Wissen, was nicht gut ist
Der deutsche Verkehrssicherheitsrat fand heraus, dass die am Verkehr Beteiligten eine sehr unterschiedliche Wahrnehmung des Verkehrsgeschehens haben. "Wo liegen die größten Gefahren für Motorradfahrer?" lautete die Frage. 57 Prozent der Biker glauben, dass sie von ihnen selbst ausgeht. Bei den Führern anderer Fahrzeuge glauben das sogar 72 Prozent. Fast jeder zweite Zweiradfahrer sieht sich durch andere gefährdet. Die Anderen sehen nur zu 27 Prozent eine Gefahr von sich ausgehen. Die Biker sind also wesentlich realistischer als die Autofahrer.
Der Realismus führt aber leider zu selten zu Konsequenzen. Die fehlende Knautschzone am Motorrad ist ein fast unabänderliches Manko, doch so manche andere Gefährdung ist keineswegs unabwendbar. Die meisten Fahrer machen Winterpause und setzen sich im Frühjahr bei den ersten Sonnenstrahlen ohne Vorbereitung auf die Maschine. Zwangsläufig ist die Unfallhäufigkeit von März bis Mai besonders hoch.
Video: Schwerer Motorrad-Crash © Christian Niemann/DDP