Die Superlative werden knapp. Deshalb muss an dieser Stelle ein einfaches »Whow!« genügen. VW Phaeton W12 - wir waren mit dem gewichtigen Luxus-Koloss unterwegs.

Luxus und ein Schuss Passat© Volkswagen
Die Superlative werden knapp. Deshalb muss an dieser Stelle ein einfaches »Whow!« genügen. VW Phaeton W12 - wir waren mit dem gewichtigen Luxus-Koloss unterwegs.
Menschen mit wenig Sinn für Selbstinszenierung sollten nicht einmal im Traum daran denken, sich für den luxuriösesten Volkswagen aller Zeiten zu entscheiden. Mit einem Phaeton (sprich »Fähton«) im Ruhezustand wird jede Parklücke zum Laufsteg.
Selbstbewusst ragt der dicke Hintern über den Parkraum hinaus, die großen Außenspiegel trennen nur wenige Zentimeter von den zu Statisten geschrumpften Mitparkern. Auf freier Strecke ist das Dickschiff schon mal mit einem aufgebrezelten Passat zu verwechseln. In unmittelbarer Nähe zur automobilen Restbevölkerung jedoch, wird der ernorme Größenunterschied deutlich.
Keine einfache Aufgabe, sich diesem felsenähnlichen Automobil mit der nötigen Mischung aus Coolness und Würde zu nähern. Irgendwie hat man immer das Gefühl, etwas falsch zu machen. Man wird ja auch ständig beobachtet. Fassungslose Punto-Fahrer, angriffslustige Golf-GTIler und tief beleidigte S-Klasse-Piloten - keiner kann sich der Anziehungskraft des großen Wolfsburgers entziehen. Da ist man seinem Phaeton durchaus dafür dankbar, dass er seine Insassen von der übrigen Welt so zuverlässig abschirmt. Doppelverglasung und aufwändige Geräuschdämmung machen es möglich - über all dem edlen Leder herrscht Ruh'.
Hat man seine Umwelt nach einem dezenten »Plopp« der mächtigen Türen hinter sich gelassen, gilt es zunächst die imposante Inneneinrichtung zu verkraften. Edle Hölzer, flauschiges Leder und eine Unmenge von winzigen Leuchtdioden bringen menschliche Sinnesorgane an ihre Grenzen. Hinzu kommen eine Vielzahl von Knöpfen, Schaltern und Displays - alles sehr beeindruckend. Zumal man die grundlegenden Segnungen der Phaeton-Technik auch ohne höheres Ingenieurstudium im Griff hat. Klimaautomatik, Bordcomputer, Soundanlage und Navigationssystem lassen sich mit insgesamt 14 Tasten und einem »Dreh-Drück-Knubbel« problemlos dirigieren.