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The Beast - dieses Auto schützt Trump vor Hamburgs Demonstranten

Donald Trump reist mit dem am besten geschützten Auto an die Elbe. Der Cadillac Number One heißt "The Beast" - und man sollte sich ihm besser nicht in den Weg stellen.

Das aktuelle Modell von "The Beast" war bereits in Brüssel. Alle Fahrzeuge werden von Militärflugzeugen transportiert.

Das aktuelle Modell von "The Beast" war bereits in Brüssel. Alle Fahrzeuge werden von Militärflugzeugen transportiert.

Der G20-Gipfel in Hamburg hat wenig Fans - aber viele Gegner. Das größte Hassobjekt unter der Mächtigen der Welt dürfte Donald Trump sein. Doch der US-Präsident ist besser geschützt als jeder andere. Auf Hamburgs Straßen bewegt sich Trump nur im eigenen - bekannt als "The Beast", das Biest.

Sicher wie ein Panzer

Trotz des eher unscheinbaren Äußeren sollte sich niemand mit dem Cadillac Number One anlegen. In der rollenden Trutzburg sitzt Trump so sicher wie in einem Panzer. Seit vielen Jahren baut eine Spezialabteilung von General Motors mehrere schwer gepanzerte Cadillac für den US-Präsidenten. Kurz nach Trumps Amtseinführung wurde eine neue Version fertig. Optisch ist sie kaum vom Vorgänger zu unterscheiden - beide Versionen orientieren sich am Design des alten Cadillac STS -, sehen inzwischen also etwas altbacken aus. Der Präsident sitzt hinten in einem Passagierabteil, es ist komplett vom Arbeitsbereich des Chauffeurs getrennt. Ans Steuer darf Autofreund Trump nicht mehr, seitdem er Präsident ist.

Bei der Amtseinführung wurde Donald Trump noch vom Vorgänger-Modell begleitet.

Bei der Amtseinführung wurde Donald Trump noch vom Vorgänger-Modell begleitet.


Panzerung und Sauerstoffversorgung

Einzelheiten werden geheim gehalten, aber dennoch sickert einiges durch. Zuerst einmal ist die Limousine vier Zentimeter dick gepanzert. Anzunehmen ist, dass es sich um eine moderne Verbundpanzerung aus Carbon und Titan handelt und nicht um simple Stahlplatten.

Der Unterboden des Fahrzeugs ist antimagnetisch, um so das Anbringen von Haftminen zu verhindern. In den Begleitfahrzeugen befinden sich starke Störsender, damit keine Bomben per Fernbedienung gezündet werden können. Fällt das Beast in die oder gerät in einen Giftgasangriff, schützt es die Insassen mit einer eigenen Sauerstoffversorgung. Die gepanzerten Fenster sind fest versiegelt - nur das Präsidentenfenster und das des Chauffeurs lassen sich öffnen. Die Reifen aus Kevlar können zur Not auch auf einem innenliegenden Ring aus Stahl fahren. Sogar Blutkonserven für den Präsidenten sollen sich an Bord befinden. Gegen Demonstranten kann ein Werfer mit Tränengasgranaten eingesetzt werden.

The Beast: Donald Number One - die rollende Trutzburg
2009 Cadillac Presidental Limousine

2009 Cadillac Presidental Limousine

Der V8-Motor soll mehr als 600 PS bereitstellen - auch 1000 PS wurden schon genannt. Für schnelle Verfolgungsjagden ist das acht Tonnen schwere Ungetüm jedoch nicht ausgelegt. Sieben Meter Länge und kugelsichere Reifen machen The Beast ziemlich unflexibel. Präsident Obama ist mit seiner Limousine sogar einmal auf der Auffahrt zur US-Botschaft in Dublin steckengeblieben.

Keine absolute Sicherheit

Die Panzerung schützt die Insassen vor automatischen Waffen. Selbst einfache Panzerfäuste können die Verbundpanzerung nicht durchdringen. Die Scheiben bestehen aus fünf Lagen Glas und Kunststoff - sie sollen großkalibrigen Revolvern und Sturmgewehren widerstehen können. Ein schweres Maschinengewehr und mehrere Treffer einer Material Gun würden sie aber wohl doch zerschlagen. Das mächtige Beast ist nur ein Baustein in den Sicherheitsmaßnahmen rund um den US-Präsidenten. Es soll nur vor einem ersten Angriff schützen - dann sollen die Agenten in den Begleitfahrzeugen dem Beast die Flucht ermöglichen.

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