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14. März 2008, 10:08 Uhr

Elektro-Schocker

Studien geben einen Ausblick auf kommende Serienmodelle - doch für atemberaubendes Styling bleibt immer Platz. Unter der Haube ist nur noch ein Elektromotor politisch korrekt, den nötigen Saft geben Brennstoffzellen.

Die an einigen Stellen fast scharfkantig gezeichnete Karosserie des Sintesi erinnert ein wenig an Lamborghini oder Ferrari© Martial Trezzini/EPA

Eine der Aufsehen erregendsten Studien des Genfer Salons kommt von einem alten Hasen der Branche: Die Designer von Pininfarina kombinieren im Sintesi klassische Sportwagen-Attribute mit einem futuristischen Look und modernstem Antrieb. Die an einigen Stellen fast scharfkantig gezeichnete Karosserie erinnert ein wenig an Lamborghini oder Ferrari. Vier Flügeltüren erleichtern den Einstieg. Und ob eine Technologie serienreif ist oder nicht, stört bei einem Concept Car niemanden: Der Sintesi bezieht seine Kraft aus Brennstoffzellen und rennt mit vier elektrischen Radnaben-Motoren satte 248 km/h.

Seat gibt einen Ausblick auf den Ibiza der Zukunft - mit der rassigen Studie Bocanegra. Übersetzt heißt das "Schwarzer Mund". Der glänzend schwarze Kühlergrill geht nahtlos in die geschlitzten Scheinwerfer über, so dass es aussieht, als schwebe die knallrote Motorhaube über dem Grill. Der Bocanegra könnte fast als spanischer Konkurrent zum Scirocco durchgehen. Und tatsächlich arbeitet unter der Haube der gleiche Basismotor, ein 1,4-Liter großer Turbobenziner mit Siebengang-Direktschaltgetriebe.

Honda und Hyundai zeigen zwei wuchtige Coupés mit hoher Gürtellinie und schmalen Fenstern. Während der Honda CR-Z nur über zwei Türen verfügt, hat der Hyundai i-mode deren vier. Die sechssitzige Studie lässt erahnen, wie sich die Koreaner die Zukunft der Freizeitautos vorstellen. Bei der Sitzanordnung ist cooles Abhängen angesagt - der Beifahrer zum Beispiel kann seinen Sitz um 360 Grad drehen und zusätzlich auf einer Schiene in Längsrichtung frei bewegen.

Franzosen-Libelle

Coupé-Ambitionen zeigt auch Renault mit einer Concept-Studie des Megane. Das Highlight sind die zweiteiligen Flügeltüren, die sich in einem komplizierten Öffnungsmechanismus entfalten. Von vorn erinnert Renaults Zukunftsvision damit ein an eine Libelle im Schwebeflug. Die Leichtigkeit des Seins feiern die Franzosen auch im Cockpit: Die Sitze gehen fließend in die Seitenschweller über und scheinen frei im Innenraum zu schweben. Analoge Instrumente haben in solch einem Concept Car natürlich nichts verloren. Über alles Wichtige informieren Bildschirme, und statt profaner Außenspiegel beäugen Kameras das Geschehen rund ums Auto.

Wer es gern etwas züchtiger und ruhiger mag, findet im Saab 9-X BioHybrid Concept einen Gegenpol zu fließenden Formen und aufgeregten Linien. Die knorrige Studie gibt einen Ausblick darauf, wie Saab in Zukunft die heiß umkämpfte Kompaktklasse angreifen will. Der 9-X wirkt wie eine Mischung aus Saabs aktueller Designsprache und der viel beachteten Studie Aero X Concept. Angetrieben wird der Schwedenstahl der Zukunft von einem Vierzylinder-Turbomotor, der auch Bio-Ethanol tanken kann. Außerdem steckt die neueste Generation des GM-Hybridsystem unter der kantigen Karosse.

Mehr etwas fürs Herz ist das Lifecar vom britischen Roadster-Traditionalisten Morgan. Die Leichtbau-Reise ins Retro-Land wird von einer Brennstoffzelle mit Energie versorgt, an jedem Rad sitzt ein Elektromotor. Damit sollen 137 km/h möglich sein - mehr als genug für die strengen Tempolimits im Königreich.

Sebastian Viehmann / pressinform
 
 
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