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Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat den Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) aufgefordert, schnell Klarheit über die Zukunft der Opel-Standorte zu schaffen.
Die Opel-Mitarbeiter in Bochum können vorerst auftamen: Vorstandschef Karl-Friedrich Stracke hat Berichte über eine anstehende Schließung des Werkes demetiert. Statt dessen setze man auf Einsparungen und eine Imagekampagne.
Drastischer Vorschlag zur Opel-Rettung: Innenminister Wolfgang Schäuble hält eine Insolvenz für sinnvoller als eine Staatsbeteiligung. In einer solchen Krise sei dies die bessere Lösung. Die Opel-Spitze sagte derweil der Bundesregierung bei einem Treffen im Kanzleramt weitere Informationen zum Sanierungsplan zu.
Mit einer neuen Führungsriege soll der angeschlagene Autobauer Opel aus der Krise fahren. Ab sofort übernimmt GM-Europachef Nick Reilly das Steuer. Schon bald wird der 60-jährige Brite sein Sanierungskonzept vorlegen.
Opel will offenbar die Hälfte seiner Mitarbeiter in Deutschland in Kurzarbeit schicken. 12.000 Opelaner an allen vier Standorten sind einem Zeitungsbericht zufolge betroffen. An der Spitze des Autobauers gibt es einen Wechsel: Opel-Chef Hans Demant trat wie erwartet zurück und macht den Weg frei für GM-Europachef Nick Reilly.
Seit die Pleitegeier über dem Mutterkonzern General Motors kreisen, haben die Opelaner auf Hilfssignale aus dem Kanzleramt gewartet. Jetzt war Angela Merkel da - zu einem ohnehin geplanten Besuch. Die Kanzlerin versprach zu helfen, konkret wurde sie nicht. Ein "positives Gefühl" hinterließ sie trotzdem.
Viele Worte - keine Entscheidung. Das Gespräch der Opel-Spitze im Kanzleramt hat lediglich die Erkenntnis bestätigt, dass das vorgelegte Sanierungskonzept nicht ausreicht. GM-Europachef Carl-Peter Forster hat der Bundesregierung weitere Details versprochen - doch die Politik spielt auf Zeit.
Opel braucht zur Rettung gut drei Milliarden Euro vom Staat. Um das Geld der Steuerzahler locker zu machen, muss das Management des deutschen Autobauers heute den Wirtschaftsminister von dem Sanierungskonzept überzeugen. Angeblich sieht der Rettungsplan weniger Stellenstreichungen vor als ursprünglich geplant.
Die Bundesregierung hat dem unter Druck geratenen Autobauer Opel eine Bürgschaft in Aussicht gestellt. Bis Weihnachten soll über eine entsprechende Hilfsmaßnahme entschieden werden, teilte Kanzlerin Angela Merkel nach einem Krisentreffen mit der Opel-Spitze mit. Daran seien jedoch Bedingungen geknüpft.
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