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Toyota ruft erneut Millionen Autos in die Werkstätten

Weltweite Rückrufaktion: Bei 1,5 Millionen Wagen müssen die Spurstangen an der Hinterachse überprüft werden. In Deutschland sind rund 70.000 Autos betroffen.

  Besitzer eines RAV4, eines Avensis oder Auris könnten bald Post bekommen: Toyota hat einen neuerlichen Rückruf gestartet.

Besitzer eines RAV4, eines Avensis oder Auris könnten bald Post bekommen: Toyota hat einen neuerlichen Rückruf gestartet.

Der japanische Autobauer Toyota ruft wegen technischer Probleme erneut weltweit millionenfach Fahrzeuge in die Werkstätten. Rund um den Globus müssten mehr als 1,5 Millionen Fahrzeuge überprüft werden, teilte Toyota Deutschland in Köln mit.

Hierzulande sind von dem Rückruf rund 70.000 Fahrzeuge der Modelle Auris, Avensis sowie des Geländewagens RAV4 verschiedener Baujahre betroffen. In den USA werden zudem Halter eines bestimmten Modells der Toyota-Luxusmarke Lexus angeschrieben, der nicht in Europa verkauft wird.

In Deutschland führt Toyota den Rückruf mit Unterstützung des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) durch. In Kürze werde das KBA die Halter der entsprechenden Fahrzeuge informieren und sie bitten, sich mit ihren Händlern in Verbindung zu setzen, hieß es.

Noch keine Unfälle bekannt

In den Werkstätten muss an den hinteren Stoßstangen zum Abschluss von Einstellarbeiten eine Einstellhülse mit zwei Muttern im vorgeschriebenen Drehmoment angezogen werden. Bleibe diese Fixierung aus, könne in der Folge Spiel entstehen und sich die Position des Hinterrades auf die Spur verstellen. In Europa seien aber derzeit keine Unfälle in diesem Zusammenhang bekannt, hieß es weiter.

In den USA, dem größten Auslandsmarkt von Toyota, sind rund 778.000 Wagen betroffen, hauptsächlich RAV4 der Modelljahre 2006 bis 2011, aber auch 18.000 Lexus HS 250h des Modelljahres 2010. Auch hier werden die Besitzer benachrichtigt.

Toyota kämpft gegen erneuten Image-Gau

Seit den Problemen vor zwei Jahren mit festklemmenden Gaspedalen und fehlerhaften Bremsen ist Toyota sehr sensibel bei Fehlern und hat bereits mehrfach freiwillig Rückrufe gestartet. So soll ein neuerlicher Image-Schaden vermieden werden. Viele der gemeldeten Vorfälle von damals entpuppten sich zwar später als Fehler der Fahrer, doch bei Toyota brachen die Verkäufe ein.

DPA/Reuters/DPA/Reuters

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