Deutsche uneins über Helmpflicht für Radfahrer

26. Juni 2013, 08:00 Uhr

Das Thema Helmpflicht für Radfahrer ist äußerst umstritten, zeigt eine stern-Umfrage. Zwar schützt er vor Unfällen. Ein Zwang könnte aber viele Menschen davon abschrecken, Rad zu fahren.

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Der hier ist "oben ohne" unterwegs: Ein Mann radelt durch Berlin.©

In der Frage, ob es in Deutschland eine Helmpflicht für Fahrradfahrer geben sollte, sind die Bundesbürger uneins. In einer Umfrage für den stern sprachen sich 49 Prozent für einen derartigen Schutz für Radfahrer aus. Frauen (56 Prozent) befürworten dies eher als Männer (42 Prozent). Ebenfalls 49 Prozent der Bürger lehnen eine Helmpflicht ab.

Vergangene Woche hatte ein Urteil des Oberlandesgerichts Schleswig für Schlagzeilen gesorgt, das einer Radfahrerin die Mitschuld an einer Unfallverletzung gegeben hatte, weil sie keinen Helm getragen hatte.

Schlechte Erfahrungen in Australien

Damit lösten die Richter eine neue Debatte um die Helmpflicht aus. Sowohl der ADAC als auch der ADFC, der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club, sind gegen einen Zwang. Beide befürchten, dass am Ende weniger Menschen aufs Rad steigen - so wie in zwei australischen Bundesstaaten geschehen. Wie gut Helme vor schweren Verletzungen schützen, ist zudem umstritten.

Datenbasis: Das Forsa-Institut befragte am 20. und 21. Juni 2013 für den stern 1007 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 3 Prozentpunkten.

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