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Die schönen Töchter der E-Klasse

Erst im Sommer rollen das Coupé und Cabrio der E-Klasse zu den Händlern. Doch das lange Warten lohnt sich.

  Kaum zu glauben, dass unter dem schicken Kleid die alte E-Klasse steckt.

Kaum zu glauben, dass unter dem schicken Kleid die alte E-Klasse steckt.

Die Mercedes E-Klasse hat bisher die Erwartungen nicht erfüllt. Inklusive November wurden im vergangenen Jahr in Deutschland von dem Manager-Mercedes 42.736 Modelle verkauft. Vom BMW 5er waren es 44.230 und vom Audi A6 50.253 Fahrzeuge. Diese Abstimmung an der Ladentheke ist ein harter Schlag in das Kontor der stolzen Schwaben. Schließlich ist die E-Klasse ein Brot-und-Butter-Auto. Also musste gehandelt werden, um die Hackordnung der oberen Mittelklasse im Sinne des Sterns wiederherzustellen. Deswegen nahm Mercedes Geld in die Hand, richtig viel Geld: Die Modellpflege kostete fast eine Milliarde Euro.

Mercedes E-Klasse Coupé und Cabrio: Sportlich runderneuert
  E Klasse Coupè 2013

E Klasse Coupè 2013

Mercedes kann auch flott

Im Zuge der Runderneuerung wurde das Design deutlich aufgefrischt. Cabrio und Coupé profitieren aufgrund des Fehlens einer B-Säule und der hinteren Türen durch die abfallende Dachlinie optisch am meisten von der dynamischeren Linienführung: Die neuen einteiligen Scheinwerfer, die kantigere Motorhaube, die markantere Front und die größeren LED-Heckleuchten passen zu dem sportlichen Duo. Im Rückspiegel erkennt man am Kühlergrill die unterschiedlichen Modelle: Während bei Limousine und T-Modell mindestens zwei verchromte Querstreben die Front zieren, ist es bei Coupé und Cabrio nur eine. Auch der Stern prangt immer mittig, während er bei der Ausstattungslinie "Elegance" bei Limousine und T-Modell traditionell auf der Haube thront.

Das Arsenal der S-KLasse wird geplündert

Das neu gestaltete Interieur mit den drei Rundinstrumenten und der Analog-Uhr in der Mittelkonsole ist von den Limousinen-Brüder übernommen. Genauso wie das Arsenal an Assistenzsystemen, das schon Entwicklungen vorwegnimmt, die für die S-Klasse vorgesehen waren. Das zeigt, wie wichtig der Erfolg der E-Klasse-Modellpflege für den schwäbischen Premium-Autobauer ist. Die Stereo-Kamera schaut rund 50 Meter weit räumlich voraus und erkennt auch querende Fußgänger und Radfahrer. Der Spurhalte-Assistent wurde ebenfalls weiterentwickelt und soll jetzt auch Unfälle mit dem Gegenverkehr verhindern. Da trifft es sich gut, dass die elektromechanische Lenkung jetzt serienmäßig ist.

Zur Verfügung stehen sechs Motoren zwischen 184 und 408 PS - sechs Benziner und drei Diesel. Alle Aggregate haben ein Start-Stopp-System. Der Sechszylinder-Motor im E 400 ist jetzt zweifach aufgeladen, erreicht die Euro-6-Norm, schafft 333 PS und ein Drehmoment von 480 Nm, das bereits ab 1.600 U/min zur Verfügung steht. Das Triebwerk katapultiert die E-Klasse in 5,9 Sekunden auf 100 km/h. Angesichts dieser Fahrleistungen, ist der Durst mit 7,7 l/100 km durchaus annehmbar.

Sparsamer Benzinmotor

Auch der neue Vierzylinder-Ottomotor mit strahlengeführter Direkteinspritzung. Die Kombination aus Magerschichtverbrennung, Turboaufladung und einer Abgasrückführung, die mit sehr hohen Drücken arbeitet, schafft der Vierzylinder ebenfalls Euro 6. Der E 200 verbraucht bei 184 PS im Durchschnitt 5,8 Liter/100 Kilometer und hat einen CO2-Ausstoß von 135 g/km.

Bei den Getrieben gibt es im Südwesten der Republik nichts Neues: Der Fahrer hat die Wahl zwischen einem manuellen Sechsganggetriebe und der bekannten Siebengang-Automatik. Allerdings müssen sich die Coupé- und Cabrio-Fans noch etwas gedulden, bis sie in den Genuss der Modellpflege kommen. Während Limousine und T-Modell voraussichtlich im März in den Schauräumen der Händler ankommen, soll es bei Cabrio und Coupé erst im Juni so weit sein. Da hat die Cabrio-Saison schon begonnen.

Press-Inform/pressinform

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