. .
Fahrberichte und Autotests
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
16. Dezember 2009, 14:27 Uhr

Klimaschutz auf vier Rädern

Der nächste Prius fährt rein elektrisch - etwa 20 Kilometer weit. Das klingt wenig, reicht aber meistens. Erst danach springt der Benziner an. stern.de hat den Wunderwagen bereits gefahren. Von Frank Janßen

Toyota Prius Plug-in Hybrid

Der Prius PHV beschleunigt leise surrend© Hersteller

Es ist ihm nicht anzusehen. Dieses Auto verkörpert den nächsten Schritt auf dem Weg zu elektrischer Mobilität, einen Riesenschritt sogar. Aber man sieht es ihm nicht an, zumindest nicht auf den ersten Blick. Dabei ist das Hybridfahrzeug Toyota Prius schon in seiner Serienversion kein normales Auto. Aber was in diesem Prototypen hier steckt, das ist schon ziemlich abgefahren.

Optisch ist es allerdings ein bisschen so wie bei dem Suchspiel "Original und Fälschung", wo man zehn Fehler finden soll, die beide Bilder voneinander unterscheiden. Nur: Beim Prius und seinem modernsten Abkömmling, dem Prius als Plug-in Hybrid Vehicle (PHV), sind es noch nicht einmal zehn Unterschiede; jedenfalls nicht, bevor man anfängt, tief unter dem Blech zu suchen.

Lädt auch an 220 Volt

Die Klappe, unter der die Steckdose verborgen ist, entdeckt man ziemlich schnell. Sie befindet sich im vorderen linken Kotflügel. Der Ladeboden des Kofferraums ist auch etwas höher – wegen der größeren Batterie. Sie stellt das entscheidende Bauteil dar. Beim herkömmlichen Prius ist es ein Nickel-Metallhydrid-Akku, der etwa 45 Kilogramm wiegt und maximal 27 Kilowatt leistet. Beim Plug-in-Prius kommt dagegen ein rund 155 Kilo schweres Lithium-Ionen-Paket zum Einsatz, das im besten Fall 50 Kilowatt schafft. Damit soll der Steckdosenhybrid 20 Kilometer und bis zu 100 km/h schnell rein elektrisch fahren können. Auf längeren Strecken fährt der Plug-in-Prius wie ein normaler Hybrid: Benziner und Elektromotor betreiben effiziente Arbeitsteilung. Für eine volle Batterie muss der Prius PHV etwa 100 Minuten an eine herkömmliche 220-Volt-Steckdose. Zielgruppe: Umweltbewusste Pendler, die es zur Arbeit nicht so wahnsinnig weit haben.

Toyota Prius Plug-in Hybrid

Volltanken auch am normalen Haushaltsnetz© Hersteller

Serie kommt 2012

Der serienmäßige Prius kommt elektrisch auf etwa zwei Kilometer Reichweite und eine Geschwindigkeit von knapp 50 km/h. Und man muss sehr behutsam auf das Gaspedal drücken, sonst schaltet sich der Benzinmotor zu.

Das ist beim Prius PHV ganz anders. Er beschleunigt leise surrend. Beschleunigt weiter. Und weiter. Man hört bloß dieses hochfrequente Singen des Elektroantriebs, Reifen auf dem Asphalt und Windgeräusche. Nur wenn man das Pedal mit Kraft bis zum Anschlag durchdrückt wie bei einem Kickdown, dann springt der Benzinmotor früher an. Oder wenn die Batterie leer ist. „Dann wechselt der Prius PHV ganz sanft in den Hybrid-Modus“, sagt der Yukata Matsumoto, einer der Toyota-Entwickler. Ein kaum merklicher Unterschied also. Aber ein gewaltiger. 2012 soll der Prius PHV auf den Markt kommen. Bis dahin laufen 500 dieser Fahrzeuge in verschiedenen Großversuchen – je 150 in Europa und den USA sowie 200 in Asien. Reichlich Zeit also noch, um sich an den Gedanken an elektrisches Fahren zu gewöhnen.

Von Frank Janßen
 
 
KOMMENTARE (10 von 15)
 
Swissmiss (18.12.2009, 12:10 Uhr)
kompensierende Effekte
Ich habe in meinem Bekanntenkreis ein Pärchen, das sich vor ein paar Jahren einen Prius angeschafft hat - mit dem Effekt, dass sie nun soviel rumfahren wie nie zuvor. "Er verbraucht ja nicht so viel, ist umweltfreundlich". Für die Umwelt wäre es wohl besser gewesen, wenn sie das alte Auto (klein und erst ein paar Jahre alt) behalten hätten und einfach weniger rumgefahren wären. Heute fahren sie schnell mal 2 Km, nur um die Sonntagszeitung zu kaufen! Eben, ihr Auto ist jetzt ja "umweltfreundlich".
Mercedesfan (18.12.2009, 00:24 Uhr)
Keine Lösung
@artbond
Zetsche plappert mir jedem Abend vor, was ich zu denken habe. Klar doch, lieber Priusfahrer, ich hoffe Sie sind so glücklich mit Ihrem Wagen, wie ich mit meinem. Vom Ansatz her bleibt Hybridtechnik, eine exotische Zwischentechnologie, die keines der anstehenden Energieprobleme wirklich löst. Wetten, dass (sagen wir mal) Mitte des Jahrhunderts, diese Technik wieder verschwunden ist
@gormiti
Ihre Ausdrucksweise ist ja wirklich geschliffen und hat inhaltlich Niveau. Donnerwetter, Sie haben's drauf
gormiti (17.12.2009, 10:01 Uhr)
@Mercedesfan
Da sie sich ja zur Dreckschleuder bekennen, habe ich auch keinen anderen Kommentar erwartet.
Mit ihrem "Das hat Mercedes schon früher..." Disqualifizieren sie sich. Erinnern sie sich als der Prius vorgestellt wurde?
Mercedes belächelte mal wieder alles dumpf. Merkte aber schnell "Da gibts Bedarf und die anderen waren besser, die habe nda mal was zu ende gebracht wo wir gescheitert sind an unserer Ignoranz"
Man sagte dann gez schnell beim Rentnerverein, "wir forschen daran" jajaja und sehen sie einen Elektromercedes auf der Straße.
Deutsche Autos sind und bleiben superpeinlich. Altmänneronaniervorlage. Sonst nix
artbond (17.12.2009, 09:59 Uhr)
@Mercedesfan
schön das sie alles Nachplappern was ihnen Herr Zetsche vorsagt... sieht man schon an ihrem Nickname...

Wenn Sie sich mal tiefer mit der Materie des Prius beschäftigen würden, wüssten Sie, das er nicht einfach stumpf zwei normale Motoren rumträgt. Der Benziner läuft nach dem Atkinson-Prinzip und erreicht einen höheren Wirkungsgrad als ein normaler Benziner. Er hat dadurch leider aber auch ein niedriges Drehmoment, dieser Nachteil wird eben durch die Kombination mit dem E-Motor mehr als wett gemacht. Somit ist der Prius tortz zwei Motoren selbst auf Langstrecken sparsamer! Schauen Sie sich mal die realen Verbräuche auf Spritmonitor.de an. Solche Lösungen sind zu Hauf im Prius verbaut.
dist-bln (17.12.2009, 09:43 Uhr)
Fortschritt..?
- herkömmlicher Prius ein Nickel-Metallhydrid-Akku 45 kg- max. 27 Kilowatt
- beim Plug-in-Prius ein Lithium-Ionen-Paket 155 kg- max. 50 Kilowatt...?
wären da nicht 2 "alte" Akkus mit nur 90 kg und 54 KW besser (vorrausgesetzt man findet den Platz)..?
Mercedesfan (17.12.2009, 03:07 Uhr)
Kleine Ergänzung
Brennstoffzellenfahrzeug meint natürlich Wasserstofffahrzeug....
Mercedesfan (17.12.2009, 03:04 Uhr)
Sauber fahren, schmutzig laden
Elektro- und Hybridfahrzeuge sind ja vom Prinzip her wirklich ein alter Hut. Das hatte Mercedes (in Nutzfahrzeugen) schon in den Siebziger Jahren und früher getestet. Was hier in den Kommentaren zu Recht anklingt: Wo Soll denn der Strom herkommen, wenn wir alle über Nacht an der Steckdose unsere Elektrofahrzeuge aufladen? AKW sind warum auch immer politisch verpönt, also was denn nun? Von nichts kommt nichts. Hybridfahrzeuge werden den deutschen Herstellern aufgrund eines völlig wahnwitzigen Hypes aufgezwungen. Das kann nicht die Lösung für die (nicht fossile) Brennstoffzukunft sein. Zwei getrennte Antriebe sind blödsinnig, teuer in der Herstellung und bringen auf der Langstrecke ausser Mehrgewicht gar nichts. Brennstoffzellenfahrzeuge wären eine intelligente Lösung, wenn, ja wenn der Strom zur Brennstofferzeugung auch wirklich umweltfreundlich erzeugt würde. Da ist das Projekt der Solarzellen in der Wüste ja gar kein so schlechter Ansatz. Aber eine Welt mit sauberen Elektrowägelchen, die sich mit "schmutzig" erzeugter Energie laden, das kann ja auch nicht erstrebenswert sein
IchWillAuchWasSagen (16.12.2009, 22:54 Uhr)
STROM
... muß man doch nicht zwangsläufig aus Braunkohle gewinnen. Es gibt doch auch andere Möglichkeiten!
chatahootchee (16.12.2009, 19:30 Uhr)
UND DER STROM
wird mit Braunkohle erzeugt. Soviel zur Umwelt!
Laserstrahl (16.12.2009, 16:36 Uhr)
Hybridfahrzeuge ?
Leider haben diese Autos noch zu viel Gewicht, dass sie herumschleppen müssen.
"Zukunft Elektroauto" Alles was sie über Elektrofahrzeuge wissen sollten- ein interessantes buch bei amazon.de gesehen..
MEHR ZUM ARTIKEL
MEHR ZUM THEMA
powered by wefind WeFind
 
Partnerangebot Kfz-Versicherungsvergleich

Versicherungsbeiträge erhöht? Nutzen Sie jetzt Ihr Sonderkündigungsrecht und sparen Sie bis zu 500€ im Jahr. mehr

 
 
 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (22/2012)
Dick im Geschäft