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Deutsche Opelwerke in Gefahr

Die Allianz zwischen der Opel-Mutter General Motors und Peugeot ist eine Notaktion.

Von Matthias Ruch, Margret Hucko und Leo Klimm

  Opel und PSA Peugeot Citroën leiden unter dem stagnierenden europäischen Markt

Opel und PSA Peugeot Citroën leiden unter dem stagnierenden europäischen Markt

Von:

Matthias Ruch und Margret Hucko

Mit dem am Mittwoch besiegelten Bündnis zwischen General Motors (GM) und PSA Peugeot Citroën droht die Schließung von deutschen Opel-Werken. PSA-Chef Philippe Varin sagte, die Allianz mit dem US-Hersteller könne "langfristig zu Optimierungen" führen, da die Werke von Opel, Peugeot und Citroën unterschiedlich produktiv seien. Er schloss nicht aus, dass längerfristig Opel-Autos in PSA-Fabriken gebaut werden oder umgekehrt. Varin und GM-Chef Dan Akerson sagten aber, jeder Konzern müsse sein Europa-Geschäft erst selbst sanieren.

Der weltgrößte Autobauer GM übernimmt im Zuge einer Kapitalerhöhung einen Anteil von sieben Prozent am zweitgrößten europäischen Hersteller PSA - und steigt damit zum größten Anteilseigner nach der Gründerfamilie Peugeot auf. "Wir bilden eine breite globale strategische Allianz", sagte Akerson, stellte aber klar: "Dies ist eine Allianz, keine Fusion." Eine höhere Beteiligung von GM an PSA schlossen die Unternehmen aus.

Für beide ist es eine Notaktion

GM will das verlustreiche Geschäft in Europa rund um die deutsche Tochter Opel sanieren. Ein Verkauf war vor gut zwei Jahren abgeblasen worden. Schon damals galten die Opel-Werke in Bochum und Eisenach als akut bedroht. Von GM in den letzten Jahren erzwungene Einschnitte zeigen noch keinen durchschlagenden Erfolg.

PSA wiederum hat es versäumt, sich rechtzeitig vom stagnierenden europäischen Markt zu lösen und wie VW in Schwellenländer zu expandieren. Das gilt als Hauptursache für die Misere des Konzerns: Auch die französischen PSA-Werke sind schwach ausgelastet, die Schulden des Unternehmens stiegen zuletzt bedrohlich.

1,5 Mrd. Euro Einsparungen

Durch die Kapitalerhöhung fließen PSA nun eine Milliarde Euro zu, rund 250 Millionen Euro zahlt GM für den Einstieg. Die Peugeot-Familie büßt damit an Unabhängigkeit ein; ihr Anteil wird von bislang 30 auf etwa 25 Prozent sinken. Durch die Zusammenarbeit im Einkauf und bei der Entwicklung erwarten GM und PSA Einsparungen von 1,5 Milliarden Euro - nach fünf Jahren. Beide sollen gleichermaßen davon profitieren.

"Wir werden Plattformen, Komponenten und Technologien teilen", sagte Steve Girsky, der das globale Geschäft von GM führt. Erstes Ziel ist, ab 2016 gemeinsam Klein- und Mittelklassewagen auf den Markt zu bringen. Im Führungsgremium des neuen Bündnisses soll Akerson zufolge auch Opel Einfluss bekommen.

FTD

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