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Zehntelsekunde

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Gesichtserkennung
Gesichtserkennung
Freund oder Feind in einer Zehntelsekunde

Menschen müssen Fremden nur eine Zehntelsekunde lang ins Gesicht blicken, um sich ein Bild ihres Charakters zu machen. Ein Erbe unserer Vorfahren, bei denen diese Fähigkeit über Leben und Tod entschied.

ARD ändert das Sendekonzept
ARD ändert das Sendekonzept
Bei "Gottschalk Live" ist nichts mehr live

Der Stress ist schuld: Thomas Gottschalks Vorabendshow in der ARD ist ab sofort keine Livesendung mehr. Der Titel "Gottschalk Live" soll dennoch erhalten bleiben. Schließlich sei die Show sehr "lebendig".

Leichtathletik-WM
Leichtathletik-WM
Über-Sprinter Usain Bolt blamiert sich

Superstar Usain Bolt ist im 100-Meter-Finale der Leichtathletik-WM in Daegu sensationell ausgeschieden. Der Grund: ein Fehlstart. Ein Landsmann von Bolt schnappte sich Gold.

Strahlenausbruch
Strahlenausbruch
Stärker als die Sonne

Der Neutronenstern in 50.000 Lichtjahren Entfernung hat in einer Zehntelsekunde mehr Energie freigesetzt als die Sonne in 100.000 Jahren. Ende Dezember traf die Wellenflut die Erde.

Sebastian Vettel:
Sebastian Vettel:
"Einfach weiter gewinnen"

Sebastian Vettel startet zum Formel-1-Auftakt in Melbourne mit der Nummer 1. Sein Ziel: Titelverteidigung. Damit wird er in dieser Saison vom Jäger zum Gejagten. Doch den Blick in den Rückspiegel erlaubt er sich nicht.

Der getrennte Papi
Blog "Der getrennte Papi"
Aua, sehr (49.)

Oder: Einige Beobachtungen von Mann zu Männlein - und wohl retour. Worum es heute geht: Das Abschiednehmen, der Sohn, der Bruder, der Nervfaktor, die bisweilige Ungeduld des getrennten Papi, Bettgeflüster, das Wachsen, die Schmerzen, die Unwiderstehlichkeit - und Miles Davis' und Gil Evans' Directions. Es ist immer wieder merkwürdig, von den Kindern Abschied-Zu-Nehmen, besonders wenn man die Ferien über miteinander verbracht hat, fast 24 Stunden rund um die Uhr zusammen war, ziemlich viel gereist ist, was allerdings mit Alexander und Marie fast immer null Problemo ist. Sie sind coole Reisekinder und finden es spannend, Orte zu wechseln, liebe Menschen hier und dort zu treffen, neue Orte auszukundschaften und an bekannten Orten zu verweilen. Ja, so ist denn das erneute vorübergehende Voneinander-Abschied-Nehmen merkwürdig und passiert bei dem getrennten Papi immer zackzackzacko. Gemeinsam holten wir Drei die Mama vom Flughafen ab und die Drei brachten den getrennten Papi dann in die Stadt und der verabschiedete sich fix - weil er nie so recht weiß, was er in den Sekunden der fallenden Abschieds-Worte noch sagen soll. Außer der durchaus wichtigen Feststellung, man sehe sich ja doch bald wieder, etwa beim Schul-Gottesdienst in dieser Woche und dann hole der getrennte Papi zuerst Alexander vom Kindergarten ab und dann kämen die Zwei in die Kirche, um zu sehen wie Marie die Schneeflocke spielt und singt und das sei schon wieder in drei Tagen, also, man sähe sich ja doch bald wieder. Ist dies nun ein lässliche, sagen wir, sprachliche Ungenauigkeit (den Begriff einer kleinen Schwindelei gilt es an dieser Stelle zu vermeiden), um den Kindern immer wieder und immer wieder und immer wieder und...zu sagen: "Bald haben wir uns wieder" . (Klammer auf: "Auch wenn nur einige Tage ganz schön lang werden können, für Euch & für mich" , Klammer zu). Gerade, wenn der getrennte Papi bei seinem Sohn das Gefühl hat, er könne täglich beobachten wie der sich weiterentwickelt von einem kleinen Kind zu einem echten Jungen wird. Dabei hat er sich gegen eine doch gerne das letzte Wort habende Schwester durchzusetzen, die allerdings in letzter Zeit ihrem Bruder öfters sagt, dass sie ihn sehr lieb hat und ziemlich cool und seinen trockenen Witz lässig findet. Aber natürlich kann das Männlein auch zwischendurch alle just Anwesenden verdammt-noch-nerven. Etwa als wir uns etwa auf einer der Zug-Rückfahrten in den Ferien befanden und die Deutsche Bahn sich einmal mehr Hunderttausende von Verfluchungen gefallen lassen musste, weil zehnmal mehr nichtsundnichts funktionierte, was von einer funktionierenden Deutschen Bahn eigentlich in einem hoch industrialisierten Land in Mitteleuropa, das überall in der Welt doch immer mehr Verantwortung übernehmen will, zu erwarten wäre. Also, wir waren in einem Abteil, der Zug hielt dauernd irgendwo, ohne das uns jemand verriet, warum und wenn es jemand versuchte, dann konnten die Fahrgäste nichts verstehen außer einem Knistern, das entfernt an eine vorderasiatische Sprache erinnerte. Alexander hatte super durchgehalten, aber die letzte der fünf Stunden reichte es ihm und seinen verständlichen Protest äußerte er indem er 60 Minuten lang den Schnupfen in seiner hübschen Nase hochzog - lamentierend, laut, lästig. Die anderen drei Fahrgäste (ein Elternpaar, das sich hätte beschweren können und deren einjähriges Kind, das sich noch nicht beschweren konnte) liessen es erstaunlich klaglos, wenn auch pikiert über sich ergehen. Allein dem getrennten Papi platzte nach schätzungsweise über dreihundert-oder-so leisen und verständigen Ermahnungen, Alexander möge bitte auf die übrige Besatzung des Abteiles Rücksicht nehmen, laut und sehr vernehmlich der Kragen. "Verdammt noch eins: jetzt ist Schluss damit". Selbstverständlich war bis Hamburg mitnichten Schluss damit, Alexander war durch mit sich, der Bahn, seinem Vater und überhaupt. Das sind dann die Momente, in denen der Nervfaktor die Oberhand gewinnt, dem getrennten Papi der Engelsgeduldsfaden reisst, was ihm natürlich in derselben Zehntelsekunde total, unendlich und zweifelsohne leid tat. Aber als das Sohnemännlein sich schließlich weigerte, nach Verlassen des elenden Zuges nur das leichteste Gepäckstück mitzunehmen (während Marie sich wirklich abbuckelt), fällt die Stimmung zwischen Senior und Junior auf den Gefrierpunkt - ganz als reichte es nicht, dass es draußen schon eine Eiseskälte um sich gitff und uns allen die Hände abfroren. Zuhause ging es bald und eher zweckmäßig ("Wascht bitte Eure Hände, putzt Euch die Zähne, wo sind die Kuscheltiere, ab in die Kiste!") zu und nach kurzem Bettgeflüster der großen Schwester mit dem kleinen Bruder und umgekehrt, senkte sich nach weniger als zehn Minuten kindlich-selige Schlafensruhe über die Wohnung. Die hat es zwar meistens unter weniger angespannten Verhältnissen ebenfalls, aber der getrennte Papi genoss sie doch sehr. Die Nacht fiel weniger entspannend aus, Alexander wächst gerade und wenn er wächst, dann tut das Wachsen in seinen Beinen weh: Aua, sehr. Schmerzen, die der getrennte Papi ein jedes Mal vollkommen nachvollziehen kann, denn ihm ging es ebenso und es fühlt sich derart echt an als wäre es gerade erst gestern mit ihm und in seinem Körper geschehen. Also wurde sechs- oder siebenmal aufgewacht, die zarten Beinchen wurden gestreichelt und nochmals gestreichelt und noch mehr gestreichelt, das hilft nicht, aber es beruhigt, immerhin, mitten in der Nacht oder in den frühen Morgenstunden. Am folgenden Morgen scheint dann kaum etwas vorgefallen zu sein, Alexander ist wieder bester Dinge und teilt als erstes dem getrennten Papi erleichtert und fröhlich mit: "Meine Beine tun nicht mehr weh". Ausserdem fiel uns Beiden gleichzeitig auf, dass wir uns gestern keinen gegenseitigen Gutenachtkuss gegeben hatten, allerdings weniger aus bilateraler Wut als aus Erschöpfung über die saublöde Zugfahrt. Also geben wir uns einen liebsten Gutenmorgenkuss (den er, wie der getrennte Papi früher auch, hinterher rasch abwischt) und wir finden uns (wie fast immer) unwiderstehlich und beschließen (logisch), uns wieder zu vertragen, obwohl wir uns gar nicht zerstritten hatten. Puh, das ging wieder gut und ich habe wieder gute Gründe, über pädagogische Grundkonzepte in Praxis und Theorie nachzudenken. Er hört dabei Directions von Miles Davis mit dem Gil Evans Orchestra und freut sich riesig auf ein Wiedersehen mit seinen Kindern, sind ja nur  noch drei Tage. Dazu alsbald mehr vom getrennten Papi...

Der getrennte Papi
Blog "Der getrennte Papi"
Boy, Girl (35.)

Oder: Die Bilder der Bilder sind Bilder für die Ewigkeit der Erinnerung. Worum es diesmal geht: Paris (retrospektiv), 144 Stunden, ein Eifelturm, ein Platz dafür, Photos, eine seltene Ruhe, eine ruhige Seltenheit, die Bilder von den Bildern, die Eltern des getrennten Papi, nochmals Bilder und ein Songtext. Es ist jetzt erst einige Tage her, dass der getrennte Papi und seine Kinder in Paris waren und doch scheint es schon länger zurück zu liegen, die Erinnerung schlägt uns manchmal freche Haken in unserer individuellen Erinnerung. Mal sind sie schmerzhaft, mal sind sie verloren, mal sind sie für ewig, so oder so. Nur 144 Stunden später liegt Paris zwar schon wieder etwas weiter weg, gleichwohl sind die Alexander und Marie noch immer beseelt von den ureignen Selbstwahrnehmungen und Spurensicherungen und Sichtverschiebungen. Unsere Eltern sagten doch immer: "Das ist etwas für's Leben" und der getrennte Papi hat dies damals zu selten angenommen und verinnerlicht. Froh ist der getrennte Papi, dass seine Kinder unbewusst viel bewusster mit ihrer Erinnerung und damit doch auch mit jener ihres Vaters umgehen. Marie hat dem getrennten Papi nachträglich noch einen Mini-Eifelturm geschenkt, den wollte sie eigentlich ihrer besten Freundin schenken.  "Aber ich habe ihr etwas anderes gegeben und Du bekommst den Turm, damit Du Paris mit uns nicht vergisst". Und das spitzige, kleine, blitzende  Getümchen mit einer Anhängerkette hat nun einen Platz auf der Kommode im Wohnzimmer, direkt neben den zierlichen Holznachbildungen New Yorker Landmarks  von Muji . Davor stehen dann auf dem Boden ein Plastik-Krokodli aus Parisl, einige Schleich-Giraffen und ein Schleich-Kroko, korrespondierend zur Sammlung der Zebras in der Ecke, hinten links. Okay, das geht etwas ins Detail, das mag der getrennte Papi bekanntlich aber und freilich ziemlich, wie Sie wissen, das Abschweifen ist im Blog glücklicherweise erlaubt, er empfindet es als Privileg und weiss es zu schätzen: Thanxxx-a-lot , Blog! Vor kurzem waren der getrennte Papi und seine Kinder gemeinsam gebucht für ein Photo-Shooting und da kam es ebenfalls zu diesen privilegierten Momenten, die der getrennte Papi nicht vergessen darf. Beim Photographieren hat es bisweilen diese ruhige, magische, lange Zehntelsekunde zwischen der Aufnahme, deren Prozessierung und deren Vollendung - die Zeit rührt sich dann gerade mal gar nicht, die Luft steht still und hört auf zu atmen, die Sinne sind ganz auf sich selbst reduziert - man erstarrt, gespannt, wünscht sich schon das Bild der Beiden vor seinem vergeistigten Auge bevor es getan ist. In diese seltene Ruhe war der getrennte Papi versetzt  als Marie und Alexander, sehr entspannt und spassig, vor der Kamera standen und er genoss die ruhige Seltenheit, die Kinder von Entfernung und doch so nah zu sehen und sich ihnen noch näher zu fühlen. Da entstehen im Kopf die Bilder von den Bildern und diese Bilder werden dann Erinnerungen für die Ewigkeit, kein Löschen, kein Rewind, kein Vergessen ist mehr möglich, sie werden präsent sein, komme was da kommen wolle. Eine ruhige Seltenheit für beide Herzkammern und die eine Seele, die nichts & niemand einem nehmen kann. Und der getrennte Papi kennt genau die Winkel, wo dies oder das Bild sich verstecken möchte. Und wenn ich in die Vergangenheit abdrifte, tauchen auch Bilder von Bildern meiner Eltern auf, sie schweben durch die pulsierenden Adern, durch das verkopfte Hirn und den verhirnten Kopf, weichen ihn mal auf und machen ihn durchlässig und ein warmer Griff streicht mir auf einmal durchs Haar, sind es die Hände meiner Mutter/meines Vaters? Oder ist es nur der Wunsch, imaginiert, die Eltern mögen Beide wieder einfach da sein? Kennen Sie auch diesen ziehenden Schmerz über die Abwesenheit geliebter Menschen, der keineswegs aufhören will, sondern sich immer tiefer in die Schluchten unseres Inneren bohrt, über die Jahre immer tiefer, verdammt noch mal. Und manchmal bleiben nur Schatten in den zerklüfteten Schluchten, ungefähr und verwischt und vorübergehend und es bedarf unserer ganzen Energie/Kraft/ Willensanstrengung, sie wieder in Bilder und Gedanken und Geräusche umzuwandeln. Und nun hört der getrennte Papi einen seiner favorite songs, der passt, perfekto : Breakable, von Ingrid Michaelson und den hören seine Kinder und er sehr gerne sehr laut und sehr oft, versuchen's Sie's. "Have you ever thought about what protects our hearts/Just a cage of rib bones and other various parts/So it's fairly simple to cut right trough the mess/And to stop the muscle that makes us confess/And we are so fragile and our cracking bones make noise/ And we are just breakable breakable breakable girls and boys/You fasten my seat belt because it is the law/In your 2 ton death trap, I finally saw/A piece of love in your face that bathed me in regret/Then you drove me to places I'll never forget/And we are so fragile and our cracking bones make noise/And we are are just breakable breakable breakable girls and boys/And we are so fragile and our cracking bones make noise/And we are just breakable breakable breakable girl s/breakable breakable breakable girls/ breakable breakable breakable girls and boys". Dazu alsbald mehr vom getrennten Papi...

Formel 1 in Südkorea
Formel 1 in Südkorea
Vettel rast in letzter Sekunde auf die Pole

Mit eisernen Nerven und kühlem Kopf hat sich Sebastian Vettel die Pole Position für das erste Formel-1-Rennen in Südkorea gesichert. In letzter Sekunde fuhr der Red-Bull-Pilot Bestzeit und hat damit im drittletzten Saisonrennen alle Trümpfe in der Hand.

Großer Preis der Türkei
Großer Preis der Türkei
Vettel verliert Pole an Webber

Pech für Sebastian Vettel: Ein blockierendes Rad an seiner "Randy Mandy" hat ihn auf dem Weg zur sicher geglaubten Pole-Position ausgebremst. Der Australier Mark Webber zog an ihm vorbei. Auch Michael Schumacher konnte sich beim Qualifying in Istanbul gut platzieren.

Pro und Contra
Pro und Contra
Müssen wir die Kernenergie aufgeben?

Nach dem Zwischenfall im AKW Krümmel entflammt erneut die Debatte um den Atomausstieg. Sollte Deutschland aus Sicherheitsgründen komplett verzichten? "Ja", meint Hans Peter Schütz, "Atomkraft ist grundsätzlich lebengefährdend." Christoph Koch widerspricht: "Wer kein Atom mag, muss sagen, wohin er mit dem CO2 will."

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