Mehr Luxus für den kleinen Koreaner

8. August 2013, 16:57 Uhr

Der neue Hyundai i10 feiert im September auf der IAA seine Weltpremiere. Der kleine Koreaner ist für Europa konzipiert und soll Minis wie Up, Ka und Adam das Leben schwer machen.

Hyundai, i10, 4161

Die aufwändigen Scheinwerfer werten die Front des City-Flohs auf.©

Es ist schon fünf Jahre her, da wurde mit dem Hyundai i10 der Nachfolger des Atos in Deutschland auf die Straße gerollt. Dank seiner kurzen Abmessungen und seines niedlichen Designs wurde der kleine Koreaner im Nu zum Frauenliebling. Der Atos erinnerte an einen Einkaufswagen, der Nachfolger sah besser aus und der nächste i10 wird richtig schick.

Das muss auch so sein. Von den 91.637 verkauften i10 gingen rund 60 Prozent an Hyundai-Kundinnen. Das soll sich mit der nächsten Generation nicht ändern. Im September feiert der neue Hyundai i10 seine Weltpremiere auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt. Im November sollen die ersten Modelle in Deutschland auf den Markt kommen.

Mehr Qualität in der Mini-Klasse

Eine Besonderheit des in der Länge um acht Zentimeter auf 3,67 Meter und in der Breite um 6,5 Zentimeter auf 1,66 Meter angewachsenen Koreaners ist seine Produktionsstätte. Erstmals wird ein A-Segment-Modell der Marke Hyundai in Europa produziert - genauer gesagt im türkischen Izmit.

Neben der Produktion folgt auch die Designlinie europäischen Ansprüchen und Anforderungen. Hyundai Europa-Chef Allan Rushforth unterstreicht die europäischen Ziele: "Der neue i10 ist ein weiterer signifikanter Schritt für Hyundai. Jeder Aspekt dieses Fahrzeugs ist designt und konsequent entwickelt worden, um die Anforderungen und Bedürfnisse der europäischen Kunden zu erfüllen." Komfortausstattungen wie ein beheizbares Lenkrad, Tempomat- und Tempobegrenzer sowie ein Smart-Key-System spiegeln dies wieder. Und: Der Kofferraum des um fünf Zentimeter auf 1,49 Meter abgesenkten Hyundai i10 ist um zehn Prozent auf 252 Liter vergrößert worden.

Viel Ausstattung, lange Garantie und Kampfpreise

In puncto Fahrwerk basiert er auf einer komplett neuen Plattform mit einem fünf Millimeter längeren Radstand und neu platzierten hinteren Dämpfern, die für ein präziseres Handling auf allen Straßenbelägen sorgen sollen. Gleichzeitig wurde viel im Bereich der Geräuschreduzierung und -Dämmung investiert. Passend zum Vorhaben der Marke, jüngeres Publikum zu erreichen, wurde der Hyundai i10 frischer und moderner geformt. Die Stupsnasen-Front geht fließend in die Fahrgastzelle über und endet in einem angedeuteten Dachspoiler. Hier besteht durchaus eine Verwechslungsgefahr mit dem Heck eines Toyota Yaris.

Zum Thema Motoren wurde bislang noch nichts verraten. Doch stehen die Chancen gut, dass auch der neue i10 vom 75 PS starken 1,1 Liter großen Dieselmotor und den beiden Benzinmotoren mit 69 und 86 PS angetrieben wird. Denkbar wäre noch ein LPG-Motor mit knapp 80 PS.

Wenn sich beim i10 die Qualitätsoffensive der Koreaner fortsetzt, wie man sie bei den größeren Baureihen i30 und i40 erlebt hat, müssen sich die Mitbewerber auf einiges gefasst machen. Die nach wie vor bei einem Hyundai spürbaren Defizite in Sachen Sportlichkeit fallen bei einem Minicar wie dem i10 nicht ins Gewicht. Dafür zählt hier das Preis-Leistungs-Verhältnis. Auch der nächste i10 wird mit einer umfassenden Fünf-Jahres-Garantie und günstigen Finanzierungen verkauft. Zu den Preisen ist noch nichts an die Öffentlichkeit durchgedrungen. Der aktuelle Hyundai i10 startet bei 10.390 Euro. Listenpreise haben bei Hyundai nur bedingte Aussagekraft. Das auslaufende Modell wird derzeit als Tageszulassung in der 5-Stars-Edition für weniger als 7000 Euro angeboten.

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