, Bush, Secret Service

Stahl, Aluminium, Titan und Keramik sollen laut "Sunday Times" die Karosserie für Munition aller Art undurchdringlich machen© Cadillac/mid

Wie beim Dienstwagen von George W. Bush, einem gepanzerten Cadillac DTS, dürfte auch das "Obamamobil" über fast 13 Zentimeter dicke Fensterscheiben verfügen und in der Summe gut fünf Tonnen wiegen. Drei Stück sollen von dem im Volksmund genannten "Cadillac One" gebaut werden, von denen zwei als Lockvogel fungieren, um vom eigentlichen Präsidentenfahrzeug abzulenken.

Bleiben auch weitere Sicherheitsmaßnahmen und Umbauvorgaben streng geheim, so kann wenigstens der Kraftstoffverbrauch des präsidialen Panzers eingeschätzt werden, der bei gut 25 Litern Superbenzin auf 100 Kilometern liegt. Schon das Basisfahrzeug verlangt als Serienmodell 20 Liter Kraftstoff. Dass der bekennende Hybrid-Fan Obama als Präsident in einem solchen Spritfresser unterwegs sein wird, erzürnt einige Umweltaktivisten.

Vielleicht können sie damit besänftigt werden, dass der Privatmann Obama im vergangenen Jahr seinen Chrysler 300C Hemi gegen einen Ford Escape Hybrid eingetauscht hat und bis 2015 eine Million Hybridautos auf die US-amerikanischen Straßen bringen will.

mid/kosi
 
 
KOMMENTARE (3 von 3)
 
Eisenbaer (18.12.2008, 19:14 Uhr)
Den "Cadillac One" als Hybrid auszulegen....
...wäre wirklich keine schlechte Idee gewesen. Aber ich denke mal, dass 1. der Wagen für den künftigen Präsidenten entwickelt wurde und dass 2. zur Zeit des Stapellauf dessen oder deren Name letztendlich noch gar nicht feststand.
Blacky007 (18.12.2008, 14:56 Uhr)
Zeigt die Verbohrtheit der Umweltaktivisten
Bei dieser Staatslimosine handelt es sich nicht um ein x-beliebiges Auto, sondern um das Dienstfahrzeug des wohl am meist gefährdetsten Menschen der Welt, der einen ganz besonderen Schutz benötigt. Dass sich hier Umweltaktivisten entzürnen, sagt alles über deren Intelligenz und Sichtweise!
albundy69 (18.12.2008, 14:53 Uhr)
New frontiers ......
...(neue Grenzen) wird dieses Gefährt setzen, z.B. in Hinsicht Verbrauch. Und das bei einem Kandidaten Barak Hussein Obama, der "change" versprach und "Verarsche" bringt. Wann erkennen die Gutmenschen endlich, dass John Mc Cain älter und schwerfälliger gewesen wäre, dafür aber "tough" und ehrlich. Bei dem "president elect" der nicht den "Change" sondern "C.R.Y" (Clinton revival years) bringt, da kann man nur sagen GOD BLESS AMERICA !
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