Deutsche Männer ahnten es schon immer: Der Franzose weiß einfach besser, was Frauen wollen. Mit einem herrlichen Raumgefühl und einem Bouquet cleverer Detail-Lösungen umgarnt der Renault Modus die verwöhnte Damenwelt.

Renault Modus: Kleiner Ausflug in die große Welt© Gernot Kramper
Wie rau und hart hört sich auf Deutsch das Wort "Modus" an, so als wäre der Wagen aus einem Stahlkasten herausgequetscht worden, das passt verbal vielleicht zum "One-Box-Design", aber nicht zum Charakter des neuen Kleinwagen aus Frankreich. Spitzen Sie die Lippen wie ein Franzose und sagen Sie langsam "Modüs". Sehen Sie, so hört es sich gleich viel süßer an. So wie ein freundliches kleines Hündchen, das einen mit munterem Schwanzwedeln überall hin begleitet.
Im Kleinwagensegment hat sich Renault den guten Ruf erworben, sympathische, unkonventionelle und zudem praktische Wagen anzubieten. Da macht der Modus keine Ausnahme. Anstatt sich auf komplizierte Technik im Fahrwerk zu kaprizieren, setzt Renault auf eine frische Erscheinung und jede Menge praktischer Details im Innenraum. Von außen soll der Mini-Mini-Van vor allem nett aussehen. Ein schönes Gesicht besitzen und auf aggressive Unarten tunlichst verzichten. Diese Lektion hat der Modus gelernt, schon auf den ersten Blick zeigt er sich als netter Zeitgenosse. Das klassische Gesicht mit dem Renault-Rhombus und den großen Klarglasscheinwerfern wirkt lebendig, das prägnante Heck weist den Modus als echten Renault aus. Die extrem kurz gehaltenen Überhänge sorgen für Wenigkeit und gutes Handling. Der vergleichsweise lange Radstand ermöglicht überdies eine geräumige Kabine.
Kennen Sie Leute, die immer etwas verlegen? Die nie ihren Schlüssel finden können? Höchst wichtige Dinge an hochgeheimen, obskuren Orten verstecken, so geheim, dass sie erst nach Jahren zufällig wieder an ihre Schätze kommen? Für solche Zeitgenossen wurde der Modus geschaffen. Mit nur 3.792 mm Länge könnte der Modus als Marktführer im Quotienten von Fahrzeuglänge und Stauraumdichte gelten. Kaum ein anders Fahrzeug bietet mehr Klappen, Stauraum, Geheim und Sonderfläche. Toll, was frau alles mitnehmen kann, wahrscheinlich mehr als in die erste Studentenwohnung nach dem Auszug zu Haus. In Sachen Unterbringung kannte die Fantasie der Designer keine Grenzen, hier nur die wichtigsten Stau-Ideen:
Geheimversteckchen: Darauf soll man erstmal kommen, zwei Fächer liegen im Fahrzeugboden direkt unter den Füßen der vorderen Reihe. Gut für Dinge, die man nicht so häufig braucht.
Küchenschublade: Unter dem Beifahrersitz kann eine kastenförmige Lade geordert werden. Geschätztes Fassungsvermögen: 40 CDs. # Eis-Versteck: Cola on the Rocks. Ist der Modus mit Klimaanlage versehen, wird das extra-große Handschuhfach gekühlt.
Po-Versteck: Beim Beifahrersitz lässt sich das mittlere Kissen hochklappen, darunter kann man zwar nur Papiere verstauen, aber hochgeklappt gibt es endlich einen rutschfesten Halt für Hand oder Aktentasche. Vorbei die Zeiten, dass nach einer Bremsung - Rumms - die ganze Pracht im Fußraum herumfliegt.

© Dr. Jürgen Gebhardt
Der Modus bringt der Fahrerin den Himmel näher. Welche Frau wünscht das nicht? Und welcher Mann scheitert nicht an dieser Aufgabe. Diese emotionale Bedürfnis-Lücke füllt der Modus perfekt aus. Eine große Panaromascheibe sorgt für den richtigen Durchblick im Parkplatzdschungel, darüber spannt sich ein riesiges Glasdach (allerdings optional), welches das gesamte Kabinendach füllt. Die Technik ist aus dem Megane bekannt: Das Dach besteht aus zwei Segmenten und kann bis zu 50 mm weit geöffnet werden. Neben der Frischluftzufuhr führt die Kuppel-Verglasung zu einem weiten und lichten Raumgefühl: Zur der Rundumsicht kommen die Wolken hinzu. Gerade in einem kleineren Wagen verschafft die neue Offenheit ein weitaus großzügigeres Raumgefühl, als es die nackten Maße erwarten lassen. Wellness für die Seele: Wenn Bäume und Wolken über dem Wagen dahin gleiten, vergisst "sie" für ein paar Minuten Termindruck, Einkaufstress und Kinderzank.