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Kommt Robben oder kommt er nicht? Über die Aufstellung der Niederländer gegen Japan schweigt Trainer Bert van Marwijk. Doch alles deutet darauf hin, dass er keine Experimente wagen wird. Der Neid seines japanischen Kollegen ist ihm zumindest schon sicher.
Solche Zuschauerzahlen holen sonst nur Thiel und Boerne: Der zweite Teil des "Tatort"-Crossovers am Ostermontag hat die magische Zehn-Millionen-Marke geknackt.
Während die SPD tagtäglich ihre Kampagnenunfähigkeit beweist, setzt die CDU auf einen Leisetreter-Wahlkampf. Nur keine Experimente! Vielmehr soll die Kanzlerin im Licht einer historischen Reihenfolge glänzen: Adenauer, Kohl, Merkel. lassen, schreibt Wolfram Weimer.
Während die SPD tagtäglich ihre Kampagnenunfähigkeit beweist, setzt die CDU auf einen Leisetreter-Wahlkampf. Nur keine Experimente! Vielmehr soll die Kanzlerin im Licht einer historischen Reihenfolge glänzen: Adenauer, Kohl, Merkel. lassen, schreibt Wolfram Weimer.
Während die SPD tagtäglich ihre Kampagnenunfähigkeit beweist, setzt die CDU auf einen Leisetreter-Wahlkampf. Nur keine Experimente! Vielmehr soll die Kanzlerin im Licht einer historischen Reihenfolge glänzen: Adenauer, Kohl, Merkel, schreibt Wolfram Weimer.
Der Bundestrainer probte in Kiew eine Drei-Personen-Abwehr, doch ganz so gut, wie er und die Spieler hinterher betonten, funktionierte das Experiment nicht
Die neue B-Klasse ist der Golf von Mercedes: Bloß nicht auffallen und bloß nicht die ältere Kundschaft verschrecken. Mit seinem edlen Innenraum ist das neue Modell immerhin ein echter Mercedes geworden.
Im Kino ist mit Captain America wieder ein Held in Strumpfhosen unterwegs, um die Welt zu retten. Doch was soll man von einem Superhelden erwarten, der einfach nur ein netter Kerl ist? "Spätestens jetzt würde ich wegzappen", flüsterte mir meine Kinobegleitung ins Ohr. Etwa 40 Minuten lief "Captain America" bereits und außer ein paar nostalgischen Aufnahmen vom New York der 40er Jahre, inklusive alter Autos, alter Kleidung und alter Frisuren, hat man noch nicht viel gesehen. Aber Captain America ist nicht "Mad Men", Ausstattung ist nicht der Grund, weshalb man ins Kino geht. Es ist die Vorgeschichte des großen amerikanischen Superhelden. Ein Mann, der über sich hinauswächst und selbstvergessen alles für sein Land tut. Nicht ohne Grund sieht sein Kostüm aus, als hätte er sich in die US-Flagge gewickelt. Dagegen ist auch nichts einzuwenden, schließlich ist Captain America der personifizierte Patriotismus - und die schärfste Waffe gegen die Nazis. "Ich habe Adolf Hitler schon 200-mal niedergeschlagen", ist einer der schönsten Sprüche des All-American-Superhelden. Es war natürlich nicht der echte Hitler, sondern eine Karikatur, ein Darsteller mit Schnauzbärtchen während einer Promotour für Staatsanleihen. Alles Staffage, alles nicht echt. Und es war die beste Phase des Films. Ein schwächlicher Kerl bekommt von irgendeinem Wissenschaftler Superkräfte verpasst, darf aber nur in einem dämlichen Kostüm durch die Lande tingeln und Zivilisten unterhalten. In den zehn Minuten zeigt die Comic-Verfilmung echte Größe. Da steht ein alberner Typ vor Soldaten und will sie mit billigen Sprüchen motivieren. Dafür erntet er Hohn und Tomaten. Ein echter Spießer Captain America ist die Mickey Maus der Superhelden: immer korrekt, ohne Fehler und langweilig - eben ein echter Spießer. Da passt diese Verfilmung eigentlich wie die Faust aufs Auge. Es wurden keine Experimente gemacht. Der Film wirkt wie frisch aus den 80ern, will wie "Indiana Jones" sein und ist doch nicht viel mehr als ein "Quatermain". Eine volle Ladung Klischees und Comic-Versatzstücke. Die Drehbuchschreiber hatten nicht den Mut, sich weit von der Comic-Vorlage zu entfernen, so ist es wirklich nur ein Comic mit bewegten Bildern geworden - ohne Eigenständigkeit. Die Entstehung von Captain America ist ja ganz interessant, allerdings funktioniert sie nicht über die Langstrecke. Wie man das macht, hat man bei Batman und Wolverine gesehen. Da ist die Vorgeschichte in ein paar Minuten erzählt, die Hauptstory ist eng mit der Jetztzeit verzahnt. Der Schluss des Films zeigt mit einem Zaunpfahl in Richtung Fortsetzung. So hat man das Gefühl nur den Pilotfilm gesehen zu haben, den längsten Prolog der Welt. Es wird mit dem Schildträger auf jeden Fall weiter gehen, eine Rächerverfilmung ist bereits in Arbeit, so eine Art Superhelden-Best-of mit Hulk, Iron Man, Thor und eben Captain America. Doch statt einer spannenden Superhelden-Geschichte wird es wahrscheinlich eher so etwas wie Transformers in Strumpfhosen werden. Captain America wurde zur Witzfigur ohne echten Witz. Der größte Held der USA hätte mehr verdient. Trailer auf Youtube
Dienstwagen für die Abgeordneten müssen sein, sagt der Bundestag. Dass sie auch umweltfreundlich sind, darauf legen CDU, CSU, SPD und FDP keinen Wert. Saubere Luft sei nicht so wichtig wie Schaltgetriebe.
Wenn normale Menschen die erste Kerze an ihrem Adventskranz anzünden und es sich bei Punsch und Gebäck gemütlich machen, beginnt für mich die härteste Zeit des Jahres: Das Leben an der Seite eines militanten Weihnachtsmuffels, bei dem bereits der Anblick von Schoko-Nikoläusen, Rauschgoldengeln und Tannengrün zum sofortigen Anschwellen der Halsschlagader führt. Meine Weihnachtsdeko liegt seit Jahren gut verpackt in ihrem Versteck: in der Abstellkammer! Nicht einmal für die niedlichen kleinen Holzengel aus dem Erzgebirge konnte ich eine Aufhebung des Hausverbots durchsetzen. Für den Mann an meiner Seite ist alles, was mit Weihnachten zu tun hat, eine Zumutung. Nichts als Ringelpietz für den Einzelhandel, PR-Kram, eiskalte Vermarktung mit Event-Charakter samt nervtötendem "I am dreaming of a white Christmas"-Gedudel. Statt verträumt ins warme Kerzenlicht zu schauen, streiten wir also über Sinn und Unsinn vorweihnachtlicher Gepflogenheiten in der christlichen Welt. "Wäre ich Muslim", grollt er und entwickelt eine eindrucksvolle Zornesfalte über der Nasenwurzel, "würde ich die Christen zutiefst verachten, wenn ich sehen würde, wie die ihr hochheiliges Fest verramschen." Wir harken uns noch ein bisschen darüber, was Lichterketten und Lebkuchenherzen mit der Geburt in Betlehem zu tun haben. Doch irgendwann gebe ich auf und lasse ihn die Flucht vor dem Heiligen Abend planen. Vorzugsweise in irgendwelche Wellness-Hotels in heidnischen, christbaumarmen Ostgebieten. "Ist auch eine Art Ritual, das Weihnachtsfest im Bademantel zu verbringen", maule ich matt. Dann fahren wir. Woraus sich allerdings ein anderes Problem ergibt. Denn wir sind keineswegs die einzigen Heiligabend-Flüchter. Ganze Familienverbände zeht es laut lärmend mit Kind und Kegel in Sauna und Pool-Landschaften statt unter den Tannenbaum. Noch jetzt denke ich mit leisem Grauen an das weihnachtliche Rudel-Baden in Halberstadt, in einer Hotel-Villa direkt neben einer Wurstfabrik mit Blick auf einen hübschen Schrottplatz vis-à -vis. Der Mann hatte vorher irgendwas von Mittelalter-Romantik geraunt, vom Tor zum Harz, von Märchenlandschaft und Heinrich Heine. Doch der Ausflug entpuppte sich als Horrortrip. Und brachte die Wende. In diesem Jahr heißt die Devise: Keine Experimente! Wir fahren aufs Land, in "unser" Haus, in "unser" Dorf, zu "unseren" Nachbarn. Zum ersten Mal nach vielen Jahren - Weihnachten zuhause. Ich darf die Deko aus der Abstellkammer mitnehmen, Plätzchen backen und so viel Tannengrün im Haus verteilen, wie ich will. Und an Heiligabend werden wir alle zusammen in eine Blockhütte in den Wald fahren, ein Feuer anmachen, die Weihnachtsgeschichte vorlesen, Plätzchen essen, Glühwein trinken - und singen. Jawohl! Keine Diskussionen mehr. Das volle Programm. Frohe Weihnachten!
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