Sortieren nach: Relevanz | Aktualität |
Ein Mann, ein Auto, ein Computer. Diese aus den 80er Jahren bekannte Phrase aus der TV-Kultserie "Knight Rider" gewinnt in diesen Tagen wieder an Aktualität. Denn der Social Media Experte und Autonarr Alex Kahl aus Bielefeld macht sich heute mit einem besonders außergewöhnlichen Hybridfahrzeug auf eine abenteuerliche Reise: in 50 Tagen 10.000 Kilometer entlang der europäischen Küstenlinie.
Die Elektromobilität kommt nur schleppend in Gang –- die große Ausnahme sind Elektro-Bikes. In China gibt es bereits zig Millionen davon. Eher für europäische Boulevards stellt Smart ein stromerndes Luxusgefährt auf zwei Räder. Der erste Ausritt.
Gegen hohe Spritpreise helfen nur Autos mit geringem Verbrauch. Die gibt es mittlerweile nicht mehr nur bei den Kleinwagen. Hier sind die Sparer der gehobenen Klassen.
Der Elektro-Smart ist 120 Km/h schnell, soll mindestens 140 Kilometer weit kommen und kostet fast soviel wie eine C-Klasse. Deutlich billiger ist das Elektro-Fahrrad von Smart.
Frankreich rudert bei seinen Umweltprämien für umweltfreundliche Autos deutlich zurück.
TÜV und Dekra haben die Wagen auf Deutschlands Straßen auf Mängel untersucht. Am besten schneiden Opel Insignia, Audi A6 und Toyota Prius ab. Aber: Insgesamt sind mehr Schrottlauben unterwegs.
Der nächste Prius fährt rein elektrisch - etwa 20 Kilometer weit. Das klingt wenig, reicht aber meistens. Erst danach springt der Benziner an. stern.de hat den Wunderwagen bereits gefahren.
Trotz der desolaten Lage - Opel hält an der Öko-Perle Ampera fest. Eigentlich ist der Hoffnungsträger ein umgestylter Chevrolet Volt. Über die grüne Zukunft entscheidet am Ende also doch Amerika.
Weil Detroit den Trend zum Batteriemobil verschlafen hat, reißt Kalifornien das Steuer an sich. Ganz vorn dabei: ein Ex-SAP-Mann. Die Bilder sind bezeichnend: Auf der einen Seite Automanager aus Detroit, die bei der Regierung in Washington betteln gehen; auf der anderen Seite Silicon-Valley-Vordenker, die immer neue, frische Ideen für das Auto der Zukunft präsentieren - elektrisierende Ideen, denn sie haben alle damit zu tun, dass wir unsere Wagen künftig an die Steckdose stöpseln, um Energie zu tanken. Von Shai Agassi, einem ehemaligen SAP-Manager, kommt das vielleicht radikalste Konzept: Elektroautos haben, ganz klar, immer das Problem, dass sich Batterien nicht so schnell wieder auffüllen lassen wie der Tank eines Benziners. Das könnte sich irgendwann ändern, aber auf absehbare Zeit gibt es diese Beschränkung - und jeder, der ein Mobiltelefon besitzt, kennt den Ausweg: Man tauscht einfach die Batterie aus, wenn sie leer ist, und weiter geht's. Genau das Gleiche plant Agassis Jungfirma "Better Place" für Elektroautos. 100 Meilen weit, etwa 160 Kilometer, soll eine Batterieladung reichen, anschließend fährt man an eine E-Tankstelle von Better Place und lässt den Akku austauschen. Das soll vollautomatisch passieren und nicht mal drei Minuten dauern. Anschließend geht's weiter. Natürlich funktioniert das nur, wenn es genügend solcher Ladestationen gibt - das berühmte Henne-und-Ei-Problem. Doch Agassi hat für seine Idee erstaunlich schnell Unterstützung gefunden: Israel, sein Heimatland, war als erstes an Bord, und inzwischen machen auch Dänemark und Australien mit. Am Donnerstag kamen die USA dazu: San Francisco soll in der größten Autonation der Welt die erste Stadt sein, die ein Netz aus Batterietankstellen bekommt. Praktisch zeitgleich machte Rick Wagoner, der Chef der Opel-Mutter GM, wieder einmal dem Kongress in Washington seine Aufwartung, um Kreditgarantien der Regierung zu erflehen. Ohne Hilfe, warnt er zunehmend verzweifelter, könnte sein gerade 100 Jahre alt gewordenes Unternehmen demnächst Pleite sein. Im September hatte Wagoner meinem Kollegen Frank Janßen und mir noch erzählt, von Bankrottgefahr könne keine Rede sein . Natürlich liegt Schadenfreude nah: GM hatte bereits ein zukunftsweisendes Auto - den EV-1 , ein reines Elektromobil, das die Firma nur entwickelte, weil Kalifornien mit strengen Abgasvorschriften drohte. Als die Autohersteller (darunter auch Toyota, der Hybridfahrzeug-König, und die deutschen Marken) mit aggressivem Lobbyismus durchsetzten, dass die Vorschriften entschärft wurden, zog GM eilig beim EV-1 den Stecker. Wagoner hat das im Stern-Interview damit verteidigt, dass Kunden solch ein Auto nicht wollten - schließlich war Benzin spottbillig, und alle kauften gigantische Geländewagen. Doch Topmanager werden dafür bezahlt vorauszuplanen und weiterzudenken. Davon war in Detroit bisher wenig zu sehen. GM hat immerhin seinen Volt angeschoben, der ab 2010 mit Batterie und Hilfsbenziner unterwegs sein soll - ein innovatives Konzept, das sehr vielversprechend aussieht. Aber es kommt deutlich zu spät. Nun halten die Greise aus Detroit bei Vater Staat die Hand auf, um über die Runden zu kommen, und an der Westküste finanzieren sich reihenweise Startup-Firmen, die Elektroautos bauen wollen, privat: Tesla Motors , Aptera , Phoenix Motorcars - alle setzen auf Innovation, alle sind in Kalifornien beheimatet. Man muss kein Erzkapitalist sein, um in diesem Fall dem freien Markt die Daumen zu drücken. Und wenn der Staat eingreifen will, herzlich gern - auch die Neuen können Unterstützung gebrauchen: Eine höhere Benzinsteuer, die es teurer macht, die Umwelt zu verpesten, und zugleich Kaufanreize für saubere E-Mobile würden schon viel helfen. Das ist kein Plädoyer, GM und seine ebenfalls angeschlagenen Brüder Chrysler und Ford über die Klippe sausen zu lassen. Zu viele Arbeitsplätze hängen an diesen Unternehmen, zu viele menschliche Schicksale. Aber das Signal an Detroit darf nicht sein: Hier habt ihr euer Geld, macht weiter wie gewohnt, gute Fahrt! Der Ölpreis fällt, Benzin ist wieder billig - es wäre den Managern zuzutrauen, dass sie flugs wieder auf Geländewagen setzen. Wenn Milliarden nach Detroit überwiesen werden, sollte sichergestellt werden, dass neue Köpfe die Unternehmen in eine neue Richtung lenken. Es gab, als nicht ganz ernstgemeinten Vorschlag, schon die Idee, Apple-Chef Steve Jobs zu fragen , ob er nicht Lust hätte, nach Michigan umzuziehen. Audi, BMW & Co. stehen derweil nicht viel besser da als ihre US-Konkurrenten: Sie haben über Jahre fast ausschließlich auf sauberen Diesel und die Brennstoffzelle gesetzt, die plötzlich reichlich alt aussieht. Agassi, der ehemalige Softwaremanager aus Walldorf, hat sich jedenfalls einen anderen Partner gesucht - seine Batteriemobile baut Nissan Renault.
Auf Messen drängen sich die Konzeptfahrzeuge mit Elektroantrieb. Tatsächlich verkauft werden jedoch nur wenige Exemplare. Dabei soll die Mobilität aus der Steckdose das Weltklima retten. Nach Ansicht der deutschen Hersteller wird das allerdings noch dauern.
Auf den ersten Blick ist alles super. Protzige PS-Giganten sind die Stars der Detroit Motor Show. Doch in Wahrheit steht die US-Autoindustrie am Abgrund.
Hinter diesem Link steckt ein RSS-Feed, über den Sie bequem in ihrem Newsreader informiert werden, wann immer ein neuer Artikel auf stern.de zu Ihrem Suchbegriff erscheint.
Was sind RSS-Feeds?Audi A6 Audi Q7 Autoindustrie Automobilindustrie Chevrolet Volt Dekra-Mängelreport Detroit Motor Show E-Bike Frankreich General Motors Genf Hybrid Messe Opel Ampera Sparautos Spritsparer Tesla Roadster Toyota Prius Twitter Umweltprämie
Dann stellen Sie sie in unserer Wissenscommunity "Noch Fragen".