Zur mobilen Ansicht
Wechseln Sie für eine bessere Darstellung
auf die mobile Ansicht
Weiterlesen Mobile Ansicht
Startseite

Billig-Rallye vom Allgäu in den Orient

Ein Autorennen vom Allgäu in den Orient soll 2006 in Oberstaufen starten und als preiswerte Alternative zur Rallye Paris-Dakar den Besitzern von alten Autos "eines der letzten Abenteuer dieser Welt" bescheren.

Der Oberstaufener Werbetexter Wilfried Gehr hat seine "Schnapsidee", wie er sagt, inzwischen als Ausschreibung formuliert und es liegen sogar schon einige Anmeldungen für seine "Billig-Rallye" vor. Vor allem unter Trabbi-Fahrern sei das Interesse groß, versichert der 49-Jährige.

"Da geht jedes Team mit einem Etat von 1,2 Millionen Euro an den Start. Für die meisten echten Automobilisten ist das unbezahlbare Materialschlacht geworden", kritisiert Gehr die Rallye von Paris nach Dakar. Er selbst zählt sich zum Lager der Oldtimer-Fans, die mit alten Autos aber immer noch ihren Spaß haben wollen. "Viele Motorsport-Abenteuer sind inzwischen behördlichen Auflagen oder dem Zeitgeist zum Opfer gefallen", bedauert der 49-Jährige und rührt für seine "echte automobile Herausforderung" die Werbetrommel.

Fahrzeuge mindestens 20 Jahre alt

Für die Allgäu-Orient-Rallye sollen nur Fahrzeuge zugelassen werden, die mindestens 20 Jahre alt und straßentauglich sind. Jedes Team startet mit maximal drei Autos. Bleibt ein Fahrzeug unterwegs mit einer Panne liegen, müssen Fahrer und Beifahrer auf dem Rücksitz ihrer Teamgefährten Platz nehmen. Sieger ist die Mannschaft, die als erstes mit allen sechs Startern in Amman in Jordanien ankommt.

Ein Preisgeld für den Sieger wird es nicht geben. "Ich habe gute Beziehungen nach Jordanien. Daher fiel die Wahl des Zielortes auf Amman. Für die Gewinner gibt es allenfalls einen Empfang im Königshaus", verspricht Gehr. Die Route nach Jordanien dürfen sich die Teilnehmer selbst aussuchen, entweder über Italien und mit der Fähre von Sizilien nach Tunis oder auf dem Landweg über die Türkei. Autobahnen und Mautstraßen dürfen nicht benutzt werden. Navigationssysteme sind verpönt. Und übernachtet werden darf nur in mitgenommenen Zelten oder in Unterkünften, die nicht mehr als zehn Euro pro Nacht kosten.

Der Billig-Rallye-Organisator ist zuversichtlich, dass am 1. Februar 2006 ein starkes Teilnehmerfeld in Oberstaufen an den Start geht. Ein Marken-Club und ein anderes Fahrer-Team haben sich bereits angemeldet. Auf große Resonanz stößt Gehr mit seinen Plänen in Ostdeutschland: "Alte Trabbis sind für so ein Rennen geradezu ideal."

Klaus Schlösser/DPA

täglich & kostenlos
Täglich & kostenlos

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Partner-Tools