Startseite

Lieferwagen im Freizeitlook

Bisher war der VW-Caddy vor allem bei Handwerkern und Hausmeistern ein Hit. Junge Familien stieß seine biedere Gestalt dagegen ab. Der neue sieht deutlich besser aus und wurde nicht einmal teurer.

Der Caddy bietet den meisten Raum fürs Geld - zumindest im VW-Universum. Trotz des Ausstattungspakets "Life" für Privatäufer konnte der VW-Lieferwagen bei Familien nicht landen. Selbst die langgezogene Maxi-Variante begeisterte nicht. Das lang nicht zuletzt an der äußeren Gestalt. Der T5 von Volkswagen zeigt, wie begehrt ein Nutzfahrzeug sein kann. Der Caddy hingegen sah immer so tranig und bieder aus, dass er sich nie als clevere – weil günstigere – Alternative zu Wagen wie dem Multivan etablieren konnte.

Damit ist jetzt Schluss, der Caddy hat das neue Markengesicht von VW bekommen und sieht auf einmal sehr viel frischer und dynamischer aus. Die zweite gute Nachricht: VW senkt die Preise. Bei der Preiserhöhungsrunde im April war der Caddy ausgespart worden. Jetzt erhält der Kunde auch noch einen kleinen Nachlass. Dabei bietet Volkswagen auf der aktuellen technischen Basis ein völlig neu entwickeltes Fahrzeug. Die Preise für den kleinsten Caddy, dem 1.2 TSI mit 5-Gang-Schaltgetriebe und 63 kW / 86 PS beginnen bei 16.678 Euro. Bislang musste man für den bis dato Kleinsten, den 1.4-Liter-Caddy, 16.969 Euro auf den Tisch legen. Wer dieselsparend fahren will, muss für 1.6 TDI BlueMotion mit 75 kW / 100 PS mindestens 20.581 Euro auf den Tisch legen. Der bisherige 1.9 TDI Bluemotion mit 102 PS kostete 21.753 Euro. Die Preise beziehen sich auf die fünfsitzige Kombiversion – der Kastenwagen beginnt bei 16.178 Euro.

Moderate Verbrauchsreduktion

Alle sechs neuen Motoren sind Direkteinspritzer mit Turboaufladung. Zur Auswahl stehen zwei Benziner, drei Diesel und ein Erdgas-Modell. Die Common-Rail-Diesel leisten 55 kW / 75 PS, 75 kW / 102 PS, 81 kW / 110 PS und 103 kW / 140 PS. Serienmäßig sind die Motoren mit Dieselpartikelfilter ausgerüstet. Optional kann der 102-PS-TDI mit einem 7-Gang-DSG bestellt werden. Den stärkeren 140-PS-TDI gibt es hingegen ausschließlich mit einem 6-Gang-DSG-Getriebe. Der 81-kW-TDI Motor ist nur in Verbindung mit 4MOTION verfügbar. Das sparsamste Modell ist der 1.6 TDI Bluemotion mit 4,9 Litern auf 100 km/h. Das entspricht einer Verbrauchsreduzierung von 0,6 Litern gegenüber dem Vorgängermodell.

Nachteile der Starrachse geschickt kaschiert

Bei den Benzinern kommen die 1.2 TSI-Motoren mit 63 oder 77 kW zum Einsatz. Es gibt sie ausschließlich mit Handschaltung. Auch weiterhin gibt es den Caddy mit der bereits bekannten Erdgasvariante 2.0 EcoFuel (CNG) mit 80 kW / 109 PS. Alle Motoren erfüllen die Euro 5-Norm. In der Praxis erweisen sich die neuen Motoren als eine deutliche Verbesserung. Der Caddy lässt sich damit flott und zügig durch den Stadtverkehr lenken und macht auch beim Beschleunigen und auf der Autobahn eine gute Figur. Die neuen Motoren wirken niemals überfordert. Im alten Caddy ging es in diesem Punkt zäher zu. Verbessert wurde abermals das Handling. Von der hinteren Starrachse merkt man bei normaler Fahrtwenig. Der neue Caddy fühlt sich an und fährt sich wie ein PKW - auch weil die Geräuschdämmung verbessert wurde.

Deutlich hübscher

Am Design wurde viel getan. Die Front wurde dem neuen Markengesicht angepasst. Die Scheinwerfer haben jetzt ein serienmäßiges Tagfahrlicht. Optional kann der Kunde ein Abbiegelicht und die praktische Dachreling erwerben. ESP ist endlich serienmäßig. Dafür blieb der beliebte Unterfahrschutz bei der Serienausstattung auf der Strecke. In Zukunft wird es für den Volkswagen-Lademeister vier Ausstattungsvarianten geben: Startline, Trendline, Comfortline und Comfortline Edition. Alle diese Ausstattungen machen einen, gegenüber dem Vorgänger, deutlich, wertigeren Eindruck und bieten zusätzlichen Möglichkeiten den Caddy zu individualisieren.

Kurz- und Langversion

Variabilität ist eine der Stärken des Caddy. Es gibt ihn in einer kurzen und in einer 40 Zentimeter längeren Version, mit ein oder zwei Schiebetüren, mit fünf oder mit sieben Sitzen, als Kastenwagen oder als Kombi. Camper werden sich für den Tramper mit großer Liegefläche und ausklappbarem Vorzelt erwärmen können. Erstmals können in allen Versionen die hinteren Sitzreihen bei Bedarf komplett ausgebaut werden. Dadurch steigt der Laderaum auf 3.030 Litern an. Wenn noch mehr Platz gebraucht wird, kann der Caddy mit dem Flexsitz-Plus-Paket für den Beifahrersitz ausgestattet werden. Damit lässt sich die Lehne des Beifahrersitzes komplett umlegen und der gesamte Sitz absenken. So erhöht sich die Laderaumlänge auf der Beifahrerseite eines Caddy Maxi auf über drei Meter und das Ladevolumen wächst auf 4.700 Liter an. Die Zuladung, traditionell eine der Stärken des Caddy reicht, je nach Ausstattung von 483 kg bis 813 kg. Wer regelmäßige groß Lasten befördern muss, kann Verstärkungen für die hinteren Blattfedern gleich mitbestellen.

Hoher gewerblicher Anteil

Rund 70 Prozent aller Caddys werden als Kastenwagen an die gewerbliche Kundschaft ausgeliefert. Als flinker Stadtlieferwagen, mit einer großen Zuladungskapazität ist er das geeignete Firmenfahrzeug für viele Selbstständige und Handwerker. In bergigen Regionen mit viel Schnee im Winter hat er dank seines Allradantriebs sogar ein Alleinstellungsmerkmal. Dank seiner vielen praktischen Zusatzausstattungen und der verbesserten Geräuschdämmung bietet er sich aber auch als pfiffiges Gefährt für Familien an. Mit dem neuen Aussehen könnte es der Caddy schaffen zu den Nutzfahrzeugen aufzuschließen, die als Familienwagen akzeptiert werden.

Hans Bast/Press-Inform

Weitere Themen

täglich & kostenlos
Täglich & kostenlos

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.

Partner-Tools