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Starker Einstieg

Mit dem neuen RS3 bietet Audi einen heißen Großstädter mit 400 PS, Allradantrieb und jeder Menge guter Laune an.

Audi RS3 Limousine - schafft 280 km/h

Audi RS3 Limousine - schafft 280 km/h

"Guten Morgen liebe Nachbarn!" Diesen Gruß können sich Besitzer eines neuen Audi RS3 ab kommendem Sommer sparen. Denn die sind bereits nach dem ersten Erklingen der beiden ovalen Endrohre der Sportabgasanlage aus ihren Betten gefallen. Kein Wunder, sorgen mit 400 PS nun ganze 33 PS mehr als noch beim Vorgänger für die brachiale Fanfare aus dem schicken, mit einem kleinen Heckspoilerchen versehenen Hintern. Dass Hund die bellen nicht beißen scheint ja hinreichend bekannt. Bei der ab 55.900 Euro teuren Audi RS3 Limousine - es gibt ihn parallel auch als Sportback für 54.600 Euro - wird jedoch schnell klar, dass dieses Sprichwort ausschließlich auf die Vierbeiner und nicht auf die RS-Allradler aus Ingolstadt zutrifft. Neben der aggressiven Soundkulisse und der PS-Steigerung sorgt aber auch das 480 Newtonmeter starke Drehmoment für ein Dauergrinsen im Gesicht der bis zu fünf Insassen. Bis zu 280 Kilometer pro Stunde soll der neue RS3 schnell sein und der Sprint bis Tempo 100 soll nach 4,1 Sekunden Geschichte sein.

Starker Einstieg
Audi RS3 Limousine - schafft 280 km/h

Audi RS3 Limousine - schafft 280 km/h

Verantwortlich für die ordentliche Portion Spaß ist der 2,5 Liter große Reihenfünfzylindermotor hinter dem grimmig dreinschauenden Frontgrill. "Der Fünfzylinder ist ein legendärer Bestandteil unserer Unternehmens-DNA", sagt Stephan Winkelmann, Geschäftsführer der Audi Sport GmbH. "Jetzt übernimmt er mit 400 PS die Spitzenposition weltweit - und das nicht nur im RS 3 Sportback, sondern auch in der RS 3 Limousine. Mit beiden Modellen bieten wir unseren Kunden einen attraktiven Einstieg in die RS-Welt." Was bei all der Lobhudelei und sowieso bei Sportwagen jedweder Art gern unter den Tisch gekehrt wird, sind die Verbrauchswerte. 8,3 Liter Super auf 100 Kilometer sollen dem 4,48 Meter langen und 1,80 Meter breiten RS3 reichen. Doch selbst bei defensivstem Gaspedaleinsatz ist die Einstelligkeit kaum zu erreichen.

Wem das, und das sollten eigentlich alle RS-Fahrer sein, völlig egal ist, der wird sich nicht nur einmal dazu verleiten lassen vom Launch Control-Start Gebrauch zu machen. Kurz das ESC in den Sportmodus verlegen sowie das Siebengang-Automatikgetriebe auf S schalten und dem horizontalen Raketenstart steht nichts mehr im Wege. Außer vielleicht das ein oder andere Dromedar, weitere Verkehrsteilnehmer oder Tempolimits. Zum Automatikgetriebe muss hinzugefügt werden, dass sich der S-Modus nicht nur bei sportlich ambitionierten Touren anbietet, sondern eigentlich immer genau dann, wenn mit vielen Gangwechseln zu rechnen ist. Und das muss es leider in der Grundeinstellung immer. Zu schnell wechselt der Sportbolide in den nächst höheren und somit verbrauchseffizienteren Gang. Und zu schnell geht einem dieses ständige Hin-und Her-Geschalte beziehungsweise untertourige Fahren auf die Nerven. Doch nicht nur das. Denn wer sich einem spontanen Überholmanöver gegenübersieht, kann trotz der vorhandenen Über-Leistung durchaus schwitzige Hände bekommen. Von einer gefühlten Ewigkeit zu reden wäre unfair, doch gönnt sich der RS3 bei spontanem Kickdown schon eine knappe Sekunde, bis die Drehzahldadel sich gen rotem Bereich bewegt.

Was hingegen überraschenderweise für den RS3 spricht, und das gerade obwohl er ein Sportwagen sein möchte, ist seine großstadttaugliche Fahrwerksabstimmung. Damit ist nicht gemeint, dass er einer Sänfte gleich über jede Straßenunebenheit hinwegschwebt. Seine Stärke ist, dass er trotz 25 Millimeter-Tieferlegung gegenüber seiner Serienverwandtschaft nicht ständig Bodenkontakt mit seiner Frontschürze sucht. Zum perfekten Einkaufsbegleiter wird er aber dadurch auch wieder nicht. Denn unter seinem kurzen Heckdeckel offenbart der um 26 Kilogramm leichter gewordene 1.590 Kilogramm-Sportler lediglich 315 Liter Ladevolumen. Durch das Umklappen der Rücksitze lässt sich dieses aber immerhin noch auf 770 Liter erweitern. Grund zur Freude liefern seine Sitze, die in jeder Fahrsituation ausreichenden Seitenhalt bieten und auch nach mehreren Stunden keinerlei Probleme bereiten.

Die kommen erst auf den Fahrer zu, will er auf nicht perfekt präparierten Straßen die Kurven so sportlich nehmen, wie er es von zuhause aus gewohnt ist. Dann hilft auch der permanente Allradantrieb nicht mehr und der auf Wunsch mit satt zupackenden Carbon-Keramik-Bremsscheiben ausgestattete Audi RS3 schiebt gemütlich und kaum spürbar über alle vier angetriebenen Räder gen Kurvenäußerem. Da hilft dann auch ein reger Einsatz am unten abgeflachten Lederlenkrad nichts mehr. Im Zweifel haben die Passagiere von dem kleinen Manöver aber gar nichts mitbekommen, da sie alle in ihre per WLAN-Hotspot verbundenen mobilen Endgeräte vertieft sind. Dem Fahrer bleibt diesbezüglich immerhin sein 12,3 Zoll großes Audi Virtual Cockpit, auf dem er sich jedwede Information über sein neuestes, stählernes Familienmitglied anzeigen lassen kann.

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