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Enttäuschung nach Rede des US-Notenbankchefs: Die Kapitalmärkte hatten auf konkreten Konjunkturhilfen gehofft, Ben Bernanke verschob jedoch die Entscheidung über mögliche Maßnahmen. Der Dax fällt um drei Prozent.
Das Minus im Bundeshaushalt ist im ersten Halbjahr deutlich größer geworden. Im Vergleich zum Vorjahr stieg es um mehr als das Doppelte auf 42,8 Milliarden Euro. Damit droht ein Verstoß gegen die Maastricht-Kritierien. Das DIW hob derweil seine Wachstumsprognose für 2010 kräftig an.
Die Große Koalition ringt um weitere Maßnahmen zur Belebung der stockenden Konjunktur. Intensiv diskutiert wird dabei die Ausgabe von Konsumgutscheinen. Während die SPD sich der Idee gegenüber aufgeschlossen zeigt, stößt das Konzept bei der CDU und in Teilen der deutschen Wirtschaft auf wenig Gegenliebe.
Die Große Koalition ringt einem Medienbericht zufolge um ein zweites Programm zur Konjunkturbelebung. Die bislang eingeleiteten Maßnahmen im Kampf gegen die Rezession könnten nicht ausreichen, so die Sorge der Regierung. Um die heimische Wirtschaft anzukurbeln, schlagen Experten nun die Ausgabe von Konsumgutscheinen vor.
Die Bekämpfung der Rezession hat für den neuen US-Präsidenten Barack Obama oberste Priorität. Verschuldung und Staatshaushalt sollen dagegen in den kommenden zwei Jahren zunächst eine untergeordnete Rolle spielen, sagte Obama in seinem ersten TV-Interview nach der Wahl.
Die Konjunkturhilfen kommen - nur wie sie aussehen, will die Bundesregierung noch nicht verraten. Kanzlerin Angela Merkel kündigte "mutige und nachhaltige" Maßnahmen zur Förderung von Investitionen an. Sogar der Bundespräsident schaltete sich in die Debatte ein.
Wirtschaftsminister Glos plädiert für Steuersenkungen und zahlreiche weitere Erleichterungen.
Das Bundeskabinett will heute das zweite Konjunkturpaket beschließen. Dazu gehört auch die Abwrackprämie. In letzter Minute hat sich die Große Koalition noch auf eine Reform der Kfz-Steuer geeinigt. Scharfe Kritik kommt von den Grünen - für sie ist das Konzept eine "Mogelpackung". Große Spritschlucker würden weiterhin geschont.
Die geplanten Konjunkturhilfen der Bundesregierung stoßen auf Skepsis. Experten bezeichnen sie als unzureichend. Nun hat Bundeskanzlerin Merkel offenbar die Spitzen der Wirtschaftsverbände für Mittwoch eingeladen. Sie will für das Programm werben, das kurz zuvor im Kabinett beschlossen werden soll.
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble verteidigt im Bundestag die Stärkung des Euro-Rettungsschirmes - und erteilt in der Haushaltsdebatte einer anderen Idee eine klare Absage.
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