Französischer Charmeur mit robuster Optik

11. Januar 2013, 12:54 Uhr

Mit dem Captur will Renault auf den SUV-Zug aufspringen. Der 4,12 Meter lange Crossover basiert auf der Plattform des Clio.

Früher, also vor etwa 25 Jahren, waren SUVs noch reine Nischenprodukte. Das hat sich inzwischen gewaltig geändert. Die Autos mit der robusten Optik verzeichnen als eines der wenigen Segmente ein Wachstum in den Zulassungszahlen. Dabei ist es mittlerweile zweitrangig, ob die Fahrzeuge Allradantrieb haben oder nicht. Das Off-Road-Design und die hohe Sitzposition zusammen mit möglichst kompakten Abmessungen sind "in".

Auf diesen Zug springt jetzt auch Renault mit dem Captur auf. Der 4,12 Meter lange SUV basiert auf der Plattform des Clio und soll vor allem weibliche Käufer ansprechen. Wie bei Opel Adam, Fiat 500 & Co. bietet Renault auch deswegen viele Individualisierungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel eine Bi-Colour-Lackierung, an.

Doch all die Farbenpracht hilft nichts, wenn der Crossover nicht beim Design punkten kann. Die Verwandtschaft mit dem Clio kann man beim Anblick des Renault-Markengesichts mit dem Rhombus als zentrales Element des schmalen Kühlergrills nicht leugnen. Allerdings blitzen die schmaleren Scheinwerfer beim Captur einen Schuss angriffslustiger als beim französischen Polo-Konkurrenten.

Durch die ansteigende Fensterlinie gepaart mit einem abfallenden Dach spielt auch der Captur die Optik-Dynamikkarte, die schon beim Range Rover Evoque Evoque für Zustimmung sorgte. Das Heck mit den mandelförmigen Schlussleuchten, die sich in den hinteren Kotflügel hineinschmiegen, entspricht fast eins zu ein dem des Clio.

Das Gleiche gilt auch für das Cockpit. Die beiden elliptischen Röhren mit den Rundinstrumenten und der Verbindungsstrang mit der digitalen Geschwindigkeitsanzeige sind vom Technikspender Clio übernommen. Einen Unterschied gibt es bei der Mittelkonsole: Als zentrales Element dient ein Touchscreen, der einem Tablet-Computer nachempfunden ist. Bei der Ausstattung bietet das Renault-SUV nichts Extravagantes: unter anderem einen schlüsselosen Zugang, eine Rückfahrkamera, eine Einparkhilfe und einen Berganfahrassistenten. Auch eine Einbindung des Infotainment-Systems in das Internet ist vorgesehen.

Trotz der sehr kompakten Abmessungen verspricht Renault großzügige Platz- und Ladeverhältnisse. Der Kofferraum dürfte um die 300 Liter Volumen haben. Dazu gibt es noch eine Vielzahl von praktischen Ablagen. Beides dürfte der weiblichen Zielgruppe zusagen.

Bei den Motoren wird sich der Captur vermutlich im Konzernregal des Clio bedienen, in dem es drei Benziner und drei Diesel bereitliegen. Die Aggregate rangieren zwischen 74 und 90 PS. Vor allen Dingen der Dreizylinder-Turbobenziner mit 90 PS, 900 ccm Hubraum und Start-Stopp-System dürfte gut zu dem Crossover passen, der sicher oft in der Stadt bewegt wird. Bei den Preisen hält sich Renault noch bedeckt. Es ist aber davon auszugehen, dass zum Einstiegspreis des Clio von 12.800 Euro noch ein SUV-Zuschlag kommen wird.

Renault Captur
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Französischer Charmeur mit robuster Optik
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