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Ein Liter ist genug

Sparen - koste es, was es wolle: VW wird serienmäßig ein Auto bauen, das weniger als einen Liter verbraucht. Premiere ist auf dem Genfer Autosalon.

Von Gernot Kramper

  Spar-Fahrzeug mit Will-Haben-Faktor. Für kühle Rechner wird der XL1 vermutlich zu teuer.

Spar-Fahrzeug mit Will-Haben-Faktor. Für kühle Rechner wird der XL1 vermutlich zu teuer.

Volkswagen wird eine Mentalität des Abwartens bei alternativen Antrieben unterstellt. Jetzt macht der Autogigant Ernst: Mit einem Mischung aus Plug-in-Hybrid und einem Zweizylinder-Diesel soll der XL1 die magische 1-Liter-Marke unterbieten. Den Stadtverkehr soll die Flunder allein mit Strom bestreiten können. Vorgestellt wurde der moderne Kabinenroller schon vor einigen Jahren, doch nur wird er in Kleinserie gebaut werden. Kleinserie - schon daran sieht man, dass VW vorsichtig ist. Zu Recht: Die Wolfsburger haben die Lektion aus dem 3-Liter-Lupo gelernt. Ein Fahrzeug, das zu teuer ist, taugt nicht für die Massenproduktion. Das mag bei Supersportwagen anders sein, aber nicht bei einem Volkswagen. Zum Markenkern gehört, dass ein Volkswagen nicht billig, aber immer sein Geld wert sein soll.

Mutiger, als man denkt

Und für einen echten Volksparer wird der XL 1 heute mit Sicherheit zu teuer. Was soll er also bewirken? Ist es nur ein Showfahrzeug? Nein, der XL 1 signalisiert ein Umdenken, und ist dabei weit mutiger als mancher Stromer. Die meisten Elektrofahrzeuge der Autohersteller wollen so sein wie ein normaler Pkw und scheitern dann an der Praxis, weil sie alles schlechter machen als der billigste Kleinwagen. Dafür aber mit Strom.

Ein-Liter-Auto: Miniverbrauch und Look eines Sportcoupés
  Der "XL1" genannte Hybrid soll nur 0,9 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer verbrauchen, was einem CO2-Ausstoß von 24 Gramm pro Kilometer entspricht.

Der "XL1" genannte Hybrid soll nur 0,9 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer verbrauchen, was einem CO2-Ausstoß von 24 Gramm pro Kilometer entspricht.

Der XL 1 macht schon auf den ersten Blick klar: Ich kann nicht alles, ich bin kein Öko-Golf. Der Verzicht fängt beim Platz an. Die Flunder bietet nur Raum für zwei Personen mit Bürogepäck. Umgekehrt kann der XL 1 auch eine Menge. Dinge, die für VW offenbar essentiell sind. Er macht Spaß, ohne auf Komfort zu verzichten, wie der Renault Twizy: Heizung, Fenster, Airbag - alles ist so, wie in einem richtigen Auto. Und trotz seiner Mini-Größe sieht der XL 1 nicht witzig oder niedlich aus. Alle Anklänge an ein Behindertenfahrzeug wurde vermieden. Hier schlägt Volkswagen einen anderen Weg ein als japanische Hersteller, deren knuffige Miniautos nicht an einen Renner, sondern an ein rollendes Sofa erinnern.

Die Form eines futuristischen Kabinenrollers scheint am Geeignetsten, klassischen Fahrspaß mit einem extremen Sparverbrauch zu kombinieren. Dazu bietet der VW auch normale Fahrleistungen, die in dem Winzling zu einem Gefühl von Sportlichkeit führen werden.

Keine Reichweitenangst

Das reduzierte Gewicht macht ein markttaugliches E-Mobil möglich: Im Elektromodus soll der LX1 50 Kilometer nur mit Strom zurücklegen können. Die täglichen Entfernungen in der Stadt kann man also ohne lokale Emissionen zurücklegen. Durch seinen eingebauten Diesel vermeidet der LX1 aber die "Reichweitenangst" von E-Fahrzeugen, die auf ihre Batterie angewiesen sind. Und umschifft damit viele Produktenttäuschungen im Alltag. Ladesäule zugeparkt? Spontane Umwege? Eine Übernachtung beim Freund, ohne Steckdose auf der Straße? Beim Elektroauto geht das nicht, mit dem Plug-in-Hybriden ist das aber kein Problem.

Technisch wird das Plug-in-Hybridsystem aus einem Zweizylinder-TDI-Motor mit 48 PS, einem Elektromotor mit 27 PS und einer Lithium-Ionen-Batterie bestehen. Für die Kraftübertragung sorgt ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Damit soll der XL1 in 12,7 Sekunden von Null auf 100 km/h beschleunigen, 160 km/h Spitze erreichen und nur 0,9 Liter Diesel auf 100 Kilometern (21 g CO2/km) verbrauchen. Im Elektrobetrieb soll sich das laut VW sparsamste Serienauto der Welt mit weniger als 0,1 kWh pro Kilometer Fahrtstrecke begnügen. Bis zu 50 Kilometer rein elektrische zurückgelegte Fahrstrecke sind möglich.

Kein Billig-Angebot

Das gelingt dank eines geringen Leergewichts von nur 795 Kilogramm und die laut VW beste je erreichte Aerodynamik (cW 0,189) bei einem Serienautomobil. Um in der Ebene konstant 100 km/h zu fahren, reichen daher 8,4 PS. Das Gefährt bietet auf 3,89 Metern Länge, 1,67 Metern Breite und 1,15 Metern Höhe Platz für zwei Personen. Premiere feiert der XL1 auf dem Genfer Automobilsalon (7. bis 17. März).

Über den Preis herrscht Stillschweigen, aber es ist mehr als wahrscheinlich, dass der Sparerfolg teuer erkauft werden muss.

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